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2007/2008
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Teil 2: 01.05.2007 – 11.05.2007

01.05.2007
Irgendwie sind wir froh, dass wir uns bereits ein paar Tage auf dem Schiff akklimatisieren konnten, denn der Nordküste Spaniens entlang Richtung La Coruña ist es mit etwa 4 Meter hohen Wellen und einem zügigen Wind ziemlich rau. Der Frachter schaukelt zeitweise unangenehm und Peter versichert immer und immer wieder, auf dem Weg Richtung Süden werde es dann ganz bestimmt ruhiger. Wir werden ja sehen… Jetzt nehmen wir auf jeden Fall zur Sicherheit Stugeron resp. Navy Caps, denn man weiss ja nie…

Peter hat übrigens recht: Das Schaukeln hört tatsächlich auf, dafür beginnt ein ebenfalls unangenehmes Rollen, das auf unser Wohlbefinden etwa ähnliche Auswirkungen hat…

02.05.2007
Mit einer Motordrehzahl von 113 Umdrehungen pro Minute und einer Geschwindigkeit um 19 Knoten düsen wir auf einem Kurs von 176° Richtung Casablanca, um verlorene Zeit gutzumachen und in den frühen Morgenstunden des 3. Mai in den Hafen einlaufen zu können. Doch in der Schifffahrt lässt sich nichts wirklich planen, denn wir liegen einen weiteren Tag untätig vor Anker und warten darauf, dass der Anlegeplatz für unser doch sehr grosses Schiff frei wird. Beim Frühstück werden wir vom 1. Offizier Carlo, einem ehemaligen Mittelmeer-Kapitän, informiert, dass er um neun Uhr mit uns eine Führung durchs Schiff unternehmen wird: Auf der Brücke erklärt er die Funktion der diversen Computer und Messgeräte. Ein Anti-Heeling System sorgt dafür, dass der Gewichtsausgleich automatisch hergestellt wird. Marcel hat bereits einmal die Wasserverdrängung ausgerechnet und sieht sich durch den ersten Offizier bestätigt: 77’000 Tonnen Maximalgewicht! Im Moment sind 12'000 Tonnen Cargo geladen – maximal sind 15'000 Tonnen möglich. Das Eigengewicht des Schiffs beträgt 62'000 Tonnen, inkl. Schweröl-Kapazität von 3300 Tonnen. Der Tagesverbrauch liegt bei 72 Tonnen, was ca. 73'500 Litern entspricht. Der 1. Offizier Kalam übernimmt den Teil der Führung durch den Maschinenraum. Dieser ist riesig und laut: 18'000 Liter Motorenöl lassen vielleicht erahnen, was in dem 8 Zylinder 2-Takt Diesel-Motor steckt. Mit einer Leistung von 18'280 kW treibt der Motor gleichzeitig einen Generator sowie die Antriebswelle an, welche mit der Schiffsschraube mit einem Durchmesser von 4.25 m verbunden ist.

03.05.2007 – Casablanca, Marokko
Statt am 1. Mai bereits wieder auszulaufen kommen wir erst heute in Casablanca an. Trotz teilweiser Bewölkung ist es in der Sonne angenehm warm und wir geniessen auf Deck unser erstes Sonnenbad. Für uns gibt es keinen Grund zum klagen, wir werden gut verpflegt und können ansonsten tun und lassen wie es uns beliebt. Wir müssen vor dem Hafen ankern, weil in dem relativ kleinen Hafen kein freier Anlegeplatz zur Verfügung steht. Kurz vor Mitternacht tut sich etwas und ich habe das Gefühl, wir würden uns bewegen. Deshalb gehe ich aufs Deck und erlebe die nächtliche Einfahrt. Um anlegen zu können wird das Schiff mit der Hilfe von zwei kleineren Schiffen um 270° gedreht.

04.05.2007 – Casablanca
Kurz nach dem Frühstück begibt sich Peter zusammen mit Bill und Matteo in die Stadt. Zurück kommt er mit Fanta, Coke und einem Cake. Bill hat Pech: Ihm wird von zwei Dieben auf einem Töffli die Kamera ganz frech vom Hals gerissen. In diesem Fall war es Gott sei Dank eine herkömmliche mit Filmen, so dass ihm wenigstens noch ein paar gute Erinnerungen bleiben. Er ist zwar im Moment furchtbar enttäuscht, ist ihm doch auf seinen vielen Reisen durch die Welt nie etwas derartiges passiert, doch er erholt sich schnell von diesem Schock.

Um die Mittagszeit legen wir ab und sollten in drei Tagen Dakar erreichen.

