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2013/2014
Nordamerika

Reiseberichte

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Florida – Texas, USA

6. Januar 2014 – Crystal Isle RV Park
Die Idee, einen Königskuchen zu backen, scheint mir glänzend. Denn es wird wirklich merklich kälter und der Einsatz des Backofens im Wohnmobil macht dieses fast zur Sauna – genau richtig bei tiefen Temperaturen (gefühlte 6°C um 18.00 Uhr - Tendenz sinkend).

Das Rezept finde ich im Internet, die Zutaten sind fast alle vorhanden und ich beschliesse, die halbe Menge zu verwenden. Nur, wie sich beim Versuchen des lecker aussehenden Kuchens herausstellt, habe ich bei der kleinen Menge Salz vergessen, diese zu halbieren und so schmeckt er halt eher wie ein Zopf mit etwas Zitronenraps. Halb so wild, dann essen wir den Rest zum Frühstück ;)

7. Januar 2014
Gestern sind Tilo und Felicitas mit ihrem Sohn Claas (10 Monate) auf dem Campingplatz vorbeispaziert. Tilo hat uns in St. Petersburg schon einmal angesprochen und gestern, nach einer kurzen Unterhaltung, hatte er die Idee für ein gemeinsames Campfeuer. Zum draussen sitzen und essen ist es etwas zu kalt und deshalb bekommen wir Gastrecht in ihrem geräumigen Mietmobil mit Auszug. Wir verbringen einen gemütlichen Abend und freuen uns, einmal mehr sehr nette Menschen kennen gelernt zu haben.

8. Januar 2014
Es eilt nicht mit der Weiterfahrt und wir finden gute Gründe, unseren Aufenthalt hier nochmals zu verlängern. Der Besuch des Homosassa Springs Wildlife State Park ist einer, die Benutzung des Jacuzzi ein anderer.
Der Wildpark ist hübsch. Als erstes sehen wir grad das Flusspferd, das eine richtige Show abzieht. Zum Fotografieren stehe ich zuerst an der falschen Stelle und nachher bin ich so nah dran, dass nicht einmal das ganze aufgerissene Maul aufs Foto passt – so ein Mist. Die Alligatoren interessieren uns hier nicht, wir haben sie in freier Wildbahn erlebt. Den Florida Bären erspähen wir in der hintersten Ecke seines Geheges – der ist allerdings furchtbar träge und rührt sich nicht von der Stelle. Im Gegensatz dazu der Rotluchs und die Florida Wölfe – sie sind sehr unruhig und gehen in ihrem Gehege ständig hin und her. Die Eulen sind richtige Spielverderber –– solange ich sie einfach anschaue schauen sie unverhohlen zurück – aber jedes Mal wenn ich fotografieren will drehen sie den Kopf um 180° oder schliessen die Augen. Da braucht es etwas Geduld. Die vielen verschiedenen Vögel, vom Reiher über den vom Aussterben bedrohten Waldstorch, die Flamingos, Pelikane, Enten, Gänse, Kraniche und die Raubvögel könnten wir noch lange betrachten – wenn es doch nur etwas wärmer wäre. Die Homosassa Quellen sind mit 2 Mio. Gallonen (7,5 Mio. Liter) Wasser pro Stunde die grössten der Region. Das Wasser sprudelt, wie auch in den anderen Quellen im umliegenden Gebiet das ganze Jahr mit 21/22°C. Deshalb sind die Manatis (Seekühe) im Winter in grosser Anzahl bei den inzwischen zu Schutzgebieten erklärten Quellen zu finden.

9. Januar 2014
Die Kältewelle wird langsam durch warme Luft aus der Karibik abgelöst. Wir nutzen die Gelegenheit und reisen nach genau einer Woche weiter, die frostigen Temperaturen hatten uns bisher davon abgehalten. Wir haben jetzt noch gute zwei Monate Zeit um nach Phoenix, Arizona, zu reisen. Denn da liegt das Ziel unserer diesmaligen Reise.

Der Bär an Waldrand entlang dem Highway mutiert in unseren Köpfen beim Näherkommen zum Hund und entpuppt sich schlussendlich als rabenschwarzes Wildschwein.

Wir haben an den heissen Sprudelbädern unseren Gefallen gefunden und bei kühlem regnerischem Wetter wollen wir uns nach der Fahrt ein wegin entspannen. Doch heute haben wir ein bisschen Pech, denn als wir uns ins Becken setzen stellen wir mit Erstaunen fest, dass das Wasser zu kühl ist um sich aufzuwärmen.

