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2007/2008
Südamerika

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Freunde

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Península Valdés – El Chaltén (Nationalpark Los Glaciares)

24. Oktober – 26. November 2007

25. Oktober 2007 – Trelew, Camping Patagonia
Unsere Nachbarn, Gaby und Dieter, treffen mit 5 Stunden Verspätung und erst noch ohne Gepäck auf dem Flughafen ein. Ihr Südamerika-Abenteuer wird drei Wochen dauern und die erste davon verbringen sie zusammen mit uns auf der Halbinsel Valdés.

26. Oktober 2007 – Punta Flecha
Den ganzen Tag müssen wir aufs Gepäck warten, denn dieses trifft erst am späten Abend ein. Wir nutzen die Zeit um einzukaufen, zu schwatzen und klopfen erst noch einen gemütlichen Jass.

Was einem beim Warten sonst noch so passieren kann: Eine 18jährige Frau stoppt mit ihrem Vater spontan bei unserem Wohnmobil und erzählt, sie hätte eine Schweizer Freundin und sei auch schon in der Schweiz gewesen. An einem anderen Ort hält ein Autofahrer an, sagt er sei Ausland-Schweizer aus dem Tessin, und schenkt uns ein von ihm gestaltetes Poster von der Halbinsel Valdés und Punta Tombo.

27.-29.10.2007 – Punta Pardelas
Puerto Madryn ist ein hübscher touristischer Ort und der Blick vom Pier her ist bezaubernd. Wir ziehen es aber vor, sofort wieder auf die Halbinsel Valdés zu reisen, wo uns die Wale in ihren Bann gezogen haben.

30.10.2007 – Punta Flecha
Am frühen Morgen ist die See glatt und ruhig. Deshalb sehen wir alle in der Bucht weilenden Wale bereits vom Übernachtungsplatz aus. Statt zu frühstücken begeben wir uns deshalb zuerst auf die Fels-Plattform um den ganz nahe vorbeischwimmenden und spielenden Walen auf Wiedersehen zu sagen, denn wir wollen nochmals zur Punta Delgada, um die Seeelefanten und Seelöwen am Strand zu besuchen und an der Punta Valdés die Pinguine zu beobachten. Wir haben ein wenig Pech, denn das Restaurant Punta Delgada ist ausgebucht, weshalb wir auch nicht zum Strand herunter dürfen. Edi lässt sich jedoch nicht davon abhalten, diese Riesenviecher von nah zu betrachten und steigt mit Margrit, Peter, Gaby und Dieter über einen von der Ranger-Station nicht einsehbaren Felsen zum Strand hinunter. Sie sind von diesem Besuch ganz begeistert und bringen haufenweise tolle Fotos und Filmmaterial mit zurück.

Meine Hoffnung heute nochmals Orcas zu sichten zerschlägt sich. Der Ranger erklärt, sie würden sich im Moment nicht ernähren und seien am Samstag zur Punta Norte gezogen, in deren Nähe sie sich immer noch aufhalten.

Bei den Pinguinen ist heute nichts los, denn das schlechte Wetter lässt sie ihren Tag im warmen Nest verbringen. Wir können es gut verstehen, dass sie sich nicht freiwillig dem stürmischen kalten Wind aussetzen wollen.

31.10.2007 – Punta Tombo
Kurz vor Trelew sehen wir die beiden Tandem-Fahrer Claudia und Ady vor uns. Sie kämpfen gegen den starken Wind an, sind jedoch frohen Mutes obwohl sie nur mühsam vorwärts kommen. Nach einem kurzen Schwatz fahren weiter nach Punta Tombo und übernachten auf dem Parkplatz gleich vor dem riesigen Naturreservat.

01.11.2007 – Trelew, Camping Patagonia
Die Magellan-Pinguine
In Punta Tombo soll es etwa 500’000 Pinguine geben und tatsächlich ist das Gebiet durchlöchert wie ein Emmentaler-Käse. Unter jedem Busch, und ist er noch so nah am Gehweg, nisten die Pinguine und es scheint, dass unsere Anwesenheit sie überhaupt nicht stört. Die Pinguin-Männchen sind kaum grösser als die Weibchen. Sie unterscheiden sich durch den längeren und breiteren Schnabel sowie eine kantigere Stirn. Bei einer Grösse von 45 cm wiegen sie zwischen 4 und 5 Kilogramm.

Im November kommen die Jungen mit einem dunkelgrauen Flaumkleid zur Welt. Bis sie sich im Februar mausern um die Jugend-Federn zu erhalten werden die zwei Nesthäkchen pro Familie gemeinsam von Vater und Mutter gefüttert. Dann werden sie unabhängig und müssen sich ihr Futter, kleine Fische und Tintenfische, selber suchen.