05.05.2007 – Auf der Höhe der Kanarischen Inseln
Kurz nach 10 Uhr passieren wir Lanzarote – nach dem Mittagessen sehen wir Fuerteventura.

Der Kapitän offeriert heute Abend ein Barbecue und wir Passagiere spendieren Wein, Bier und Soft Drinks dazu. Es gibt ein fröhliches Fest und alle sind zufrieden.

07.05.2007 – Dakar, Senegal
Die kleine vor der Stadt liegende Insel Gorée mit dem Schloss aus dem 16. Jahrhundert sieht vom Meer her so fantastisch aus, dass wir kein Bedürfnis verspüren, sie mit dem Boot zu besuchen. Wir laufen um die Mittagszeit in den Hafen ein.

Weil das Deck Nr. 6, wo unsere Fahrzeuge stehen, zuerst bewacht und später sogar abgeschlossen wird gehen Peter und Marcel an Land um sich ein wenig die Beine zu vertreten und umzuschauen. Nach gut zwei Stunden kommen sie hell begeistert zurück: Sie sind mit Heiratsanträgen überhäuft worden – so begehrt waren sie vermutlich noch nie… Die Frauen tragen sehr schöne Gewänder und machen einen gepflegten Eindruck. Doch was alles steckt wohl hinter dieser Fassade? Ein kurzer Landgang kann darüber keinen endgültigen Aufschluss geben. Die Senegalesen sind gross und auch die schwarzen Männer sollen sehr begehrt sein: So ist Dakar eine Ferien-Destination für weisse Frauen, die sich verwöhnen lassen wollen!

Die Nacht auf heute ist eine Tortur: Genau über unserer Kabine stellt der Kranführer eins ums andere Mal den Rahmen ab, mit dem jeweils zwei Autos vom Deck gehievt werden. Wir erschrecken immer fürchterlich, wenn er den schweren Eisenrahmen aufs Deck knallen lässt, obwohl wir genau wissen, dass wir den unvermittelten Lärm 75 Mal ertragen müssen. Junge Burschen fahren die insgesamt 150 Autos auf die Konstruktion und brauchen oft zwei Anläufe, weil sie die Schiene verfehlen, sodass auch die Nerven des verantwortlichen Rumänen unserer Crew arg strapaziert werden. Vermutlich besitzt kaum einer von den Fahrern einen Führerschein. Um 03.30 Uhr ist der nächtliche Spuk endlich vorbei und wir verlassen etwa eine Stunde später tief schlafend den Hafen von Dakar.

08.05.2007 – Banjul, Gambia
Um 10.30 Uhr senkt sich der Anker und wir warten auf die Weiterfahrt nach Banjul. Eine Stunde später ist es bereits so weit: Wir haben auf die Flut gewartet und wirbeln trotzdem auf den verbleibenden 10 Meilen bis zum Hafen viel Sand auf. Es ist nicht sehr tief hier und manchmal haben wir beinahe das Gefühl, wir pflügten uns durch und könnten demnächst stecken bleiben. Aber es geht alles gut und nach etwa 1 ½ Stunden lässt die Anspannung des Kapitäns und der verantwortlichen Crew nach, als wir endlich in Banjul anlegen.

Was für den Kapitän im Hafen ansteht ist offenbar in den afrikanischen Häfen Alltag: Die Korruption ist riesig und wer nicht schmiert trägt die Konsequenzen. Er wird einfach nicht abgefertigt und muss beim nächsten Mal warten, bevor er anlegen darf. Grimaldi kann sich das nicht erlauben und verteilt die gewünschten Zigaretten sowie vermutlich auch Alkohol an die Zöllner und Polizisten. Damit das ganze in einer etwas entspannteren Atmosphäre abläuft nehmen die cleveren Offiziellen jeweils Frauen mit an Bord. Der erste Offizier versichert uns später, diese Extras seien für Grimaldi eine Kleinigkeit und auf jeden Fall billiger als die Konsequenzen willkürlicher Verzögerungen.

Am Abend begeben sich Bill, Marcel und Peter mit einem Schwarzen im Schlepptau ins Hafenviertel der Stadt.

Gambia ist komplett umgeben von Senegal und hat sonst lediglich einen Zugang vom Meer her. Die Leute sind eigentlich dieselben, in Senegal spricht man jedoch französisch, währenddessen Gambia englischsprachig ist. Früher war das ganze Gebiet unter französischer Herrschaft, später haben die Engländer den Senegalesen das jetzige Gambia weggenommen.

