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Motorradreise nach Spanien/Frankreich

2. – 15. Juni 2011

Auffahrt (Donnerstag), 2. Juni 2011
Treffpunkt für Ruedi, Ueli und Peter H. ist um 07.00 Uhr bei uns. Und da erleben wir gleich eine Riesen-Überraschung: Ruedi fährt auf seiner eben erst erstandenen BMW 1200 R vor – ist denn das die Möglichkeit? Über 25 Jahre war er seiner Virago ohne wenn und aber treu.

Um 07.15 sind wir bei der Shell-Tankstelle in Oftringen und nehmen von da René und Manuel mit. Pünktlich um 08.00 Uhr erwartet uns Otti beim Bahnhof in Moutier – wir kommen, wir kommen ….

Es ist kalt, immer noch leicht regnerisch und die Strassen sind nass – im Welschland kommen wir sogar in den Nebel, bevor es dann am Nachmittag endlich etwas sonnig und wärmer wird und wir die Fahrt auf einer uns bisher unbekannten Strecke geniessen können.


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Die heutige Etappe von ca. 310 km führt von Safenwil – Moutier – Souboz – Saint-Imier – La Brévine – Chaudron – Mouthe – Bonlieu – Louhans – nach Tournus.

Das **Hotel Kolibri haben wir vor ein paar Tagen über Internet gebucht. Wir werden sehr freundlich empfangen und freuen uns, über die schönen Zimmer. Preis pro Doppelzimmer, exkl. Frühstück (8 Euro zusätzlich pro Person): 66 Euro.

Freitag, 3. Juni 2011
Frühstück gibt es erst um 08.00 Uhr. Das ist eigentlich zu spät, doch wir wollen vor der Abfahrt etwas essen. Die Etappe ist länger als gedacht – die Strassen schmal und das Durchschnittstempo langsam. Ab 16.30 setzt Regen ein und die rutschige kleine Waldstrasse über den Hügel bringt uns alle etwas ins Schleudern, Gott sei Dank ohne Folgen.

Abends: nochmals Regen. Wir kommen erst um 19.00 im Hotel an und reservieren gleich für das Essen in der Lastwagenbeiz. 12 Euro fürs Menu inkl. Getränke (Wein, Wasser), Käse, Dessert und Kaffee…


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Tournus – Cluny – Matour – Roanne – Thiers – Saint-Dier-D’Auvergne – Issoire – Condat – dann über Murat auf dem schnellsten Weg nach Aurillac. (403 km)

Was auf dem letzten Abschnitt noch passiert erfahren wir erst als wir bereits wieder zuhause sind: Otti ist als einziger von uns sieben in die Geschwindigkeitsfalle getappt. Anstatt der vorgeschriebenen 90 kmh wurde er mit 97 gemessen und mit 45 Euro gebüsst.

Hotel Aurena 55 Euro für ein Dreierzimmer, das wir jeweils zu Zweit belegen. 6 Euro pro Person fürs Frühstück.

Samstag, 4. Juni 2011
Heute frühstücken wir bereits um 07.30 Uhr, damit wir nicht wieder so spät ankommen wie gestern. Mit dem Wetter haben wir ziemlich Glück. Obwohl es zwischendurch etwas regnet verpassen wir die grossen Niederschläge und können die vorsichtshalber angezogenen Regenkleider bald wieder einpacken.


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347 Kilometer: Aurillac – Figeac – Cabrerets – Cahors – Condom – Ségos

Das ***Hotel Minvielle ist mit insgesamt 211 Euro für vier Zimmer zwar das bisher günstigste, aber trotzdem das Beste der drei über booking.com gebuchten Hotels.

