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2007/2008
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Freunde

Freunde

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Buenos Aires – Península Valdés

26. September – 23. Oktober 2007

26.09.2007 - Tigre
Damit wir morgen nicht zu spät auf den Flughafen kommen um unsere Freunde Margrit und Edi abzuholen, suchen wir uns heute schon einmal den Weg über die Autobahn/Autostrasse. Das tönt zwar nicht sehr schwierig, ist aber keinesfalls einfach. Von Tigre sind es etwa 60 Kilometer, der Flughafen ist aber erst ca. 20 km vorher angeschrieben.

Bei dieser Gelegenheit suchen wir gleich noch den Club Aleman de Lomas de Zamora, der sich jedoch in Burzaco befindet. Dank einer falschen Beschreibung – erst noch mit Ausrufezeichen – fahren wir zuerst ca. 10 km in die Gegenrichtung, obwohl wir eigentlich das Gefühl haben das sei nicht richtig. Als wir uns dann zurechtfinden entdecken wir unterwegs einen wunderschönen Campingplatz. Es sind zwar keine Gäste da, aber gemäss Auskunft des Rasenpflegers ist er geöffnet.

Nur das eine Schild irritiert mich ein bisschen, habe ich da etwas falsch verstanden? – Einmal in den Camping eingetreten ist es verboten, das Grundstück wieder zu verlassen – wie bitte? Das müssten wir schon noch genauer abklären.

27.09.2007
Wir freuen uns auf Margrit und Edi, die pünktlich in Buenos Aires eintreffen. Sie werden am 1. Oktober ihr Wohnmobil übernehmen können und der Vermieter bringt sie mit seinem Auto zum von uns reservierten Bed&Breakfast in Tigre.

Der Club Suizo wäre eigentlich nett, doch wir sind nicht bereit, pro Nacht US$ 10.-- zu bezahlen, was sogar mehr ist als auf dem Campingplatz.

28.09.2007
Heute früh plagt mich ein ungutes Gefühl nach dem Sturz auf die Strasse und ich lasse im Spital von Tigre eine Röntgenaufnahme des unteren Rückens machen. Die Frau vom Camping will mich unbedingt zur Notaufnahme begleiten und ich kann es nicht ablehnen. Vielleicht ist das gar eine gute Idee, denn sie sagt zwar ich sei aus dem Ausland, bezeichnet mich jedoch als Freundin. Die Aerztin ist nett, macht aber keine langen Tänze. Auf dem schlechten Bild sieht man nichts, sie verordnet eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Spritze sowie entsprechende Tabletten und nach einer knappen Stunde stehe ich beruhigt wieder auf der Strasse. Behandlungs-Kosten: Fr. 0.00 – das ist hier so im Stadtspital von Tigre. Die 15 Tabletten kosten gerade einmal Fr. 4.00, werden jedoch ohne Schachtel und Beipackzettel abgegeben.

29.09.2007
Die von Edi gebuchte 3 ½ stündige Stadtrundfahrt von Buenos Aires beginnt beim Hotel Sheraton mit einer ziemlichen Verspätung (Plan: 14.00 Uhr, Abfahrt: 14.45 Uhr).

Wir freuen uns vor allem, La Boca zu besuchen. Das ist eigentlich ein armes und sehr gefährliches Viertel, doch im kleinen Teil „Caminito“, wo die farbigen Häuser stehen, ist es sehr touristisch und tagsüber kein Problem. Die Leute waren schon früher so arm, dass sie ihre Häuser mit Resten-Farben von aus Europa kommenden Einwandererschiffen angemalt haben um so ein wenig Freude in ihr Leben zu bringen. Heute ist es einfach noch Tradition und natürlich eine Touristenattraktion.

Fussballfreunden dürften die Boca Juniors ein Begriff sein, dies ist der Club wo Maradona gross wurde. Wir sind nicht genügend interessiert, um für einen 10minütigen Eintritt in das Fussballstadion umgerechnet Fr. 4.-- auszugeben.

30.09.2007
Peter ist krank und ich habe Geburtstag – nicht sehr passend um richtig zu feiern. Deshalb kürzen wir heute ein wenig ab, lassen es uns jedoch nicht entgehen, zusammen mit Margrit und Edi im Restaurant Parilla El Mirasol in Puerto Madero riesige (350 Gramm) Rindsfilets zu schlemmen.

An diesem ersten warmen Frühlingswochenende ist ganz Buenos Aires auf der Strasse und die Leute geniessen das herrliche Wetter beim Flanieren.

Das Geburtstagsgeschenk von Margrit und Edi, die Einladung zur „Tango Night im Cafe Tortoni“ müssen wir verschieben, Ich kann diese erst annehmen, wenn Peter wieder auf dem Damm ist, denn erst dann macht es Spass zu feiern.

01.10.2007
Wenn man allein vom Campingplatz nach Tigre will nimmt man am besten das Boot. Es fährt nach Fahrplan, kostet $ 5.50 (Fr. 2.20) und benötigt 15 Minuten. Das ist zwar verhältnismässig teuer, aber bequem. Ein Taxi verlangt zwischen 8 und 11 Pesos. Ich hole in Tigre die Wäsche ab und verbringe die meiste Wartezeit im Cafe Martinez im Internet.

