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2010/2011
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Quito (Ecuador) – Arequipa (Peru)

14. Februar – 5. März 2011

Montag, 14. Februar 2011 2011
Die Fahrt von Otavalo nach Quito ist kurz und den angepeilten 24-Stunden-Parkplatz an der „Diego de Almagro“ finden wir auf Anhieb.

Dienstag, 15. Februar 2011 – 24 Stunden Parkplatz, Diego De Almagro, Quito
Wir fahren mit dem Trole ins Centro Historico. Dies kostet zwar nur 25 Cents pro Person, wäre uns aber um ein Haar sehr teuer zu stehen gekommen. Im überfüllten Bus quetschen wir uns gerade noch so herein, dass es mir den Fuss einklemmt. Ich kann mich also schon deshalb nicht von der Türe wegbewegen und Peter gelingt es nicht weiterzukommen, weil alle dicht an dicht stehen. Seinen Rucksack hat er sicherheitshalber vorne angeschnallt, darüber vergisst er jedoch momentan sein Geldbündel in der rechten Hosentasche (vorne) und dies macht sich eine gewiefte Diebin, deren Kumpan gleich hinter ihr folgt beim Aussteigen zunutze. Doch Peter merkt, dass eine Hand in seine Tasche greift und reagiert blitzschnell. Die Geldnoten sind schon halb draussen, als er sie im allerletzten Moment noch retten kann. Sekunden später sind die beiden ausgestiegen, und benehmen sich so als ob nichts geschehen wäre.

Nach einem Bummel durch die Altstadt besuchen wir den Präsidentenpalast und treffen dort wieder auf den Sicherheitsmann, welcher den Diebstahlversuch mitbekommen und uns vom Trole aus bis zur Plaza Grande begleitet hat. Die kurze Führung ist frei und zum Abschied gibt es – ebenfalls gratis – ein Erinnerungsfoto an den Besuch.

In der „Banco Central“ können wir endlich unsere beiden 100 $-Scheine wechseln, welche in diesem Land leider als Zahlungsmittel fast überall *wertlos* sind, weil niemand sie annimmt. Einerseits ist es eine Menge Geld und andererseits wird offenbar so viel gefälscht, dass es zu gefährlich ist, eine solche Note anzunehmen. In Quito kann man sie, ausser bei der Zentralbank, höchstens noch in einer Wechselstube umtauschen. Dort verlangen sie jedoch für diesen Dienst 2 $ - nein danke!

Mittwoch, 16. Februar 2011
Unser Ziel, Mindo, erreichen wir nach einer zweistündigen Fahrt mit einem kurzen Halt bei „Mitad del Mundo“ (Äquator) bereits um die Mittagszeit. Wir machen es uns erst einmal gemütlich und wollen um zwei das kleine Dorf erkunden. Doch genau in diesem Moment beginnt es zu regnen was das Zeugs hält. Als es um vier immer noch schüttet wappnen wir uns mit Regenjacken und Regenschirm und machen uns trotzdem auf den Weg.

Das deutsche Paar Friederike und Moritz haben wir vor ein paar Stunden getroffen und mit ihnen ein paar Worte gewechselt. Sie laufen uns wieder über den Weg und wir Frauen verabreden uns, um morgen eventuell das Abenteuer „Mindo Ropes & Canopy“ miteinander zu erleben. An 13 Kabeln mit insgesamt 3650 Meter Länge saust man über tiefe Schluchten und Baumwipfel.

Donnerstag, 17. Februar 2011 – „Hosteria El Descanso“, Mindo
Das Mariposario (der Schmetterlingsgarten) ist klein aber fein und die Schmetterlinge lassen sich von ganz nah fotografieren. Wir sind begeistert und lassen uns Zeit. Beim Ein-/Ausgang gibt es eine ganze Menge Kolibris, die uns ebenfalls faszinieren. Hier treffen wir unsere deutschen Bekannten und werden nach der Besichtigung den Weg zum Start des Abenteuer „Canopy & Ropes“ unter die Füsse nehmen.