Sonntag, 5. Juni 2011
Die heutige Etappe mit wunderbar kurvenreichen Bergstrecken ist fantastisch und seit Ruedi eine wie auf ihn zugeschnittene BMW fährt und problemlos mithalten kann macht es uns allen noch mehr Spass. Das Wetter ist gut, der Regen soll erst morgen fallen…

Das letzte schmale Stück von San Sebastian nach Getaria der steilen Küste entlang könnten wir bei Sonnenschein bestimmt besser geniessen. Denn graue Wolken, kühle Temperaturen und müde Köpfe trüben die Stimmung momentan etwas.


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Ségos – Pau – Oloron-Sainte-Marie – Larrau – Aribe – Erro – Olagüe – San Sebastián – Getaria

Beim Hotel Saiaz in Getaria (88 Euro pro Doppelzimmer) gibt es leider keine geeigneten Parkplätze und die nette Receptionistin vermittelt uns das viel billigere Hotel Usotegi. Dieses liegt im Rebberg, ca. 15 Gehminuten vom Zentrum entfernt und kostet nur 45 Euro pro Doppelzimmer, die Luxus-Suite 60 Euro. Das Frühstück gibt es für 4.50 Euro.

Montag, 6. Juni 2011
Weil morgen in Getaria ein grosses neu errichtetes Museum für den Couturier Balenciaga eröffnet wird mussten wir uns bereits gestern Abend entscheiden, ob wir zwei Nächte buchen wollen, denn die Hotelzimmer sind begehrt. Da die Wetterprognose wirklich miserabel ist haben wir uns entschieden zwei Nächte zu bleiben, auszuschlafen und – falls es wirklich regnet – etwas auszuruhen.

Mit Peter H. besteige ich den “Monte San Anton“ (el Ratón de Guetaria), während die anderen dem Hafen entlang spazieren und uns im Restaurant erwarten.

Dienstag, 7. Juni 2011
Trotz Regen wollen/müssen wir weiterreisen. Getaria ist zwar hübsch, aber der Ort mit 2500 Einwohnern ist schnell erkundet, zwei Tage benötigen wir nicht dazu.

So werden wir halt einmal mehr etwas feucht – die einen mehr, die anderen weniger. In Jaca guckt dann gegen Abend sogar noch die Sonne hervor, so dass wir zumindest trocken zum Nachtessen, heute gibt’s Döner Kebab, weiter bis zum historischen „Castillo de San Pedro – Ciudadela de Jaca“ (das leider bereits geschlossen ist) und zurück ins Hotel A Boira kommen.

Am Abend unterhalten wir uns mit David (Australien) und Darren (GB), die ebenfalls mit ihren Motorrädern unterwegs sind, denn sie wollen morgen früh bereits um 07.30 Uhr starten, damit sie bei möglichst schönem Wetter noch filmen und fotografieren können, denn sie sind beruflich unterwegs – als Kameramänner. Kurze Filme ihrer 5wöchigen Europareise stellen sie jeweils unter edog200 in youtube.

Das Hotel A Boira in Jaca haben wir heute nach dem Frühstück über booking.com reserviert. Das Doppelzimmer kostet inkl. Frühstück 59 Euro. Ausgewählt haben wir es, da es über eine Garage für die Motorräder verfügt.


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Mittwoch, 8. Juni 2011
Am Morgen früh ist schönstes Wetter aber „eiskalt“. Gemäss der vom Australischen Kameramann kennen gelernten Wetterseite www.spanishweather.net wird es auf der von uns geplanten Strecke ca. um 14 Uhr zu regnen beginnen. Um nicht schon wieder nass zu werden suchen wir rechtzeitig ein Hotel. In Pobla fallen ein paar vereinzelte Tropfen und wir sind überzeugt, die etwa 40 Kilometer nach Adrall noch trocken zurücklegen zu können. Es wird zwar plötzlich bedenklich dunkel, die Strasse ist ein kurzes Stückchen bereits nass und es gibt nochmals einen kleinen Spritzer bevor wir das Hotel in Adrall erreichen.