10. Januar 2014 - KOA Perry Früh loszufahren hat nicht immer nur Vorteile. Es gibt zwar noch kaum Verkehr, aber heute hängt auch um 11,00 Uhr der Nebel noch so tief, das wir von der Umgebung nicht viel und von der Brücke kaum das Wasser der Ochlockonee Bay sehen.

12.00: Still waiting for the sun to come out!
Die vorgesehene kleine Unterhaltsarbeit, Keilriemen spannen, entwickelt sich zu einer hektischen Reparatur. Denn gleich als Peter erfolglos versucht die Kabine zu kippen, kommt jemand daher, der ein wenig schwatzen möchte. Die Hydraulikleitung zum Heben der Kabine leckt und die nervöse Suche nach der genauen Bruchstelle und den Anschlussorten beginnt. Glücklicherweise haben wir eine Ersatzleitung dabei und in relativ kurzer Zeit können wir sie in den engen Platzverhältnissen austauschen. Der Campingwart fährt mit Peter zum Hardware Store um Hydrauliköl zu kaufen. Er füllt es ein und kurz darauf lässt sich die Kabine problemlos anheben. Der obere Keilriemen ist lose, und eine der Schrauben hat sich verabschiedet. Doch in der vollen Schraubenkiste findet sich nach längerem Suchen ein Ersatz und die Arbeit kann endlich abgeschlossen werden.

So ereignisreich hatten wir uns das Nachspannen der Keilriemen eigentlich nicht vorgestellt.

Am Abend verbringen wie ein Weilchen mit einer gemischten Gruppe am Lagerfeuer. Greg ist Immobilienhändler, Ron der das schöne Feuer ermöglicht besass ein Fahrradgeschäft, bei Familie Edwards arbeitet nur noch die Frau als Software-Informatikerin bei der Bank, der Mann war früher Milch-Farmer.

11. Januar 2014 - Sunset Isle RV & Yacht Club
Das Städtchen Apalachicola wurde 1831 gegründet und war vor der Errichtung des Eisenbahnnetzes ein bedeutender Hafen am Golf von Mexiko. Die historischen Gebäude entlang der Hauptstrasse versetzen uns um Jahrzehnte zurück und wir wähnen uns kurzzeitig im wilden Westen.

Wir besuchen das John Gorrie State Museum. Der Mediziner, Wissenschaftler, Erfinder und Philantrop, Dr. John Gorrie (1803-1855) entwickelte die erste patentierte Eismaschine im Jahr 1851. Er brauchte das Eis zum Kühlen von Krankenzimmern für Malaria- und Gelbfieber-Patienten.

Für einen ca. 20 x 25 cm Eisblock benötigte die Dampfmaschine acht Stunden. Vor dieser Zeit verwendete Dr. Gorrie Eisblöcke, die in den Grossen Seen geerntet und mit dem Schiff nach Süden transportiert wurden. Er liess diese dann bis zum Gebrauch unter drei Meter Sägemehl und Sand einlagern, doch die Vorräte waren jeweils aufgebraucht, bevor Nachschub verfügbar war und deshalb musste sich der Arzt etwas einfallen lassen.

Das Original der Eismaschine von 1845 ist im Smithonian in Washington gelagert und deshalb ist hier nur dessen Replika ausgestellt. Dafür dürfen wir das Modell von Hand antreiben und sehen dabei, wie sich der Kolben im Kompressor hebt und senkt.

Irgendwo entlang dem Highway entdecken wir das Schild "You are entering the Eastern Timezone" – die Zeitverschiebung zur Schweiz beträgt jetzt also 7 Stunden.

Im Grayton Beach State Park spazieren wir zum Strand hinunter und treffen auf dem Weg die südafrikanische Familie an, welche wir in Flamingo kennen lernten. Sie erzählen uns, dass ihr Visum nicht verlängert wurde, obwohl sie auf einer Kreuzfahrt auf den Bahamas waren und damit auch ausserhalb der USA. Deshalb müssen sie im Februar wieder nach Hause reisen. Nach der anfänglichen Enttäuschung haben sie sich schnell darauf eingestellt und wollen nun innert 6 Wochen bis San Francisco reisen, dort ihr Wohnmobil verkaufen und dann nach Washington D. C. fliegen, von wo ihr Rückflug nach Kapstadt gebucht ist.

