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2010/2011
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Arequipa (Peru) – Buenos Aires (Argentinien)

7. März – 7. April 2011

Montag, 7. März 2011 – Arequipa
Mit wenig Verkehr erreichen wir die chilenische Grenze nach peruanischer Zeit genau am Mittag – chilenische Zeit ist es bereits zwei.

Der Campingplatz in Arica, wo wir im November gestanden haben, ist wieder so verlassen wie damals, nur hat diesmal keine Menschenseele Erbarmen mit uns. Deshalb fahren wir an den Strand im Norden und stellen uns zu den beiden bereits dort parkierten Wohnmobilen eines Schweizer Paars und einer deutschen Familie, die wir schon beim vorbeifahren kurz begrüsst hatten. Die deutsche Frau hatte gehofft, dass wir zurückkommen würden und freut sich über unsere Gesellschaft.

Dienstag, 8. März 2011 – Arica
Es ist ruhig geworden im Flightpark in Iquique. Die Flugsaison geht dem Ende zu und deshalb hat es im Moment nur wenige Piloten, die hier zu Gast sind.

Mittwoch - Freitag, 9. – 11. März 2011 – Iquique
Nachdem meine Montagnacht akut aufgetretene Magen-/Darm-Infektion einigermassen ausgeheilt, viele E-Mails beantwortet und die Homepage aktualisiert sind verlassen wir die Pazifikküste und nehmen den Weg Richtung Südosten unter die Räder. Entlang der Strasse in der riesigen Wüste gibt es zur Abwechslung das „Reserva Nacional Pampa del Tamarugal“ mit Campingplätzen, ein paar von der Strasse aus zu sehende Petroglyphen am Berg, Geisterdörfer von ehemaligen Salzbergwerken, einen Friedhof, diverse Heiligenschreine und die scheinbar verlassene Posada „Los Arboles“ (ein Gasthaus). Bereits über 100 Kilometer vor San Pedro erblicken wir die frisch verschneite Andenbergkette östlich der Stadt.

Wir sind schon zum fünften Mal San Pedro de Atacama, doch so kurz ist der Besuch noch nie ausgefallen. Bei einem Fruchtdrink im Restaurant Adobe (wifi) konsultieren wir die Wetterprognosen für die nächsten Tage. Hier ist und bleibt es uneingeschränkt sonnig und heiss. Aber ….

Samstag, 12. März 2011 – San Pedro de Atacama
Wegen der für Sonntag bis Dienstag schlechten Wetterausichten – Regen in Purmamarca und Salta – fahren wir bereits heute über den Paso de Jama, damit wir auf dieser grossen Höhe nicht plötzlich in einen Schneesturm geraten.

So geniessen wir denn die abwechslungsreiche Fahrt bei allerschönstem Wetter: Wir sehen frisch verschneite Vulkane, Flamingos, Vicuñas, Enten, Lamas, Kühe, Esel, Ñandus, Vögel, mit Solarzellen versorgte kleine Siedlungen und den Salar „Salinas Grandes“, wo wir ganz unerwartet Brigitte und Kaspar antreffen, die wir bereits in der Schweiz kennen gelernt haben. Etwas weiter vorne sehen wir noch Monika und Wolfgang, die heute auch bis Purmamarca fahren wollen.

Trotz der plötzlich düsteren Aussichten – graue Wolken schleichen den Hang entlang – haben wir grosses Glück, denn die einzigartige Abfahrt ins Tal von 4200 müM auf 2200 müM erstrahlt noch grösstenteils im Sonnenlicht.

Am Abend „überfallen“ wir Madeleine, Walter und Fridolin in ihrer Cabaña in Purmamarca, wo sie eingemietet sind. Kaspar und Brigitte haben uns heute Nachmittag von ihnen erzählt und wir wollten sie eigentlich zu einem Drink einladen, was dann aber ins Gegenteil gekippt ist. Okay Leute, das nächste Mal dann bitte bei uns zuhause!

Sonntag, 13. März 2011 – Purmamarca
Noch hier zu bleiben macht keinen Sinn, denn die Berge sind wolkenverhüllt und es nieselt leicht. Schade, denn vom Berg der sieben Farben ergeben sich bei Sonnenlicht phänomenale Bilder. Wir werden uns halt diejenigen von 2008 nochmals anschauen.