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Jaca – Biescas – Broto – Ainsa – Seira – El Pont de Suert – La Pobla de Segur – Sort – Adrall

Weil einige der Motorräder dringend Öl brauchen und die Flasche vom Motorradhändler zuhause geblieben ist, fahren die beiden Peter noch schnell ins nahe La Seu d’Urgell – und werden prompt auf der Rückfahrt kalt geduscht.

Hotel Alto Segre, Montferrer: 50 Euro fürs Doppelzimmer inkl. Frühstück, verschlüsseltes WLAN gratis

Donnerstag, 9. Juni 2011
ENDLICH!!! Das Wetter ist wunderbar, Sonne, Wolken, aber kein Regen und die Temperaturen zwischen 17.5 und 23° sind geradezu perfekt. Auf schmalen Strassen durch malerische Schluchten und über Hügel und Berge erleben wir eine dynamische Fahrt, die wir am liebsten gar nicht abbrechen möchten. Trotzdem suchen wir gegen sechs Uhr ein Hotel, denn fast alle sind ein bisschen müde.

Unterwegs flieht einmal ein kleines Wildschwein vor den herannahenden Töffs – glücklicherweise direkt in den Wald und nicht unter eines unserer Räder.


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Adrall – Prades – Soulatgé – Olonzac – Riols – Bédarieux: 310 km

Hotel de l’Orbe in Bédarieux: Spezialpreis 59 Euro fürs Doppelzimmer inkl. Frühstück

Freitag, 10. Juni 2011
Kräuter-, Wald- und Wiesenduft liegt in der Luft und heute werden wir bei Höchsttemperaturen von 26.5°C zum allerersten Mal nass von Innen…


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218 Kilometer: Bédarieux – Lodève – Ganges – Lasalle – Alès – Bagnols – Orange

Hotel Glacier: 47 Euro pro Person, inkl. Frühstück – wir bekommen wieder einmal die Suite. Die anderen Zimmer sind eher etwas klein.

Samstag, 11. Juni 2011
Der Mont Ventoux wird vor allem mit dem Fahrrad bezwungen, wir überholen einen um den andern. Zuoberst ist es dann recht windig und ziemlich kühl, wir geniessen den einzigartigen Rundumblick trotzdem ausgiebig – leicht fröstelnd und mit kalten Ohren.


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Oranges – Malaucène – Mont Ventoux – Sault – Sisteron – Valberg: 289 km

Das Hotel Chastellan haben wir gestern Abend über booking.com gebucht: 71 Euro pro Doppel- resp, Zweibettzimmer inkl. Frühstück. Mangels Verfügbarkeit erhalten wir alle eine Suite – und alle sind zufrieden. Der Preis für Halbpension (leider nur am Samstag) ist plus 22 Euro pro Person.

Sonntag, 12. Juni 2011
Abfahrt um 09.30 Uhr – Wir machen eine Rundtour und kommen am Abend wieder nach Valberg zurück. Leider ist der Himmel bedeckt und auf dem Col de la Bonette ist es bitterkalt, mein Thermometer meldet 6.5°C. Am Col de la Cayolle hat es haufenweise Murmeltiere, die das Weite suchen, als wir mit den Motorrädern heranbrummen.


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Valberg – Beuil – Saint-Sauveur-Sur-Tinée – Col de la Bonette – Barcelonette – Col de la Cayolle – Entraunes – Guillaumes – Col de Valberg – Valberg: ca. 225 km

Der Garçon vom Hotel hat im Restaurant La Residence für uns bereits einen Tisch reserviert, weil die Hotelküche heute geschlossen bleibt und wir ihn um einen guten Tipp gebeten hatten.

Montag, 13. Juni 2011
Peter hat für heute Abend bereits ein Hotel reserviert und so können wir sicher unbelastet bis fünf Uhr fahren.