09.05.2007
Nach Plan hätten wir in der Nacht bereits Banjul verlassen sollen, doch die Ladearbeiten gehen plötzlich wieder von vorne los und es wird Mittag, bis wir endlich wegfahren können. Peter möchte sich noch ein Bild vom Treiben in der Stadt bei Tag machen und begibt sich zusammen mit Bill auf den Markt. Die Frauen seien hier zurückhaltender als in Dakar. Heiratsanträge gibt’s hier keine, aber der stattliche Bill wird mit „Good morning Captain“ begrüsst und ist natürlich stolz auf diese unverhoffte Beförderung.

Um 11.30 Uhr legen wir ab. Um 15.00 Uhr stoppt plötzlich die Maschine und das Schiff macht eine unvermittelte Kurve nach Steuerbord. Dann werden zwei schwarze Bälle aufgezogen und gleichzeitig starten die Generatoren, welche normalerweise nur in den Häfen zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Wir haben keine Ahnung was passiert ist und denken, dass wir irgendetwas ausweichen mussten. Tatsächlich gab es ein Maschinenproblem und der Motor wurde durch eine automatische Sicherheitsabschaltung gestoppt. Somit gab es auch keinen Strom mehr und das Schiff war deshalb kurze Zeit ausser Kontrolle (was mit den zwei Schwarzen Bällen signalisiert wird). Ohne Elektrizität sind auch die Überwachungsfunktionen ausgeschaltet, weshalb sofort die Generatoren gestartet wurden.

10.05.2007 – Conakry, Guinea
Gemäss Kapitän ist hier die Gefahr, dass sich ein blinder Passagier in einem Fahrzeug versteckt am grössten – und wie es uns scheint auch die Korruption!

Wir kommen am Mittag an. Die Arbeiter, Händler, Bettler und „offiziellen Behörden“ warten bereits zahlreich am Pier. Der Koch, Michele, fürchtet sich schon vor der Begegnung, als er die Schwarzen nur schon von weitem sieht. Doch ihm bleibt es nicht erspart, sich mit den Händlern auseinanderzusetzen, weil er sich mit frischen Früchten und Gemüse eindecken muss. So kommt er denn auch vollkommen entnervt von seiner Einkaufstour zurück, die er im Einverständnis mit dem 1. Offizier Carlo, unternommen hat. Er sagt, alle hätten etwas von ihm gewollt: Polizei, Zoll… jeder fand irgendeinen Grund für den er noch entschädigt werden wollte. Na, vielleicht neigt Michele auch etwas dazu, zu übertreiben – Belastbarkeit gehört nicht zu seinen Stärken.

Die Grimaldi-Crew darf die Autos nicht selber hinausfahren, sondern muss Einheimische aufs Schiff lassen, was natürlich die Gefahr eines blinden Passagiers umso grösser macht. Etwa fünfzig junge Fahrer werden mit nummerierten Sicherheitswesten ausgestattet. Sie dürfen gestaffelt das Schiff betreten um die für Conakry bestimmten Schrottwagen hinauszufahren. Ein solches Fahrzeug soll hier noch fünf Jahreslöhne eines Arbeiters kosten. Ob in diesem Preis allerdings die Matratzen und Decken oder zusätzlichen Motoren, mit welchen ein Teil der Autos voll gestopft wurden enthalten sind, entzieht sich unserer Kenntnis. Beim Ausladen geht nochmals einiges in die Brüche: Am Steuer eines PS-starken Audi fühlt man sich wohl grossartig, allerdings nur solange bis man dem Vordermann, der ohne Motor in der Ausfahrt steht, mit Vollgas ins Heck knallt, weil man zu spät bemerkt, dass die Bremsen nicht funktionieren…

Der Kapitän will ca. um 21.00 Uhr auslaufen, denn je dunkler die Nacht, desto grösser das Risiko, dass sich unbemerkt ein ungebetener Gast an Bord schleicht. Obwohl noch drei Container zu laden wären gibt er deshalb unvermittelt das Kommando: Bereitmachen zum Auslaufen!

Die Decks werden nochmals gründlich durchsucht und das Schiffsäussere zum x-ten Mal durch zwei Matrosen abgeleuchtet, bevor das Schiff definitiv ablegt. Der Hafen-Pilot wird nach einer halben Stunde vom Pilotenboot abgeholt. Dieses fährt jedoch nicht wie gewohnt sofort weg, weil der Schiffsjunge die Leiter einfach nicht frei gibt: Er erbettelt sich etwas und wartet hartnäckig, bis auch sein Wunsch erfüllt ist.