Alle Pinguine mausern sich ein Mal jährlich und müssen während dieser Zeit fasten. Sie verwenden sehr viel Zeit in die Pflege ihrer Federn, damit deren Struktur und Imprägnierung gewährleistet bleiben.

Um acht Uhr öffnet das Naturreservat das Tor für die Touristen. Wir nützen die frühen Stunden um die putzigen Pinguine zu beobachten und ihnen bei der Morgentoilette zuzuschauen. Bei schönstem Wetter und mildem Wind legen die Pinguin-Weibchen beim Brüten eine Pause ein und überlassen diese Aufgabe der wärmenden Sonne, die direkt auf die Eier in den exakt ausgerichteten Nestern scheint.

Am Strand herrscht derweil reges Treiben. Die Pinguine baden und waschen sich sehr gründlich. Das sehen wir an den schön glänzenden weissen Federn an ihrem Bauch. Doch plötzlich kommt Hektik auf und die wendigen Tiere schiessen wie Pfeile aus dem Wasser direkt ans rettende Ufer. Was ist los? Zwei Seehunde auf Futtersuche sorgen für helle Aufregung und erhöhen die Aufmerksamkeit des Federviehs.

Neben den Pinguinen gibt es eine grosse Guanako-Herde. Diese Tiere sind allerdings eher scheu und gehen den Menschen aus dem Weg. Weil wir uns ganz ruhig verhalten gelingt es uns trotzdem das eine oder andere aus der Nähe zu betrachten.

Wir sind begeistert von Punta Tombo und für Gaby und Dieter, welche morgen nach Salta weiterfliegen, ist es ein wunderschöner Abschluss ihres ersten Reiseabschnitts in Argentinien.

02.11.2007 – Dique Florentino Ameghino
Kurz vor acht Uhr holen wir Gaby und Dieter im Hotel ab um sie zum Flughafen zu bringen. Wir frühstücken ein letztes Mal gemeinsam im Wohnmobil und können uns Zeit lassen, weil der Flug nach Buenos Aires (wie könnte es anders sein?) bereits verspätet ist

Es bläst ein kräftiger Gegenwind und deshalb erstaunt es uns nicht, wieder auf die Tandemfahrer Claudia und Ady zu treffen. Diesmal ruhen sie sich am Strassenrand aus und warten auf ein Nachlassen des Windes. Margrit und Edi laden sie spontan zum Mittagessen ein.

03.11.2007
Es ist so schön auf dem Plätzchen am Dorfrand und Ufer des Rio Chubut, dass wir einen Tag bleiben und eine kleine Wanderung mit kurzer Kletterpartie unternehmen. Edi findet den geeigneten Weg über die Felsen, so dass wir sicher auf der anderen Seite ankommen.

04.11.2007 – Paso del Sapo
Das Tandempaar Claudia und Ady hat sein Gefährt von Las Chapas bis Paso de los Indios auf einen Lastwagen verladen und radelt nun auf der Naturstrasse Ruta 12 durchs Chubut-Tal. Wir treffen sie auf einer Estancia, wo sie dabei sind, um Hilfe für ein Problem mit einer Pedale zu erbitten. Mit einer Unterlagsscheibe, die zuerst aufgebohrt werden muss und mit einer Stoppmutter können wir den Schaden behelfsmässig beheben.

05./06.11.2007 – Esquel
Das Chubut-Tal ist geprägt von Felsformationen in verschiedensten Formen. Die speziellste ist ohne Zweifel der Riesenstein „Piedra Parada“ der aussieht als ob ein Wal aus dem Wasser springen würde.

07.11.2007 – Parque Nacional de los Alerces
An der Bahía Rosales in Nationalpark Los Alerces nahe der chilenischen Grenze ist ein riesiges Campinggelände. In der Vorsaison verirrt sich kaum jemand hierher und so haben wir den ganzen Strand am glasklaren Lago Futalaufquén ganz für uns alleine. Fallholz gibt es in Hülle und Fülle, was Peter und Edi veranlasst gleich mit der Motorsäge ans Werk zu gehen. Kurzum beschliessen wir erst weiter zu ziehen, wenn das ganze Holz verfeuert ist. Unser erstes Campfeuer in Südamerika ist ein richtiges Erlebnis und ich kann nicht widerstehen, auf der heissen Glut wieder einmal ein Brot im Campofen zu backen.

12.11.2007
Schon wieder steckt eine Schraube im hinteren linken Reifen. Wir verbinden die Reparatur mit dem Einkauf in Trevelin, wo wir auf Claudia und Ady treffen, die eigentlich soeben ihre Weiterfahrt nach Chile gestartet haben. Doch weil wir ihnen vom schönen See und der Campingmöglichkeit vorschwärmen lassen sie sich umstimmen und beschliessen, statt Richtung Südwesten, in den Nationalpark Los Alerces im Norden zu fahren.