Als wir uns am Strand tummeln kommt allmählich die Sonne durch und wir erleben eine ganz schöne mystische Stimmung als sich die Nebel lichten.

12. Januar 2014
Es ist ein wunderschöner Sonntag und wir geniessen ihn mit Radfahren respektive joggen am Strand.

Auf dem Campingplatz stoppen verschiedene Leute immer wieder um uns Fragen zum Wohnmobil zu stellen. Heute kommt eine Frau nach der Unterhaltung mit Peter nochmals zurück und bringt uns ein Paket tiefgekühlten Heilbutt, den ihr Mann während der letzten Reise nach Kodiak Island (Alaska) selber gefangen hat. Den nehmen wir natürlich gerne an.

13. Januar 2014
Dass die Fähre nach Dauphine Island wegen technischer Probleme den Dienst derzeit eingestellt hat macht uns nicht ganz unglücklich, denn es regnet und wir hätten die Fahrt ohnehin nicht uneingeschränkt geniessen können. So fahren wir von der Küste zurück auf die I-10, welche über Mobile(Alabama) führt. Von dieser Stadt sehen wir nicht viel, denn ein Tunnel führt uns unter dem Kanal und dem südöstlichen Teil der Innenstadt durch und spuckt uns Richtung Süden wieder aus.

14. Januar 2013 - Paynes RV Park, Theodore (AL)
Die Staaten Alabama und Mississippi sind im Süden sehr schmal und deshalb benötigen wir nur zwei Tage um von Florida nach Louisiana zu kommen. Nach einem informativen Halt beim Willkommenscenter in Luisiana kommen wir um halb drei in New Orleans an.

Der Staat Louisiana hat eine sehr interessante Geschichte:
1682 beansprucht der Entdecker René-Robert Cavelier, Sieur von La Salle, das Territorium für Frankreich
1762 schenkt Louis XV die Provinz seinem Cousin, Charles III von Spanien
1764 siedeln die ersten französisch sprechenden Acadians in der Region nachdem sie von Nova Scotia vertrieben wurden
1803 Drei Jahre nachdem Napoleon Louisiana wiedererobert hat kaufen es die U.S. für 15 Millionen $ und die Eigenstaatlichkeit wurde 1812 gewährt
1815 General Andrew Jackson’s Truppen besiegen die Briten in der Schlacht von New Orleans
1901 wird in der Nähe von Jennings Oel entdeckt
1927 hinterlässt die grösste Flutkatastrophe der Staatsgeschichte 300‘000 Obdachlose
1935 wird Gouverneur Huey P. Long ermordet
2005 verursacht der Hurrikan Katrina an der Küste vom Golf von Mexiko die grösste und teuerste Naturkatastrophe der Nation

New Orleans hat 343‘000 Einwohner und liegt 11 Fuss (3.3 m‘) über Meer

15. Januar 2014 – Pontchartrain Landing RV Park & Marina
Der Shuttle Bus bringt uns direkt an die Toulouse Street im French Quarter von New Orleans. Kurz darauf landen wir bereits im Café du Monde, wo es die weltberühmten“ Beignets oder French Donuts genannten leckeren Süssigkeiten mit Kaffee gibt.

An der Burbon Street, dem Herz des „French Quarter“, ist am Mittag noch nicht viel los – die Strasse lebt in der Nacht und am Wochenende.

Der 3730 km lange Mississippi River fliesst aus dem Lake Itaska(Minnesota) bei Pilottown Louisiana in den Golf von Mexiko. Wir nehmen an der 2 ½stündigen „Battlefield Tour“, einer Fahrt auf dem Mississippi mit dem für 865 Passagiere gebauten Raddampfer „Creole Queen“, teil.

Das Nachtessen im Burbon Heat, Catfish mit Shrimps an einer feinen Sauce auf Reis, schmeckt ausgezeichnet.

16. Januar 2014
Auf der Bustour mit BusVision, der einzigen Tour mit Fremdsprachen und erst noch mit einem Coupon für 2 Tickets für den Preis von einem, erhoffen wir, einiges über die Stadt zu erfahren. Leider erweisen sich die Informationen über Kopfhörer als äusserst spärlich.

Auf der St. Charles Avenue fährt die älteste noch funktionierende Strassenbahn der Welt von 1920.
In früheren Zeiten mussten die Hausbesitzer eine Feuer-Versicherung abschliessen, wenn sie wollten, dass ihr Heim in einem Brandfall gelöscht werden sollte. Eine entsprechende Plakette am Haus zeichnete die Versicherungsnehmer aus und ermöglichte ihnen den Anspruch aufs Löschen.