Guinea war früher kommunistisch. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR wurde der Regierung jedoch klar, dass dies nicht die richtige Regierungsform ist und es wurde beschlossen, eine Demokratie herzustellen. In der Zwischenzeit hat aber das Militär die Diktatur übernommen und etwa 20 ranghohe Offiziere sahnen kräftig ab.

Als uns Bill am Anfang der Reise erzählt hatte, er wolle darüber ein Buch schreiben, haben wir uns noch gedacht, es sei absolut unmöglich, genügend interessante Begebenheiten zusammenzutragen. Doch inzwischen haben selbst wir das Gefühl, das Geschehen in den Häfen gebe Bände zu erzählen.

11.05.2007 – Freetown, Sierra Leone
Um acht Uhr laufen wir in den Hafen von Freetown ein. Dieser gilt als einer der schönsten Naturhäfen der Welt. Er ist denn auch wirklich sehr schön gelegen und gäbe es nicht in nächster Nähe Slums und Abfallberge sähe es wirklich wunderschön aus.

Die Einwanderungsbehörde will alle Passagiere sehen, bevor die gestempelten Passkopien ausgehändigt werden um an Land zu gehen. Im „Meeting-Room“ sitzen etwa acht Schwarze, darunter zwei Frauen. Peter fragt, ob es etwas kostet, an Land zu gehen. Die eine Frau sagt zuerst ja, doch als er ihr mitteilt, dann gehe er nicht, hier sei alles korrupt, sagt sie plötzlich es koste nichts. Mal schauen…

Peter macht sich mit Matteo und Bill auf den Weg in die Stadt. Zu Fuss sei das beinahe ein Spiessrutenlauf: Die Strasse ist eng, stark befahren und hat keinen Gehsteig. Jedes zweite Auto hupt und die Fussgänger müssen aufpassen, nicht aus versehen in den Strassengraben zu fallen. Für den Rückweg steigen sie sicherheitshalber in ein Taxi.

Derweil beobachte ich vom Deck aus das Treiben im Hafen. So entdecke ich, wie sich einige kecke Diebe an einem beschädigten Container zu schaffen machen. Aus einem gut faustgrossen Loch lässt sich kiloweise Zucker klauen. Wer frech genug ist und die Diebe nicht zu scheuen hat hält sich selbst einen Sack hin oder lässt sich mit einem Anteil bestechen. Ein Wachmann schaut zuerst zu, dann weg – und dann geht er weg! Nach endlos scheinender Zeit (sind es fünf Minuten oder eine halbe Stunde?) wird der Container weggenommen und in die Höhe gestellt, so dass niemand mehr daran manipulieren kann.

Marcel hat Lust, sich das ganze aus der Nähe zu betrachten. So entdeckt er einen einheimischen auf einem Lieferwagen, der im Begriff ist einen Eimer Farbe zu entwenden. Beim Vorbeigehen brummelt er etwas, worauf ihn der Dieb fragt: „It’s yours?“ Marcel, nicht auf den Kopf gefallen, sagt „Yes“, was den Kerl tatsächlich veranlasst, den Kessel wieder hinzustellen, „I’m sorry“ zu sagen und sich dann schleunigst aus dem Staub zu machen.

Als nächstes steht das Gebäude mit dem grossen Schild „WFP – United Nations World Food Programme“ in Marcels Interesse. Da er zweisprachig (französisch/deutsch) ist und zudem gut englisch spricht, kann er sich in Afrika bestens verständigen. Er unterhält sich mit dem Wachposten und wird nach einer Weile gefragt, ob er eine Frau wolle. Er meint, nicht richtig zu hören, wird aber freundlich aufgefordert, er könne ja schauen… Was unter dem Deckmantel der UN nicht alles möglich ist!

Der Koch hat uns gestern erzählt, er müsse eine Party (Apéro) für 80 Personen organisieren. Er gibt sich auch grosse Mühe mit Thonbrötchen, Artischocken, gegrillten Auberginen und Gebäck. Wie wir uns aber bereits gedacht hatten, übertreibt er gern ein wenig, denn letztendlich sind es vielleicht 15 Leute die das Schiff besuchen.

Um 17.00 Uhr ist die Crew zum Auslaufen bereit und wartet auf die Piloten. Um 17.10 Uhr geht es los und wir stechen in den Atlantik. Mit einem Kurs von 229° fahren wir Südamerika, genauer gesagt Salvador de Bahia in Brasilien, entgegen. Die 2000 Seemeilen weite Atlantiküberquerung wird bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 19 Knoten ungefähr 4 ½ Tage in Anspruch nehmen.

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