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2013/2014
Nordamerika

Reiseberichte

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Freunde

Freunde

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Corpus Christi, Texas – Las Cruces, New Mexico, USA

28. Januar 2014 - Mustang Island State Park
In San Antonio gibt es heute früh Eisregen. Bis wir am Mittag ankommen soll es aber bei etwa 3°C trocken sein und wir müssen uns keine Sorgen über vereiste Strassen machen. Im Nordwesten ist es denn auch bedeutend heller als gegen Nordosten und einzig der starke böige Nordwind ist beim Fahren etwas mühsam. Bei dieser Kälte haben wir heute und morgen nicht mehr viel vor. Es bleibt wieder einmal Zeit zum Waschen und für längst fällige Computerarbeit.

29. Januar 2014 - Travellers World, San Antonio
Wir sind direkt am San Antonio River, dessen Ufer entlang ein Geh- und Fahrradweg führt – 8 km Richtung Stadt und 10 km Richtung Süden. Wir nutzen das schöne Wetter und erkunden diese Strecke mit den Inlineskates, respektive mit dem Fahrrad.

30. Januar 2014
Jimmy John's Sandwiches können telefonisch bestellt werden und zwölf Velofahrer sorgen dafür, dass die Lieferungen schnell und umweltfreundlich ans Ziel kommen. Zur Mittagszeit sind sie sehr begehrt, kein Wunder: sie sind reich belegt und schmecken hervorragend.

Gestärkt besuchen wir das geschichtsträchtige Alamo, machen eine Tour am Korea- und Vietnam-Kriegs Denkmal vorbei bis zum „Tower of the Americas“. Dieser 228 Meter hohe Turm bietet eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt und weit darüber hinaus.

Das Alamo fiel in den frühen Morgenstunden des 6. März 1836. Eine kleine Gruppe von Texanern hatte die Festung 13 Tage gegen die Armee von General Santa Anna verteidigt und der Tod der Alamo-Verteidiger symbolisiert die Courage und Aufopferung für die Sache der Freiheit.

Über den „Riverwalk“ kommen wir zurück zur Busstation.

Der Riverwalk besteht aus zwei parallelen dem Fluss entlang und unter Brücken windenden Gehsteigen, gesäumt von Restaurants, Läden, Hotels und mehr. Dieses Konzept wurde 1929 vom damals 27jährigen Architekten Robert H.H. Hugman im Zusammenhang mit der Flutkontrolle für die Stadt vorgeschlagen. Weil finanzielle Mittel fehlten verfolgte er das Projekt sieben Jahre lang auf eigene Faust weiter. Als elf Jahre später die Finanzierung gesichert war, war er anfänglich bei der Detail-Planung und Ausführung mitverantwortlich, bis er in Ungnade fiel, weil er korrupten Vorgesetzten auf die Schliche kam und diese massregeln wollte, was seine Entlassung zur Folge hatte. Erst Jahre später, als in San Antonio die Internationale Ausstellung „HemisFair ‘68“ stattfand, gewann er seinen Ruf zurück und erlangte die ihm gebührende Ehre.

31. Januar 2014
Auf der Bootstour erfahren wir, wie das „neue“ Hotel Hilton in der Weltrekordzeit von nur 202 Tagen zur Eröffnung der „HemisFair ‘68“ erstellt wurde: mit vorfabrizierten Quadern, die dann am Standort aufeinander gebaut wurden.

Am Freitagabend laden uns die Nachbarn Judy und Mike zum Apero ein. Sie erzählen uns, dass morgen Vormittag in der Stadt eine Parade stattfindet, die das Rodeo vom nächsten Wochenende einläutet.

1. Februar 2014
Die Parade macht Lust aufs Rodeo. Obwohl uns die Stadt sehr gut gefällt wollen wir keine weitere Woche hier verweilen. Im farbigen „Mercado“ gibt es am Wochenende immer Auftritte von Amateur-Sänger/innen und Tanzgruppen, die für ein Trinkgeld die Touristen unterhalten.

2. Februar 2014
Die Mission Conceptión haben wir vom Bus aus kurz gesehen, ich besuche sie heute Nachmittag mit dem Fahrrad. Sie ist die am besten erhaltene Mission im Süden von San Antonio.

3. Februar 2014
Nach sechs Tagen verlassen wir San Antonio und setzen unsere Reise Richtung Westen fort. Wir haben die Zeit genutzt um unsere Heimreise zu organisieren, die Stadt kennen zu lernen, mit unseren temporären Nachbarn zu diskutieren und ausgiebig Sport zu treiben.