In der Oyster Factory genehmigen wir uns zum Mittagessen PoBoy mit Roastbeef resp. Pouletbrust - das sind grosse U-Boot artige entzwei geschnittene Sandwiches – sehr typisch in New Orleans.

Im Louisiana State Museum, sind Teile der alten Münzanstalt und die Geschichte der Jazz-Musik von New Orleans ausgestellt. In einem Raum hängen preisgekrönte Foto/Fotoreportagen des Jahres 2013. Im zweiten Stock spielt eine Live Band, die im ganzen Gebäude zu hören ist. Der Eintritt ist frei.
Irgendwo steht: „Louis Armstrong trompetete den Jazz in die Welt hinaus! „

17. Januar 2014
Das WW II Museum ist sehr eindrücklich und wir verbringen über zwei Stunden in dieser interessant gestalteten Ausstellung. Die Operation der Landung in der Normandie, bekannt unter dem Namen „D-Day“ (6.6.1944), wird sehr anschaulich dargestellt und verschiedene kurze Filme und strategische Erklärungen machen das Geschehene verständlicher.

Zum Abschluss unseres Besuchs von New Orleans gönnen wir uns das berühmte Dessert „Bananas Foster“ – lecker und supersüss ;)

Den Eindruck von New Orleans können wir eigentlich nicht in Bildern festhalten, denn die Musik bringt das Leben in die Stadt. Aus jeder Bar, jedem Restaurant oder Cafe tönt Jazz Musik, ab und zu auch Country oder Pop/Rock auf die Strassen.

18. Januar 2014
Nach drei sonnigen Tagen verlassen wir die pulsierende Stadt und reisen weiter gegen Westen.

Wir campen direkt am See und der kleine Enkel unserer Nachbarn fängt einen Fisch um den andern, kaum hat er seinen Angel ausgeworfen.

19. Januar 2014 - Poche's Fish & Camp
Der Campingplatz liegt in der Prärie, ist aber mit den rund um den See angelegten Plätzen sehr hübsch, ruhig und preiswert.

20. Januar 2014 - Port Arthur RV Park
Peter fühlt sich nicht gut, er verspürt seit bald einer Woche einen unerklärlichen Druck auf der Brust, der sich heute früh verstärkt. Damit er nicht plötzlich irgendwo in Schwierigkeiten gerät, möchte er sich deswegen medizinisch untersuchen lassen.

Die Gratisfähre bringt uns nach Galveston Island und statt mit Radfahren und Joggen auf der Insel verbringen wir den Nachmittag im Universitätsspital.

Um 12.55 wird Peter in der Notaufnahme des UTMB in Galveston angenommen, geprüft und kurz darauf verkabelt. Die Schwestern Jennifer und Angela, Dr. Rumph und der Techniker Tobias kümmern sich um ihn. Um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist wollen sie, dass er sich 18 Stunden überwachen und einem „Stresstest“ unterziehen lässt.

Das heisst, dass ich mit dem Wohnmobil zum nächsten Campingplatz fahre - nachdem es vier Stunden illegal auf den Studentenparkplätzen gestanden hat - und morgen früh wieder zurück in die Klinik komme.

21. Januar 2014 – Sandpiper RV Resort, Galveston resp. UTMB
Zum Spital sind es nur gerade zwei Kilometer, ein kurzer Morgenspaziergang – mit einem kleinen Schreckmoment. Die amerikanischen Verkehrswege sind nicht für Fussgänger gebaut, oft gibt es keine Fussgängerstreifen und keine Gehsteige. Als erstes überquere ich eine 4spurige Strasse bevor ich auf dem Grünstreifen der Hauptstrasse entlang durch ein Wohngebiet gehen kann. Am Ende des Grünstreifens liege ich urplötzlich der Länge nach auf der Nase. Auf dem Rückweg schauen wir uns die „Unfallstelle“ zusammen an: zwischen dem Telefonmasten und der Strassentafel ragt, kaum sichtbar, ein etwa 10 cm hohes Eisen mit Drähten dran aus dem Boden und das hat mir den Haken gestellt.

Peter ist auf Herz und Nieren geprüft worden und wird 24 Stunden nach dem Eintritt in die Klinik wieder entlassen. Alle durchgeführten Tests sind negativ ausgefallen und es besteht kein Grund zur Sorge. Der Arzt meint, er solle eine fett- und natriumarmen Diät einhalten, das würde seinen Problemen sicher entgegenwirken.