Heute hat Margrit Geburtstag, doch auch ihre Feier wird verschoben. Wohnmobil übernehmen – Einkaufen – Probleme beim Bezahlen mit der Kreditkarte – Tigre suchen und erst nach 20.00 Uhr auf dem Campingplatz ankommen, das ermüdet. Aber wir werden das Feiern nachholen!

04.10.2007
Letzter Termin für die „Tango Night“ im Cafe Tortoni. Weil es erst für die Vorstellung von 22.30 Uhr Platz hat und wir morgen Buenos Aires verlassen wollen, verschieben wir die Einladung auf Ende März nächsten Jahres.

05.10.2007 – Las Armas bei den Soja- und Weizensilos
Wir warten heute vergeblich auf den Tanklastwagen mit Trinkwasser, denn es regnet wieder und der Chauffeur steuert sein Fahrzeug auf der schlammigen Strasse in den Graben. Bevor er herausgeschleppt werden kann muss er den gesamten Tankinhalt in den Strassengraben entleeren.

Es ist halb zwei und Weltuntergangsstimmung – mitten am Nachmittag ist es dunkler als beim Einnachten. Ein Polizeiauto fährt auf der Autobahn mit Blaulicht und 70 kmh. Der Fahrer des mit vier Beamten besetzten Fahrzeugs schreibt auf seinem Handy SMS…

06.10.2007 – Mar del Plata, Camping El Griego
In Salta haben wir Irma und José aus Mar del Plata kennen gelernt. Sie haben uns eingeladen sie anzurufen, wenn wir ihre Stadt besuchen. Wir treffen uns beim Eingang zum Kasino und werden dann kurzerhand zu viert auf den Rücksitz von Josés Pickup verfrachtet. Bis ins nächste Café, wie angenommen, halten wir es wohl aus. Doch Irma und José haben anderes vor, sie beginnen eine Stadtrundfahrt und schlagen vor, ins nahe Gebirge (20 km) zu fahren. Weil wir kaum sitzen können lehne ich diese Idee kurzerhand ab, worauf wir dann schnell zu unserem lang ersehnten Kaffee kommen.

07.10.2007
Im Aquarium von Mar del Plata wird einiges geboten. Die Seelöwen-Show ist schon fast spektakulär und nicht nur für Kinder empfehlenswert. Das Spiel zwischen Tier und Trainer begeistert uns.

Irma und José laden uns zusammen mit seinen Nachbarn Maria-José und Gustavo mit den beiden Kindern sowie Irmas Tante für Sonntag 18.00 Uhr zum Asado ein. Wir verbringen einen angeregten Abend und geniessen das Zusammensein mit den fröhlichen Argentiniern. Übrigens: José hat 7 (sieben) Kilo Fleisch gegrillt – es wurde viel gegessen, aber nicht ganz alles!

08.10.2008 – Balcarce, Sociedad rural
Peter und Edi besuchen das 1986 gegründete Museum des F1 Weltmeisters Juan Manuel Fangio, welcher in Balcarce aufgewachsen und 1990 verstorben ist. Der argentinische Held wurde zwischen 1951 und 1957 auf vier verschiedenen Marken fünf Mal Weltmeister.

Sie kommen begeistert zurück, sind doch nicht nur alte Rennwagen von anno dazumal zu bestaunen, sondern auch einige neuere Exemplare wie zum Beispiel die F1 von Ayrton Senna und Alain Prost.

09.10.2008 – Sierra de la Ventana
Auf die Autorennstrecke sind die Einwohner von Balcarce besonders Stolz und wir wagen es trotz Nebel und Regen nicht, den Ort zu verlassen ohne einen kurzen Blick darauf zu werfen.

10.10.2007 – Bahía Blanca, Camping Municipal
Weil es ein bisschen regnet darf im Tornquist Nationalpark nicht gewandert werden. Deshalb besteigen wir kurzerhand einen Hügel auf der gegenüberliegenden Strassenseite.

Das Natel klingelt: Unsere Nachbarn Gaby und Dieter haben ihren Flug gebucht und werden uns am 25. Oktober für sieben Tage besuchen.

11.10.2007 – Lobería Punta Bermeja
Im Oktober gibt es hier ca. 8'000 Seelöwen. Soweit das Auge reicht, die Küste hinauf und hinunter, liegen sie am Strand, lieben oder streiten sich, spielen im Wasser oder gehen auf Futtersuche.

Noch eindrücklicher ist die Anzahl der Papageien im benachbarten El Cóndor – etwa 35'000 sollen es sein. Wir können uns kaum satt sehen und fotografieren unsere Chips voll und die Batterien leer.

12.10.2007 – Am Strand zwischen Punta Mejillón und Gral. Lorenzo Vintter
Heute geniessen wir das volle Programm: Frühmorgens beobachten wir nochmals die Robben und Papageien. Auf der Weiterfahrt begegnet uns ein riesiges Rudel Wildschweine. Auch hier sind diese Tiere eher scheu und sie suchen das Weite als wir heranbrausen.