Unterwegs: Die Dame fällt auf, sie macht ihren Morgenspaziergang (?) in der Pijamahose mit grossen farbigen Tupfen auf dem 4spurigen Highway - mitten in der Prärie.

Zum ersten Mal seit langem ist unsere Strecke etwas hügelig. In den trockenen Gegenden hat es noch vereinzelt Kühe, aber die Ziegen scheinen in der Überzahl. Es gibt auch Schafe. Nur wo bewässert wird leuchten die Felder in den kräftigsten Grüntönen. Aber da sehen wir keine Tiere. Genau als wir auf dem GPS unsere Position checken sind wir auf 333 müM, also gar nicht sehr hoch. Trotzdem liegt die Temperatur bei nur 7°C am Mittag.

Del Rio: in der Ferne sehen wir Berge. Auf der Landstrasse dürften wir schneller fahren als zuhause auf der Autobahn (75 miles/122 kmh)

Nach del Rio gibt es einen Checkpoint, wo wir der Grenzpatrouille unsere Pässe vorweisen müssen. Kurz darauf machen wir einen Höhencheck: 480 m'. Im Seminole Canyon State Park übernachten wir auf 427 müM, fast wie zuhause.

4. Februar 2014 – Seminole State Park
Texas - über lange Strecken weit und breit nichts ausser dürrer Landschaft, schnurgerader Strassen und hellem Gestein, lauter Canyons, trockener Flussbetten und Busch. Ab und zu eine Antenne, Strom- und Telefonleitungen, der Eingang zu einer Ranch - und wieder nichts. In der Ferne einmal eine Farm. Ab und zu zerfallene und verlassene Häuser/Schuppen oder Wohnwagen - wir möchten nicht unbedingt hier leben.

Mitten in der Prärie ein Schild: "Stop for school bus loading or unloading" - meilenweit von der nächsten Schule entfernt.

Dann plötzlich, in einem kurzen Aufstieg, 3 Radfahrer, 10 Meilen vor Dryden. Wir bezweifeln, dass es hier eine Schule gibt, vielleicht in Sanderson - weitere 20 Meilen weg?

Ziegen sind scheinbar genügsam, sie weiden auf einem Gelände wo für uns nichts sichtbar Nahrhaftes zu finden ist.

Manchmal gibt es von "wenig zu sehen" ziemlich viel zu denken ...

Marathon liegt auf 1288 müm und es ist tagsüber bei schönstem Wetter 16°C - hier übernachten wir. In der Nacht wird's dann aber wieder kalt.

Wir verbringen einen gemütlichen Abend am Feuer. Kathy und Denny haben an unsere Türe geklopft und uns eingeladen mit ihnen und zwei weiteren Ehepaaren das Feuer zu geniessen. Sie offerieren uns „S’mores“, gegrillte Marshmallows mit einem Stück Schokolade zwischen Keksen.

5. Februar 2014 – Marathon
Die Aussicht, dass es im Big Bend Nationalpark am Rio Grande etwas wärmer ist freut uns. Heute ist es zwar noch bedeckt und es bläst ein stürmischer wind, aber schon Morgen soll es wieder freundlicher werden. Auf dem heutigen Spaziergang erkunden wir unsere morgige Wanderroute.

6. Februar 2014 – Rio Grande Village, Big Bend Nationalpark
Es ist immer noch kalt und der Himmel ist bedeckt. Bevor die Sonne scheint wird es kaum wärmer. Auf dem „Nature Trail“ bläst uns noch ein kalter Wind um die Nase.

Um drei Uhr ist es aber schliesslich so weit: der blaue Himmel verändert die Landschaft und die Temperaturen sanft. Um viertel nach sechs verschwindet die Sonne bereits wieder - hinter den Mexikanischen Bergen.

7. Februar 2014
Endlich - die Sonne scheint, es wird wärmer und unsere Wanderung zu den „Hot Springs“ ist purer Genuss! 12 Kilometer sind genau die richtige Distanz für uns, wir müssen es ja nicht übertreiben.

8. Februar 2014
Nach der acht Kilometer Wanderung vom „Chisos Basin“ zum "Window" treffen wir auf dem Campingplatz ein Schweizer Paar mit ihrem VW-Bus. Claudia und Martin haben ihre Weltreise in der Schweiz gestartet und sind bis ans Nordkap gefahren, bevor sie dann das Fahrzeug von Hamburg nach Baltimore verschifft haben. Sie sind jetzt schon acht Monate unterwegs, zwei davon in USA, und planen später über Mittelamerika nach Südamerika weiterzureisen. (www.viaje.ch)

9. Februar 2014
Ausflug nach Boquillas del Carmen, Mexiko: Nur ein paar Kilometer von Rio Grande Village entfernt gibt es einen offiziellen Grenzübergang nach Mexiko. Nach den Attentaten im September 2001 war dieser bis April 2013 geschlossen und heute sind Parkranger da, die sicherstellen dass alles mit rechten Dingen zu geht.