Gestern haben wir von Nicol und Renato, die wir auf unserer Reise vor zwei Jahren kennen gelernt haben, eine Mail erhalten, sie seien in Salta. So sind wir denn überhaupt nicht überrascht, sie auf dem Camping Municipal anzutreffen.

Montag – Donnerstag, 14. – 17. März 2011 – Salta
Insgesamt stehen zwölf Wohnmobile auf dem riesigen Campingplatz und genau die Hälfte davon sind Schweizer.

Mit Regula, Edwin, Maria und Hansjörg haben wir uns auf den 15. März hier verabredet, nachdem unsere Reisepläne darauf hingedeutet haben, dass wir alle um etwa diese Zeit in Salta sein werden. Wir haben die vier letztes Jahr vor ihrer Abreise nach Südamerika in der Schweiz kennen gelernt und dort zusammen mit Marie und Marcel, die das Südamerika-Abenteuer im Jahr 2007 gemeinsam mit uns gestartet hatten, bereits zwei interessante Abende verbracht.

Wir tauschen Reiseerlebnisse, Koordinaten, Fotos und interessante Begebenheiten aus, grillen zusammen und verbringen einige gemütliche Stunden miteinander. Die Zeit vergeht wie im Flug und der Abschied von lieb gewonnenen Freunden fällt einmal mehr nicht ganz leicht. Einige werden wir vermutlich bereits in ein paar Tagen weiter südlich wieder treffen, andere reisen nach Norden oder Nordwesten und sie sehen wir vielleicht sehr lange nicht mehr.

Das Nachtessen und die Bedienung im Restaurant „Solar del Convento“ sind immer noch genau so hervorragend wie bei unseren letzten Besuchen vor zwei, drei Jahren und wir freuen uns, mit dieser Empfehlung ins Schwarze getroffen zu haben.

Auf dem Campingplatz vertrauen wir unser Stück „Bife de Chorizo“ Renato an. Nach knapp 1 ¼ Stunden ist es genau richtig, aussen knusprig und innen ganz zart und saftig – er hat die Kunst des argentinischen Grillens voll im Griff.

Freitag, 18. März 2011
Unseretwegen ist heute früh Tagwache, denn Peter hat angekündigt, dass wir bereits um neun Uhr fahren würden. Bis alle noch mit ihrem Fahrzeug fotografiert sind wird es dann zwar ein bisschen später, doch wir erreichen Termas de Rio Hondo früh genug um noch ein wenig im angeblich 40°C heissen Wasser zu baden. Da halten wir es sowieso nicht lange aus. Eigentlich hatten wir vorgehabt zwei Tage zu bleiben, doch der Platz ist nicht ganz so einladend, dass er uns hält – von den sieben angebotenen Bädern ist nur gerade eines mit sauberem Wasser gefüllt und einige sind sogar leer. In der Zwischensaison gibt es auch nur sehr wenige Gäste und der Betrieb scheint auf Sparflamme zu laufen.

Samstag, 19. März 2011 – Camping La Olla, Termas de Rio Hondo Nach Villa General Belgrano wären es etwa 600 Kilometer – wir fahren diese Strecke in zwei Etappen, machen einen kleinen Umweg und übernachten in Capilla del Monte.

Ab vier Uhr nachmittags trommelt eine Gruppe ganz in der Nähe, zwar sehr professionell, aber so laut, dass wir hoffen das werde nicht die ganze Nacht andauern. Wir haben Glück, bereits zwei Stunden später löst sich die Formation auf und wir haben wieder unsere Ruhe.

Ein Landcruiser mit Schweizer Kennzeichen fährt auf dem Campingplatz ein und als wir sie nach einer Weile begrüssen sind sie schon am Fahrzeug reinigen. Die beiden haben nicht mehr viel Zeit und müssen morgen direkt nach Buenos Aires fahren, denn ihr Flug nach Hause geht bereits übermorgen. Haben wir ein Glück, dass wir es gemütlicher nehmen können.