Die Männer warten derweil zusammen bei Start und Ziel des Seilparks und um sich die Zeit ein wenig zu verkürzen, unterhalten sie sich angeregt mit der gesprächigen Empfangsdame. Mit einem Ehepaar aus Kalifornien, einem Führer und etwa drei Helfern geht es los. Es macht Spass, am Seil über die Baumwipfel zu sausen, aber die Aussicht, ab und zu ein Vögelchen zu sehen zerschlägt sich sehr schnell. Die Rolle am Seil verursacht einen solchen Lärm, dass die Vögel ihre Nester ganz bestimmt nicht unbedingt in dieser Nähe bauen wollen. Friederike und ich haben beide noch nie so etwas gemacht, doch nach der Ungewissheit beim ersten Seil, wo wir am Ende von einem Mitarbeiter gebremst werden, haben wir Vertrauen in das Unternehmen und geniessen die Fahrten. Einmal sause ich mit einem Guide zusammen als Superman über die Schlucht. Bei dieser Figur schlingt man die Beine um die des Führers und hängt am Rücken statt an der Schulter gesichert mit Kopf nach unten am Seil. Den Butterfly, welcher als letztes beim mit 500 Meter längsten Seil noch auf dem Programm wäre, lasse ich mir entgehen. Ich will vielmehr noch etwas von der Umgebung sehen und die rasante Fahrt so geniessen. Für 10 $ hat sich das gut einstündige Abenteuer voll gelohnt und wir sind glücklich, gerade vor dem grossen Regen auf dem letzten Podest gelandet zu sein.

Bei der Wanderung zurück ins Dorf werden wir pudelnass. Friderike und Moritz laden uns auf der Veranda ihres Cabañas zu einem Stück frischer Ananas ein. Während wir plaudern und essen hört es doch tatsächlich auf zu regnen und bis wir beim Wohnmobil ankommen sind wir schon wieder ziemlich trocken.

Unser kurzer Abstecher nach Mindo hat sich trotz der nachmittäglichen Regenfälle gelohnt!

Freitag, 18. Februar 2011
Wir versuchen auf dem direktesten Weg von Mindo nach Puerto Lopez zu gelangen. Der Start verläuft gut, denn ab Los Bancos gibt es via Mercedes eine neue Strasse nach Santo Domingo de los Colorados und nach Süden bis Quevedo geht es richtig schnell. Ab da wird die Strasse dann schmaler und ziemlich schlecht, bis wir in Pichincha erfahren, dass die Direktverbindung nach Portoviejo für grosse Fahrzeuge unpassierbar sei. Die Polizei schlägt vor umzukehren (24 km schlechte Strasse) und den Weg Richtung Guayaquil zu wählen. Wir fragen nach einer anderen Möglichkeit und siehe da – es gibt sie: noch ca. 20 km weiter und dann einen nördlichen Bogen über Calceta, das sei für uns machbar. Ja, die Strasse sei geteert – ha ha, zumindest teilweise.

Nach dem Abzweiger ist die Fahrbahn neu, breit – und ohne Verkehr. Gemäss Karte und GPS gibt es da noch gar keine Strasse, so neu ist sie. Nach etwa 30 km kommt plötzlich ein handgeschriebener Wegweiser „Calceta“ – wir schenken ihm keine Beachtung – und werden 200 Meter weiter von einem Pick-up Fahrer gestoppt, der uns schon vorher so eigenartige Handzeichen gegeben hatte.
Er erklärt uns, hier gebe es kein Durchkommen, wir müssten auf die „Verbindungsstrasse“ (eben bei dem handgeschriebenen Wegweiser) ausweichen und „ja, später wird die Strasse besser“. Aber bis dann das „Später“ endlich kommt scheint es uns eine halbe Ewigkeit zu dauern. Wir pflügen uns durch tiefe Gräben und sind froh, dass die schlammigen Partien im Moment nicht allzu nass sind, denn sonst hätten wir trotz 4x4 keine Chance durchzukommen. Wir brauchen auf jeden Fall unsere ganze Bodenfreiheit und sind froh, dass uns an den schmalen Stellen während unserer Rutschpartie keiner entgegenkommt. Der gesamte Umweg beträgt um die dreissig Kilometer und nachdem wir den kritischen Abschnitt gemeistert haben geht es wieder zügig voran. Momentan ist diese Strecke absolut nicht zu empfehlen, vor allem bei Regen dürfte das 5 km lange Zwischenstück kaum passierbar sein. Portoviejo über Jipijapa ist dann wieder eine richtige Wohltat und die Fahrt durch die Berge und der Küste entlang nach Puerto Lopez ist kurvenreich und ein schöner Abschluss des anstrengenden Tages. Denn anstatt der geplanten 420 Kilometer sind es deren 450 geworden.