Für umgerechnet Fr. 10.-- (25 Pesos) arbeitet ein Mann eine ganze Stunde um das Rad zu demontieren, den Pneu von der Felge zu zwängen, einen Flick aufzukleben und das ganze wieder zu montieren. Derweil haben Margrit und ich genügend Zeit unsere Vorräte aufzustocken.

Statt Fleisch auf dem Feuer zu braten, veranstalten wir heute in Südamerika ein richtiges Schweizer Fondue im Australischen Campofen. Und es schmeckt ausgezeichnet!

13.11.2007
Am Sonntag hat uns das Bambusgewächs den Weg zum Gipfel des Schneeberges verwehrt. Heute wählt Edi zusammen mit Ady eine andere Route – nicht weniger schwierig, doch mit mehr Ehrgeiz. Die beiden erreichen den Gipfel und kommen zwar verbeult und zerkratzt, aber trotzdem ganz zufrieden wieder zurück.

14.11.2007
Lagerfeuer, Brot aus dem Campofen und ein gegrilltes Stück saftiges Rindfleisch - was wollen wir mehr? Vielleicht einmal eine leckere Forelle – doch die lassen sich durch die glänzenden Löffeli nicht blenden und sowohl Edi wie auch Peter bringen es nicht fertig auch nur einen einzigen Fisch an Land zu ziehen. In der Nacht bestaunen wir den klaren Sternenhimmel mit dem markanten Kreuz des Südens, Millionen uns unbekannten Sternen und der Milchstrasse. Wen wundert es da, dass es uns nach acht Tagen ziemlich schwer fällt, weiter zu ziehen.

15.11.2007 – Esquel
Die Dieselpreise sind vor einer Woche vom einen auf den anderen Tag um etwa 10 % gestiegen. Gemäss Angaben anderer Reisender sind die Preise weiter im Süden günstiger, weshalb wir beschliessen mit Tanken so lang wie möglich zuzuwarten.

16.11.2007 – Rio Mayo
Bei der Tankstelle in Tecka, wo Edi und Margrit tanken ist der Diesel knapp und sie bekommen nur für 70 Pesos. Weil unser Fahrzeug mehr konsumiert erhalten wir ein wenig mehr – für 100 Pesos, was 58 Liter gibt. Bei der nächsten Tankstelle, 80 Kilometer weiter, hören wir dann zum ersten Mal: !No hay combustible! Es gibt keinen Treibstoff! Und die nächste Tankstelle ist in Sarmiento, nach weiteren 240 Kilometern.
Wir wollen jedoch auf der Ruta 40 nach Rio Mayo und warten deshalb an der Verzweigung auf ein von dort kommendes Fahrzeug um uns zu erkundigen, ob uns die dortige Tankstelle versorgen kann. Ein junger Lenker bestätigt uns, dass es wieder Treibstoff gibt. Er hält auch beim Schrein des verstorbenen und verehrten Gauchito Gil kurz an, bekreuzigt sich und spendet ihm, wie schon viele andere, eine Zigarette.

Wir haben Glück und tanken für 200 Pesos zum subventionierten Preis für Einheimische. An den meisten grenznahen Tankstellen gibt es nämlich jeweils zwei Tanksäulen, hier wäre der Preis für Ausländer 3.119 Pesos. Argentinier bezahlen 1.799 Pesos.

17.11.2007 – Los Antiguos
Heute ist ein anderer Tag. Der Tankwart füllt uns den linken Tank, wiederum zum Einheimischen-Preis, und wir bezahlen insgesamt 450 Pesos – hat sich die Lage von einem auf den anderen Tag entschärft?

Am Lago Buenos Aires bläst der Wind so stark, dass wir beschliessen auf dem Campingplatz in Los Antiguos, wo wir durch die Bäume ein wenig geschützt sind, zu übernachten.

18.11.2007
Wir müssen „schnell“ nach Chile ausreisen, damit unser Dreimonats-Visum für Argentinien bei der Wiedereinreise erneuert wird. Diesmal ist es insofern ein wenig einfacher, als wir die heiklen Lebensmittel, wie zum Beispiel Mehl und Körner zum Backen sowie Aepfel, Butter und Käse, bei Margrit und Edi im Wohnmobil deponieren dürfen. Ihr Visum ist erst knapp zwei Monate alt und um nach Ushuaia zu gelangen müssen wir später sowieso über Chilenisches Territorium reisen.

Die Grenzbeamten sind freundlich und korrekt. Die Chilenen nehmen uns lediglich einen Knoblauch ab. Einen Apfel, den wir fürs Mittagessen wollten, müssen wir wegwerfen oder verspeisen – wir entschliessen uns natürlich für die zweite Variante.