Sonntag, 20. März 2011 – Camping Municipal, Capilla del Monte Die Fahrt durch die hübschen Ferienorte nordwestlich von Cordoba ist bei diesem schönen Wetter ein echter Genuss. Es ist bereits das dritte oder vierte Mal, dass wir diese Region bereisen, doch so strahlenden Sonnenschein und angenehme Temperaturen hatten wir noch nie.

Unterwegs kaufen wir noch eine neue Glühbirne, weil das Abblendlicht nicht mehr funktioniert. Beim Einbauen tun wir uns ziemlich schwer, da die Klemmfeder einfach nicht mehr halten will. Provisorisch geben wir ein Abdeckband darüber, damit nichts verloren geht und nehmen uns dann des Problems in Belgrano an.

Andrea und Guido, die wir schon seit längerem kennen, stehen bereits auf dem Camping Florida in Villa General Belgrano und erwarten uns. Ihre Reise lässt sich diesmal ein bisschen schwierig an. Sie brauchen, nach einem Reifenplatzer, unbedingt zwei neue Vorderreifen, doch die Dimension 19.5 ist in Argentinien nicht gebräuchlich. Nach unzähligen Anfragen in der Region haben sie noch immer keinen positiven Bescheid erhalten. Deshalb bitten wir unseren Freund H. Milla, der Bridgestone/Firestone-Reifen nach Argentinien importiert, um Hilfe.

Montag, 21. März 2011 – Camping Florida, Villa General Belgrano
Früh morgens checken wir die Mails. Die Antwort von Milla gibt Anlass zur Hoffnung, denn er meint, diese Reifen sollten erhältlich sein. Mehr noch, er versichert uns, dass solche zu finden seien. So viel Hoffnung getrauen wir uns jedoch nicht zu verbreiten.

Inge und Gerhard aus Deutschland erzählen uns, sie würden mit der „Grande San Paolo“ am 7. April von Buenos Aires nach Hamburg verschiffen. Das wäre ja nur einen Tag vor dem Abfahrtstermin unseres Schiffes. Wir sind etwas verunsichert und prüfen einmal mehr die Grimaldi-Website. Unser Termin hat sich bereits wieder nach hinten verschoben und deshalb beschliessen wir, unser Glück zu versuchen und unsere Buchung einmal mehr auf ein früheres Datum zu verschieben. Und siehe da, es klappt wie am Schnürchen. Innert nur einer Stunde ist bereits alles geändert und wir werden auf dem Schiff, mit dem wir vier Jahre zuvor angereist sind, Südamerika auch wieder verlassen, wir freuen uns auf die Heimreise.

Gemeinsam mit Andrea und Guido unternehmen wir an diesem strahlend blauen Tag einen Motorradausflug nach „La Cumbrecita“, das wir bereits im Oktober bei nicht ganz so idealem Wetter besucht hatten. Es ist zugleich die erste Töfftour in Südamerika, die wir nicht alleine machen.

Dienstag, 22. März 2011
Heute fahren wir auf der westlichen Seeseite bis Alta Gracia, besuchen dort die Jesuiten-Ruinen und sehen uns das Casa de Che (Guevara) nur von aussen an. Die Landschaft ist beinahe märchenhaft, Berge und Wälder und ein paar herrschaftliche Villen in traumhaft abgelegener Umgebung. An einer Strassenbiegung sitzen zwei deutsche Motorradfahrer bei ihrer Zwischenverpflegung. Erwin und sein Kumpel freuen sich nach anfänglicher Skepsis (mein Gott, da halten zwei an, was wollen die nur von uns, wir verstehen doch nix…) über die kurze Störung. Unterwegs wird Peter von einer Wespe gestochen und der freundliche Argentinier Nicola fährt uns in Alta Gracia zur nächsten Notfall-Apotheke, wo wir ein Antiallergikum kaufen, das Peter zur Vorsicht sofort einnimmt. Eine Spritze würde zwar schneller wirken, aber diese müssten er von einem Arzt oder im Spital injizieren lassen.