Mit dem Wetter haben wir wieder grosses Glück, obwohl es auf dem Col du Galibier leicht regnet und die Strasse für einige Kilometer nass ist, brauchen wir die Regenkleider nicht. Höhepunkt des heutigen Tages ist für die meisten der Col d’Izoard. Die Landschaft ist so vielfältig und die von der Passhöhe her zu sehenden freistehenden Felsformationen begeistern mich total. Es sieht aus wie eine bizarre Filmkulisse


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Valberg – Daluis – Annot – Colmars – Col d’Allos – Barcelonette – Col de Vars –– Col d’Izoard – Briançon - Col du Lautaret – Col du Galibier – Valloire

Das Hotel Christiania kostet 60 Euro pro Person Halbpension (Spezialpreis), ist sehr hübsch und das Essen superlecker. Im Zimmer scheint das Internet nicht zu funktionieren, ich schaffe es jedenfalls nicht, innert nützlicher Frist über den Hotspot eine Verbindung herzustellen. Im Restaurant geht es dann aber einwandfrei.

Dienstag, 14. Juni 2011
Beim GPS sind Autobahnen und Mautstrassen gesperrt. Deshalb verpassen wir die Einfahrt zum Fréjus-Tunnel und lenken gleich Richtung Col de l’Iseran. Um trotzdem einen Eindruck vom Col du Mont Cenis zu bekommen fahren wir die kurze Strecke hoch bis zum gleichnamigen Stausee, wo wir unsere Mittagsrast machen.

Dieses Gebiet ist neu für uns und auch den kleinen Sankt Bernhard kennen wir noch nicht. Die Streckenführung und die Landschaften sind imposant.

Wir könnten noch in Aosta übernachten, doch das Wetter ist schön und wir beschliessen, noch heute über den Grossen Sankt Bernhard zu fahren, denn morgen früh könnte es kalt sein und das Wetter???

Deshalb suchen wir etwas spät erst ein Hotel und die ersten an der Hauptstrasse sind bereits ausgebucht. So fahren wir Richtung Verbier und beim Hotel du Giétroz direkt an der Strasse halten wir, jetzt doch schon ziemlich müde, an. Peter fragt, ob es noch vier freie Zimmer gibt. Zu Fr. 120.-- (statt 130.--) pro Zimmer, inkl. Frühstück wird gebucht, es ist etwas laut, aber okay. Und das Beste am ganzen ist das feine Nachtessen: Es gibt Kängurufleisch mit Spätzli und Gemüsestreifen, vorab einen leckeren gemischten Salat zu nur Fr. 17.-- – absolut perfekt! Unsere Freunde laden Peter und mich heute Abend ein – herzlichen Dank dafür :)


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Valloire – Col de l’Iseran – Val d’Isère – Piccolo San Bernardo - Aosta – Le Châble VS

Mittwoch, 15. Juni 2011
Die von uns gewählten schweizer Strassen sind im Vergleich zu Spanien, Frankreich und Italien bedenklich schlecht, aber die Sonne scheint und der Abschluss unserer wettermässig eher durchzogenen Reise ist versöhnlich.

Nach dem feinen Mittagessen auf dem Schallenberg fahren wir das letzte Wegstück durchs Entlebuch über verschiedene Höfe abseits der Hauptstrassen.


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Le Châble VS - Martigny – Col de la Croix – Les Diablerets – Gstaad – Simmental – Steffisburg – Schallenberg – Wolhusen – Oftringen/Safenwil/Aesch BL

Einen Tag früher als ursprünglich geplant sind wir wieder zuhause. Auch der zweite Versuch, die Pyrenäen ausgiebig zu bereisen, ist fehlgeschlagen – das Wetter hat wieder nicht mitgespielt. Dafür waren diesmal die hohen französischen Alpenpässe, die wir vor zwei Jahren überqueren wollten, bereits offen und so haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt, sie kennen zu lernen. In 14 Tagen haben wir insgesamt 3800 Kilometer zurückgelegt – ein paar mehr als ursprünglich beabsichtigt. Pro Fahrtag sind das durchschnittlich 292 Kilometer, eigentlich nicht sehr viel – aber genug.

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