Unser Aufenthalt in Chile Chico, dem Grenzort, dauert insgesamt knapp zwei Stunden, wovon wir etwa eine halbe beim Zoll verbringen. Die Argentinier geben uns das Papier fürs Wohnmobil unbürokratisch wieder zurück, weil dieses bis 30. April 2008 gültig ist und das neue Visum im Pass gilt für weitere 90 Tage.

19.11.2007 – Las Horquetas
Wir versuchen in der Nähe des Flusses einen windgeschützten Übernachtungsplatz zu finden. Unser Fahrzeug ist jedoch zu hoch und wegen des niedrigen Reifendrucks ziemlich wackelig auf den Rädern. Deshalb fahren wir nach dem Nachtessen Richtung Las Horquetas, kommen aber im Ort (falls es ihn wirklich gibt) nie an, weil wir etwas ausserhalb einen zerfallenen Gebäudekomplex finden der unbewohnt zu sein scheint und uns guten Schutz bietet.

20.11.2007 – El Chaltén
Anstatt wie eigentlich vorgesehen den relativ unbekannten und wenig beschriebenen Nationalpark Perito Moreno (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Gletscher) zu besuchen beschliessen wir lieber sofort in den Nationalpark de Los Glaciares zu fahren und El Chaltén anzusteuern. Bei herrlichem Wetter sehen wir bereits aus ca. 80 km Entfernung die schneebedeckte Bergkette mit den Gletschern, dem eindrücklichen Fitzroy-Massiv und dem markanten Cerro Torre.

21.11.2007
Um sieben Uhr brechen wir auf um zur Laguna Torre zu wandern, von wo man den Cerro Torre und den Glaciar Grande sehen kann. Obwohl ein Weg nur drei Stunden dauert möchten wir rechtzeitig ankommen, denn hier weiss man nie, wann das Wetter plötzlich umschlägt. Wir nutzen den wunderbaren Tag und legen leich noch einen Umweg zu den Lagunen Madre, Hija und Nieta ein. Die anschliessende „Abkürzung“ über die Laguna Capri führt uns durch Dickicht und Sumpf und wir sind uns nicht ganz sicher, ob der kürzere Weg auch der schnellere ist. Zur Feier des Tages kühlen sich Edi und Peter im ziemlich kalten See ab und wünschen sich ein Erinnerungsfoto mit dem Fitzroy im Hintergrund.

Nach elf Stunden kommen wir ziemlich kaputt, aber ganz glücklich wieder in unserem Wohnmobil an.

22.11.2007
Ein weiterer traumhaft schöner Tag liegt vor uns. Trotz schmerzenden Füssen und überanstrengten Knien steigen wir nochmals in die Berge. Die Wanderung bis zur Laguna de los Tres, wo man am Fusse des Fitzroy steht, dauert dreieinhalb bis vier Stunden. Das ist uns heute zu weit und wir verzichten auf den letzten steilen Aufstieg über den mit Geröll bedeckten Weg. Stattdessen fotografieren wir das imposante Bergmassiv von weiter unten nochmals im schönsten Sonnenlicht.

23.11.2007 – Lago del Desierto
Trotz stahlblauem Himmel legen wir heute einen Ruhetag ein und fahren nur gerade 37 km zum Lago del Desierto. Die Estancia Lago del Desierto gehört seit 1974 einem Italiener und umfasst eine Fläche von 18000 ha welche einen Teil des 12 km langen Sees und den ganzen Gletscher Huemul beinhaltet. Um 16.30 Uhr beschliessen wir spontan, die kurze Wanderung vom Lago del Desierto hinauf zum Huemul-Gletscher noch heute zu unternehmen, denn morgen soll es neblig und windig werden. Bereits nach einer halben Stunde erreichen wir den fast kitschig anmutenden Gletschersee, doch der Gletscher selbst liegt leider bereits im Schatten. Die Aussicht auf das Fitzroy-Massiv und die Spitze des Cerro Torre sowie auf drei Seen im Tal entschädigt uns für den Aufstieg.

24.11.2007
Heute wird geputzt und vor allem gebacken: Neun Brote, ein Sonntags-Zopf und eine Pizza sind das befriedigende Resultat der Knetarbeit.

25.11.2007 – El Chaltén
Gegen Abend zieht ein frischer Wind auf und auf der Hauptstrasse treibt es einem den Sand in die Augen. In der Nacht werden wir dann zwar kräftig geschüttelt, doch die vier Räder bleiben immer ganz fest auf dem Boden.

26.11.2007
Nachdem wir ein paar Tage mit schönstem Wetter verwöhnt worden sind heisst es jetzt ein wenig abwarten. Wir möchten doch gerne noch eine letzte Wanderung zum Loma del Pliegue Tumbado unternehmen, von wo aus man den schönsten Blick auf Cerro Torre und Fitzroy haben soll. Bis dahin verkriechen wir uns in die Wärme und lesen, sitzen am Laptop oder klopfen ein Jässli.

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