Mittwoch, 23. März 2011
Heute fragen wir nochmals wegen der Reifen nach und erhalten noch am Vormittag positiven Bescheid. In Buenos Aires lagern zwei Stück in den benötigten Dimensionen – zwar sind es nicht Michelin sondern Khumo, aber zumindest neue – und Sr. Milla veranlasst sofort alles Nötige, um sie nach Belgrano liefern zu lassen. Wir sind alle sehr erleichtert über diese Entwicklung und so bleibt uns nur noch abzuwarten, bis sie hier eintreffen. Donnerstag ist Feiertag, Freitag machen sie eine Brücke…..

Donnerstag – Samstag, 24. – 26. März 2011
Es ist wieder kühler und regnerisch, kein Wetter für Motorradausflüge. Wir verbringen die Zeit mit Putzen, Waschen, wenn Aussicht auf einen sonnigen Nachmittag besteht, Essen, Tratschen, Wein degustieren und ab und zu einem Bummel in die Stadt.

Sonntag, 27. März 2011
Um 14.00 Uhr beginnt das sonntägliche Asado, heute leider nicht das traditionelle, sondern speziell mit einem Spanferkel. Die verschiedenen Würste schmecken würzig und die dazugereichten gemischten Salate, „Waldorf“ und einer mit Karotten, sind lecker. Dem saftigen Schweinchen hätten wir jedoch das aromatische zarte argentinische Rindfleisch vorgezogen.

Montag, 28. März 2011
Guidos Reifen sollen gemäss Telefonanruf im Laufe des Dienstag eintreffen. Deshalb verschieben wir unsere Abreise um einen weiteren Tag und werden morgen nochmals eine gemeinsame Motorradtour unternehmen.

Dienstag, 29. März 2011
Bei wiederum schönstem Wetter und etwas tieferen Temperaturen fahren wir die kurvenreiche Strecke auf der östlichen Seeseite bis Alta Gracia und von dort über Falda del Carmen in die Berge bis El Condor. Beim Lunch mitten im Pampasgras geniessen wir wunderschöne Ausblicke in die weite Natur im Norden und Osten.

Die teure Motorradversicherung, die wir für einen Monat verlängern mussten hat sich schon allein wegen der tollen Ausflüge im Valle Calamuchita und rund um Belgrano bezahlt gemacht.

Mittwoch/Donnerstag, 30./31. März 2011 – Auf dem Land, in der nähe von Junin, B.A.
Ab jetzt gibt es nichts mehr zu verschieben, denn wir wollen spätestens eine Woche vor Abfahrt des Schiffs in Buenos Aires sein.

Die Reifen sind noch nicht da, aber aufgrund der intensiven Nachforschungen am Dienstagabend haben wir die berechtigte Hoffnung, dass am Mittwoch endlich alles in Ordnung kommt.

Am Donnerstagnachmittag, bereits auf dem Campingplatz in Lobos, erhalten wir Gewissheit, dass alles geklappt hat, die Pneus aufgezogen sind und sich Andrea und Guido mit zweiwöchiger Verspätung endlich auf den Weg Richtung Salta begeben konnten.

Wir werden in Lobos herzlich empfangen und veranstalten am Abend mit Inge und Gerhard ein gemütliches kleines Asado, das heisst: Fleisch in normalen Mengen mit Gemüse und Salat dazu.

Freitag, 1. April 2011 – Laguna de Lobos
Mirta und Jorge laden uns zum Mittagessen ein. Wir kommen etwas zu spät, denn Peter versteht 2.30 statt 12.30 Uhr – das tönt in Spanisch so ähnlich. Nach unserer vormittäglichen Einkaufstour in Lobos haben wir nämlich noch Gusti, unseren Bekannten von anfangs dieser Reise, besucht um ihn und seine Familie zu begrüssen.

Das Mittagessen ist ausgiebig, sehr lecker und uns behagt die lockere Unterhaltung mit Mirta und Jorge. Das Abendessen wird heute suspendiert und durch ein paar Früchte ersetzt.

Samstag, 2. April 2011
Über Nacht ist der Dieselpreis um über 5 Rappen pro Liter gestiegen – hätten wir doch noch gestern die restlichen 240 Liter nachgefüllt.

Beim heutigen Grillen sind wir mit Ingelore, Rolf, Gerda, Heiko, Inge und Gerhard ein fröhliches Trüppchen, Nach dem Essen gesellt sich Armin dazu, der mit seiner Frau Marisol erst ziemlich spät auf dem Campingplatz eingetroffen ist.