Es ist angenehm warm und beim Apéro beobachten wir die ersten Wale auf unserer Reise – zwar weit entfernt aber nichts desto trotz imponierend. Zum Dessert erleben wir heute einen bilderbuchartigen Sonnenuntergang.

13./14.10.2007 – Puerto Madryn
Puerto Madryn dient uns als Station zum Fahrzeuge waschen, Einkaufen der Vorräte und zum Kleider waschen, bevor wir auf die Halbinsel Valdés weiterreisen, wo wir ohne Natel, Internet und Versorgung in der Wildnis sein werden.

15.10.2007 – Punta Pardelas Auf der Peninsula Valdés dürfte man nur auf einem der Campingplätze in Puerto Pirámide übernachten. Es gibt jedoch wenige Stellen, wo die Camper geduldet werden und so stehen wir, zusammen mit einigen anderen Touristen, auf einem Felsplateau direkt am Meer, wo die Wale manchmal ganz nah der Küste entlang schwimmen. Zwar sind es im Moment nicht mehr so viele, wie wir eigentlich erwartet hätten, doch Qualität kommt vor Quantität.

16.10.2007>br> Am Mittag treffen Marie und Marcel ein. Nachdem wir unsere Reise gemeinsam gestartet hatten freuen wir uns, sie nach zwei Monaten endlich einmal wieder zu sehen.

Renate ist von Beruf Coiffeuse und sie macht uns das Angebot, die Haare zu schneiden. Wir sind glücklich und freuen uns über den gelungenen Schweizer Haarschnitt.

Der Abend ist mild und Leo hat die Idee, seinen Grill für ein allgemeines Barbecue zur Verfügung zu stellen. So sitzen wir denn beim Nachtessen gemütlich zusammen und unterhalten uns in Schweizer-Deutsch: Renate und Bruno (CH), der Velofahrer Alexandre (CH), Marie und Marcel (CH), Ingrid und Leo (D), Margrit und Edi (unsere Freunde aus der Schweiz) sowie Rosi und Klaus (D).

17.10.2007
Die Wale

Die Südkaper-Wale gehören zur Gattung der Bartenwale, welche sich von Plankton und Krill ernähren. Zur Paarung und um ihre Jungen zu werfen kommen sie in den Golfo Nuevo vor der Halbinsel Valdés. Am besten beobachten kann man sie in den Monaten September bis November. Bei diesen Walen ist das Weibchen mit einer Grösse von bis 13 Metern (einige werden sogar 16 Meter) etwa einen Meter länger als das Männchen. Der auffällig grosse Kopf nimmt über einen Viertel des gesamten Körpers ein. Das Gewicht eines ausgewachsenen Wals beträgt zwischen 30 und 40 Tonnen. Ein Walbaby ist bei der Geburt bereits ca. 5.5 Meter lang und wiegt um die 3 Tonnen.

Die Wale bestimmen das Tages-geschehen. Kommt einer nah, versuchen wir alle das ultimative Bild zu schiessen. Einzig Renate und Bruno könnten sich geruhsam zurücklehnen, sie haben nach drei Wochen fast alles gesehen, gefilmt und fotografiert, was sich in der Bucht so abspielt. Ihre Bilder sind schlichtweg sensationell.

18.10.2007
Der Höhepunkt des heutigen Tages ist zweifellos Edi’s mutiger Sprung ins kalte Wasser um mit dem gemächlich daherkommenden Wal, den er schon längere Zeit beobachtet, zu schwimmen. Das nicht nur für ihn eindrückliche Abenteuer dauert fast zwanzig Minuten. Als er aus dem Wasser steigt ist er zwar unterkühlt aber überglücklich.

20.10.2007 – Puerto Pirámide
Der heutige Tag beginnt Punkt sieben Uhr mit einem übermütig springenden Wal. Unser Frühstück wird dann durch einen unermüdlich mit der Schwanzflosse klatschenden Artgenossen unterbrochen.

21.10.2007 – Punta Pardelas
Entlang der Ostküste gibt es kleine, 50 - 60 cm grosse, Magellan-Pinguine sowie hunderte von Seelöwen und Seeelefanten. Wir sehen sieben der räuberischen Orcas, die zur Gattung der Zahnwale gehören, in Richtung Norden schwimmen. Sie drehen jedoch später um und schwimmen wieder nach Süden zurück. Auf ihrer Rückreise, die wir leider nicht miterleben, wird ein kleiner Seelöwe unter den Augen vieler Touristen Opfer eines der schwarz-weissen Killerwale.

22./23.10.2007
Unser Tagesablauf wird von den Walen bestimmt. Hören wir es irgendwo klatschen oder sehen es spritzen müssen unsere Kameras bereit sein, sonst ist es meistens schon zu spät um die oft nur kurze Zeit aktiven Wale aufs Bild zu bringen.

Mehr unserer Erlebnisse auf der Halbinsel Valdés dokumentieren wir im nächsten Reisebericht.

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