22. Januar 2014
Von Galveston fahren wir auf der strandnahen Strasse und über die “2 $ Bridge” bis Freeport und von da über die Landstrasse bis Port Lavaca. Dort findet Peter eine angenehme Tour, die er mit dem Fahrrad drei Mal absolvieren kann. Die Runde um den künstlichen See beträgt 500 Meter, zum fit bleiben kann ich sie mehrmals gehen, laufen, hüpfen… - und zum Entspannen wartet ein schön heisses Sprudelbad.

23. Januar 2014 – Port Lavaca
Windböen bis um 70 kmh veranlassen Peter, das Wohnmobil abends um 10 Uhr umzuparken, damit der Wind eine kleinere Angriffsfläche hat und uns nicht mehr so heftig rüttelt.

24. Januar 2014 – Mustang Island State Park
Unsere Nachbarn Fran und Ken aus Kanada laden uns ein zur Unterhaltung. Ken ist von 1985 – 2000 in Kanada Nascar-Rennen gefahren und er wird mit seiner Frau und Freunden am 2. März das Rennen in Phoenix besuchen. Das interessiert uns, vielleicht kriegen wir noch einen Platz auf dem Racecourse-Camping und können so den verschiedenen Rennen vom ganzen Wochenende zuschauen.

25. Januar 2014
Es ist zwar kühl, aber das Wetter wunderschön. Wir erkunden mit dem Motorrad die nähere Umgebung und fahren im National Seashore auf Padre Island bis ans Ende der Teerstrasse. Weil man Richtung Süden dem Strand entlang fahren darf beschliessen wir, noch ein Stückchen auf dem Sand weiterzufahren. Aber unserer BMW passt das offenbar ganz und gar nicht, denn der Anlasser macht plötzlich keinen Mucks mehr. Deshalb schieben wir die Maschine den kleinen Hügel hoch und wollen sie anrollen lassen, doch vorher schaut sich Peter den Anlasser an, rüttelt ein wenig am Stecker und bittet mich, es nochmals zu versuchen. Jetzt startet der Motor ohne falschen Ton, doch den Strandausflug haben wir ob dieses Zwischenfalls komplett vergessen.

Auf dem Parkplatz beim Visitorcenter treffen wir ein Schweizer Pärchen, das sich soeben für eine Strandwanderung bereit macht. Die zwei sind schon sieben Wochen mit dem Mietwagen unterwegs und wir sind die ersten Schweizer, die sie antreffen.

26. Januar 2014
Wenn wir schon fast in Corpus Christi sind wollen wir uns die Stadt wenigstens ganz kurz anschauen. Was schon sehr schnell klar ist: Architektonisch ist kein Stil auszumachen, auf dem “Seawall“ sieht jedes Haus anders aus und ich kann mich kaum sattsehen.

Der Corpus Christi Damm mit seinen Stufen zum Wasser wurde in den späten 1930er Jahren als Teil einer grossen Aufschüttung erstellt, die den „Shoreline Boulevard“ und die populären „T“ Kopfdocke kreierte. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist der Cole Park, wo wir eine kurze Mittagsrast einlegen.

Von der Plattform der 72 Meter über dem Wasser liegenden Hafenbrücke (U.S. 181) hat man eine spektakuläre Aussicht.

Gegen Abend kommen Gerlinde und Horst an. Wir haben die beiden vor Jahren in Südamerika kennengelernt uns sind uns unterwegs mehrmals begegnet. Wir freuen uns, die zwei wieder einmal zu treffen – leider nur kurz, aber immerhin ;)

Ilka und Günther treffen ein wenig später ein, die beiden Paare haben sich im Big Bend Nationalpark kennen gelernt und sind seither miteinander unterwegs.
Wir verbringen einen netten Abend mit Gerlinde und Horst und erfahren endlich, was sie so erlebt haben, seit wir sie vor ziemlich genau drei Jahren in Kolumbien im Tal der hohen Palmen zum letzten Mal gesehen haben.

27. Januar 2014
Das Wetter schlägt wieder um, die Deutschen fahren ins "Padre Island National Seashore", wir laden unser Motorrad, tanken das Motorhome und kaufen ein, damit wir Morgen gleich losfahren können. Unser Ziel - trotz kalten Temperaturen - ist San Antonio, ca. 250 km nördlich.

Und von da startet dann, vielleicht in einem Monat, der nächste Reisebericht.

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