Jetzt können wir uns im hübschen Hostal Mandála ein paar Tage ausruhen und morgen lernen wir vielleicht Sandra und Andi kennen, die wir schon mehrmals nur ganz knapp verpasst hatten.

Samstag, 19. – Dienstag, 22. Februar 2011 – Hostál Mandála, Puerto Lopez
Puerto Lopez ist ein Fischerdorf und die Menschen sind trotz des Tourismus noch bodenständig. Die „Mamma“ wäscht neben dem Geschäft vor ihrem Haus in einem grossen Becken die Wäsche und bietet uns an, eine Banane zu versuchen, bevor wir uns zum Kauf entschliessen. Für vier, respektive fünf Stück bezahlen wir dann 25 Rappen. Am Strand bläst ein kühler Wind und so ist es trotz der Hitze sehr angenehm im Schatten. Die Wassertemperatur ist sogar wärmer als in Santa Marta am Karibikstrand.

Wir verbringen gemütliche Tage mit lesen in der Hängematte, fein essen im Restaurant und angeregter Unterhaltung mit Sandra und Andi, die uns angenehme Gesellschaft leisten.

Marianne und Erwin, ein Paar aus Bregenz, kommen am Samstagabend an. Sie müssen am Strand campieren, weil es auf dem Hostalparkplatz zu eng wird.

Mittwoch, 23. Februar 2011
Wir haben für morgen einen Service bei MAN vereinbart. Nach Guayaquil sind es lediglich zweihundert Kilometer und die Fahrt der Küste entlang Richtung Süden ist scheinbar etwas länger, aber die Strasse ist gut, die Umgebung schön und es hat kaum Verkehr. Andi hat uns für die Stadt selbst eine Umfahrung angegeben Dank dieser haben wir kaum das Gefühl in einer Grossstadt angekommen zu sein. Einzig der Polizist, der uns zwei Kilometer vor der MAN-Werkstätte noch etwas belästigt zeigt, dass hier scheinbar andere Sitten herrschen. Er will uns doch tatsächlich erklären wir müssten auf der rechten Spur fahren und nicht auf der linken obwohl dies nirgends angeschrieben ist – und noch schlimmer, wir gar nie auf der Überholspur gefahren sind. Einzig rechts abbiegen wollten wir nicht und deshalb haben wir zum geradeaus fahren vor der Verzweigung auf die mittlere Spur gewechselt. Als er merkt, dass bei uns nichts zu holen ist und wir über seine Ausführungen nur lachen lässt er uns mit der Bemerkung „anscheinend verstehen sie mich nicht“ weiterfahren. Gut so!

Auf dem Firmenareal ist es sicher und wir dürfen, als europäische Gäste, auch hier übernachten. Den Einheimischen wird dies nämlich verwehrt, sie müssen das Gelände sofort wieder verlassen, nachdem sie das Fahrzeug abgeliefert haben. Nachdem ein als Blumentransporter getarnter Lastwagen voll mit Räubern einmal die Firma überfallen und die Mitarbeiter gefesselt hat sind sie sehr vorsichtig geworden und lassen normalerweise vor 07.00 Uhr niemanden herein oder hinaus.

Donnerstag, 24. Februar 2011 – MAN Guayaquil
Nach einem erfrischenden Regen in der Nacht ist es etwas kühler als gestern und deshalb ist es kein Problem, „tatenlos“ im Fahrzeug zu sitzen. Peter hilft beim Service mit und ich kann, solange die Batterien halten, am Computer arbeiten. Das nahe Einkaufszentrum hätte einiges zu bieten, doch Peter möchte mich den kurzen Kilometer nicht allein gehen lassen…