Sonntag, 3. April 2011
Regentropfen auf das Dach wecken uns. Wasser braucht es zwar, aber da wir heute bei den Familien Frey und Gonzalez in Lobos zum Asado eingeladen sind hoffen wir doch sehr, dass der Himmel noch vor dem Mittag etwas aufreisst, damit wir mit dem Töff hinfahren können.
Aber es kommt ganz anders, denn Gustis Grill ist im Freien und er hat die Idee, die Einladung auf dem Campingplatz auszubringen. So fragt er Mirta und Jorge, ob er „das Wärterhaus“ mit dazugehörendem Grill benutzen dürfte. Spontan lädt er dann auch noch die anderen Schweizer ein und so ist es für Peter und mich auch etwas weniger anstrengend. Denn jetzt stehen zwei zusätzliche Gesprächspartner zur Verfügung, die der spanischen Sprache mächtig sind – Marisol ist gebürtige Kolumbianerin und Armin hat in jungen Jahren in Mexiko gelebt.

Montag, 4. April 2011
Heute müssen sich die Passagiere der „Grande San Paolo“ auf dem Büro der Agentur Turner in Buenos Aires melden um die Anweisungen für die Verschiffung entgegen zu nehmen. Wir dürfen mit Inge und Gerhard in die Stadt fahren und Ingelore, die mit Rolf ein Schiff später fährt schliesst sich gleich an. Nachdem von unseren Pässen und den temporären Einfuhrbewilligungen für die Motorfahrzeuge Kopien gemacht sind müssen alle ein Formular unterschreiben, dass sie keine Drogen mitnehmen und bei Zuwiderhandlung für alle Folgeschäden, wie z.B. Verspätung des Schiffes, haftbar gemacht würden.

Und die Anweisung die wir bekommen ist: Rufen sie bitte heute Nachmittag zwischen vier und fünf Sr. Ruben Godoy an. Das tun wir denn auch pünktlich und erhalten von ihm die Auskunft, dass das Schiff am Mittwochnachmittag in Buenos Aires einlaufe und wir uns dann ganz in der Nähe aufhalten müssten. Zur Bestätigung dieser Angaben und weiterer Instruktionen sollen wir morgen um die gleiche Zeit wieder anrufen.

Dienstag, 5. April 2011
Wir müssen noch reinigen, packen, einige Sachen kaufen und das Wohnmobil einbruchsicher machen, dann sind wir reisefertig.

Heute erhalten wir konkretere Angaben und wir hoffen, dass diese bestehen bleiben. Die Grande San Paulo soll am Donnerstag um 07.00 einlaufen und wir sollten ca. um 11 Uhr im Hafen sein. Wir müssten jedoch am Mittwoch wie gehabt, zwischen vier und fünf wieder telefonieren, denn die Pläne könnten jederzeit ändern.

Mittwoch, 6. April 2011
Am Mittag fahren wir in dann zum Buquebus-Parkplatz in der Stadt, so können wir gemütlich nochmals ins Büro Turner gehen statt anzurufen. Heute ist Frau Charpentier da, die für die Grimaldi-Passagiere zuständig ist, und sie kann uns die gestern erhaltenen Informationen bestätigen. In einem Buchladen finde ich zwei interessante Bücher, die für die Rückreise ausreichen sollten – und plötzlich habe ich das Gefühl, die 24 Tage auf dem Schiff seien viel zu kurz.

Das Abschiedsessen mit Marisol, Armin, Inge und Gerhard im Restaurant Cabañas Las Lilas schmeckt lecker. Das sollte es auch bei diesen Preisen, sonst wäre das Lokal bestimmt nicht so voll von reichen Argentiniern.

Donnerstag, 7. April 2011 – Buenos Aires
Nachdem wir einem alten Mann, der die Kehricht-Container durchwühlt, den restlichen Käse, etwas Wurst, Früchte und Milch geschenkt haben kann es losgehen zum Hafen – und wie es dann dort weiter geht, erfahrt ihr im nächsten und auch letzten Reisebericht von Südamerika.

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