Freitag, 25. Februar 2011
Der Nachtwächter öffnet uns das Tor bereits um 06.30, damit wir noch vor dem Mittag die Grenze überqueren können. Eigentlich ist der Ecuadorianische Grenzposten, derzeit noch zirka 5 Kilometer vor der Abzweigung Richtung Peruanische Grenze vor der Stadt Huaquillas ganz einfach zu finden. Er liegt an der Gegenfahrbahn, ist aber von Ecuador her kommend nicht angeschrieben, deshalb verpassen wir ihn im ersten Anlauf und stehen plötzlich an der Peruanischen Grenze. Wir fahren zurück und machen die Migration beim Amt am Stadteingang. Um die Autopapiere abzugeben schickt man uns in den Ort hinein, wo das Zollbüro aber bereits geschlossen hat um ja das Wochenende nicht zu verpassen. Jetzt müssen wir halt doch nochmals die 5 km retour fahren und innert zehn Minuten ist dann alles erledigt. In Peru schaffen wir es wieder einmal pünktlich zum Schalterschluss. Genau um zwölf wird uns das Fensterchen vor der Nase geschlossen und wir dürfen fast eine Stunde warten, bis die Beamten Mittag gegessen haben. Die Papiere müssen wir hier selbst von Hand ausfüllen und dem nicht genug, dem Beamten das geschriebene auch noch diktieren, damit er alles, ebenfalls von Hand, ins Buch eintragen kann.

Um drei Uhr kommen wir auf dem schönen Campingplatz direkt am Pazifikstrand etwa 20 km südlich von Tumbes an, wo wir bei 32°C im Schatten momentan nur dem süssen Nichtstun frönen können.

Samstag, 26. Februar 2011 – Camping Costa Blanca, südlich von Tumbes
Die Strände wären wirklich schön, würde da nicht der ganze Abfall, welcher im Meer entsorgt wird, angeschwemmt und abgelagert. Das ist ein trauriges Bild. Die Abfallentsorgung ist in Südamerika allgemein eines der grösseren Probleme. Würde der Müll hier eingesammelt läge er später ein paar Kilometer entfernt vor dem Ortseingang beidseits der Strasse verteilt in der Wüste.

Sonntag, 27. Februar 2011
Die Dörfer und Städtchen sehen im grossen und ganzen ärmlich aus, einzig ein paar neuere Hotels/Resorts erwecken den Eindruck von Welt.

In den Hügeln um El Alto sehen wir viele Pumpen, es wird Oel gefördert. In Talara soll auf 700 ha Fläche der erste Windpark zur Stromerzeugung von Peru entstehen – wann wohl? – Auf der Informationstafel steht „Inbetriebnahme Juni 2012“. Das ist schwer zu bezweifeln, denn es steht noch kein einziger Mast und von Bauarbeiten ist weit und breit keine Spur zu sehen.

Bei Sullana und Piura wird Reis angebaut, weiter zu den Bergen hin gibt es viel Wüste. Durch die kahlen Gegenden bringen wir uns mit „Echo der Zeit“ auf den aktuellen Wissensstand des politischen Weltgeschehens, das im Moment im arabischen Raum äusserst turbulent ist.

28. Februar 2011 – Mamita Helmita, Lambayeque
Um Guadeloupe werden viele Quadratkilometer Felder bebaut und hunderte von Arbeitern mit pflanzen, düngen und ernten beschäftigt. In der Wüste steht ein Pick-up mit Wasserfässern auf der Ladefläche und ein Mann bewässert noch kaum sichtbare Pflänzchen, diese Menschen brauchen eine enorme Energie. Bevor wir eine solche Verrichtung ausführen würden, müssten wir absolut verzweifelt sein.

Als wir in Huanchaco ankommen ist der kleine Campingplatz bereits mit fünf Fahrzeugen besetzt. Wer schon da war weiss, damit wäre er eigentlich voll. Aber wir passen gerade noch so hin, zwischen Sonnenschirm und einem amerikanischen Motorhome. Wir kommen als letzte an, werden aber morgen als erste auch wieder verreisen (flüchten).

Unser Grosseinkauf in Trujillo umgerechnet gut Fr. 100.-- und die günstigen und guten Haarschnitte für Fr. 8.-- respektive 12.--.lassen noch etwas übrig für Kleider im Ausverkauf. Die elegante Jacke kostet mit 70 % Rabatt noch Fr. 13.-- und die beiden Shirts je Fr. 7.--. So macht Einkaufen noch Spass.

1. März 2011 – Huanchaco Gardens
Auf der 480 km langen Fahrt gibt es wenig Abwechslung, wir bewundern die faszinierenden Farbschattierungen der sandigen Hügel zwischen Huarmey und Barranca.

Im Nationalreservat der Hügel von Lachay blüht es auf den dürren Feldern, doch man sieht die zarten Blumen erst beim genauen Hinschauen. Anders als bei unserem letzten Besuch ist es jetzt viel grüner, das Wetter ist schön und die Temperatur angenehm warm.

2. März 2011 – Lomas de Lachay
„Heute ist das Morgen worüber du dir gestern Sorgen gemacht hast“. Wir sprechen von der gefürchteten Fahrt durch Lima. Wir starten kurz nach sechs Uhr und erreichen den ersten Stau im Norden der Stadt um 07.30 Uhr. Um neun sind wir bereits im Süden, wo der Verkehr nicht mehr so dicht ist. Keine Polizeikontrolle, keine kritische Situation, rein gar nichts – ja wo lag denn überhaupt das Problem? Wir sind auf jeden Fall einfach glücklich, dass wir es ohne Zwischenfall geschafft haben und kommen schon früh in Huacachina an.

Dort übernachten wir im Hof der Hospedaje Salvatierra, die inmitten der Dünen an der Lagune liegt. Anstatt mit einem der lauten Sandbuggy eine 90minütige Tour zu buchen ziehen wir es vor, den beschwerlichen Weg zu Fuss auf eine der hohen Dünen in Angriff zu nehmen, denn das Heruntergehen/rutschen ist so wundervoll dynamisch und schnell. Sandboarden könnte man auch, doch mir geht diese Art fast ein wenig zu langsam vonstatten – vielleicht finde ich später einmal für mein altes Snowboard das richtige Wachs, damit es etwas zügiger läuft auf dem Sand.

3. März 2011 – Huacachina
Genau drei Mal machen uns die Polizisten heute ein Haltezeichen, um uns beim Näherkommen jeweils vorbeizuwinken. Was genau hat wohl ihre Meinung geändert? War es das Schweizer Kreuz, das sie manchmal mit dem roten Kreuz der Ambulanz verwechseln, oder der „SUNAT“-Aufkleber, den wir für die temporäre Einfuhr unseres Fahrzeugs beim Zoll erhalten haben? Egal – wichtig ist, dass wir nicht kontrolliert wurden.

Wieder erreichen wir das Tagesziel bereits um die Mittagszeit, so dass wir den ganzen Nachmittag am Strand sitzen, die kühle Meeresbrise geniessen und lesen/schreiben können.

4. März 2011 – Puerto Inca
Drei Tage früher als geplant erreichen wir Arequipa! – und treffen Sonja (die Tochter unserer Freunde Monika und Peter), welche seit November 2010 auf Reisen ist, zu einem Drink an der Plaza.

5. März 2011 – Arequipa
Wir haben um 12.00 Uhr bei Plaza Vea mit Sonja und Roland abgemacht, essen gemeinsam etwas zu Mittag und – verabreden uns zum Nachtessen im bekannten Restaurant ZigZag, das einem Schweizer gehört.

In diesen Tagen „eilen“ wir von einem Essen zum anderen, denn vor lauter Schwatzen verpassen wir schon beinahe die Termine.

6. März 2011
Zum Abschied, und um unsere Lebensmittel von dem Grenzübertritt nach Chile noch aufzubrauchen, laden wir Sonja und Roland ab zehn Uhr zu einem kräftigen Brunch ein. Es gibt Salami, Honig, Cervelat, Yoghurt mit Müesli, selbstgebackenes Kernenbrot, Bananen und Zopf vom Schweizer Beck in Quito. Und der Gesprächsstoff geht uns immer noch nicht aus.

Um halb vier trennen sich unsere Wege dann endgültig. Die beiden fliegen morgen früh nach Cusco und wir werden genau so früh zu unserer letzten Fahrt in Peru nach Süden starten.

© by Peter und Ruth Zaugg | Das Kopieren und/oder Weiterverwenden von Inhalten ist untersagt. | Website © 2017 by x1024.ch