Am Ufer des Rio Grande werden wir von den Mexikanern mit einem Ruderboot abgeholt und für 5 US$ pro Person übergesetzt. Die Fahrt zum Dorf mit dem Pickup kostet noch einmal so viel. Das ist zwar teuer, aber wenn man bedenkt, dass der wenige Tourismus das Haupteinkommen des kleinen Dorfes mit rund 40 Familien darstellt, durchaus vertretbar.

Steve, ein Amerikaner, der ganz allein unterwegs ist bittet uns im Restaurant, an seinen Tisch zu sitzen. Wir bestellen für dieses Dorf typische Gerichte, rote Enchilladas mit Gemüse/KäseFüllung für mich und die grünen Enchilladas mit Pouletfleisch für Peter –die Gerichte sind etwas fad, wir hatten eine etwas rassigere Sauce erwartet. Es gibt zwei Restaurants, dieses besitzt dank einer Solaranlage Kühlschränke, denn es gibt sonst keinen Strom im ziemlich abgelegenen Dorf. Es gibt sogar ein neues, erst im November eröffnetes Spital, das ständig mit zwei Ärzten besetzt ist. Diese arbeiten jeweils einen Turnus von 3 Wochen am Stück und werden danach durch zwei Kollegen ersetzt.

Ebenfalls seit letztem Jahr gibt es einen Kindergarten – wir können uns gut vorstellen, dass dieser Dank dem wieder aufkommenden Tourismus gebaut werden konnte.

Jeden Donnerstag kommt der Früchte- und Gemüsehändler. Heute wird mit einem kleinen Tankfahrzeug Benzin von Haus zu Haus geliefert. Die nächste richtige Einkaufsmöglichkeit liegt etwa 5 Stunden entfernt.

Bei der „Wiedereinreise“ in die USA müssen wir unseren Pass scannen und nach der Aufforderung den Telefonhörer abnehmen. Wir werden gefragt, weshalb wir nach Mexiko gereist sind und ob wir etwas eingekauft haben. Nachdem wir dieselbe Frage etwa drei Mal beantwortet haben erhalten wir auf dem Bildschirm endlich die Genehmigung zur Wiedereinreise.

10. Februar 2014
Über den „Ross Maxwell Scenic Drive“ und die „Old Maveric Road“ verlassen wir den Big Bend NP. Wir folgen dem Rio Grande und kommen durch den Big Bend State Park nach Presidio. Die Eindrücke sind imposant: Kurvenreiche, oft steile Strassen, markante Berge, tiefblauer Himmel, smaragdgrüner Rio Grande, 27°C Wärme - und fröhliche Camper.

Zusammen mit anderen Reisevögeln, die dem Winter entfliehen, setzen wir uns zur Happy Hour auf dem Campingplatz.

11. Februar 2014 - Presidio
Weil es heute Abend in der Höhe noch einmal eisig kalt werden soll bleiben wir zwei Nächte in Presidio und reisen erst morgen weiter.

Am Mittag kommt ein riesiger Sattelschlepper mit einem geräumigen 5th-Wheeler an. Das Gefährt ist 72 Fuss lang (22 Meter) und es ist alles dabei. Das Zugfahrzeug ist ein Volvo-Lastwagen, ein 4x4 Jeep und das Motorrad sind auf der Brücke. Und damit ist er über die steilen Hügel des Big Bend Stateparks gefahren. Respekt!

12. Februar 2014
Wir haben seit gestern Abend spät ein massives Frischwasserleck und beschliessen, diesem Problem am Abend auf den Grund zu gehen. Doch Peter findet eine lose Verbindung, als er die Toilette leert und kann den Schaden gleich beheben.

Die San Solomon Springs, eine Oase in der Wüste, liegen im Balmorhea State Park, dem angeblich drittschönsten State Park in den USA. Das etwa 22 °C warme Quellwasser ist der Grund, weshalb 1934-1936 durch das CCC (ziviles Konservations Corps) ein Riesenbassin erstellt wurde. Dieses ausserordentliche Bauwerk ist in der Zwischenzeit etwas renovationsbedürftig.

13. Februar 2014 - Balmorhea State Park
Texas - The Lone Star State - ist reich an Erdöl, aber staubtrocken.

Balmorhea - Pecos: weite Felder, wenig grün, entsprechend wenig Vieh, aber eine grosse Anzahl gemächlich wippender Ölpumpen willkürlich in der Landschaft verteilt.

Pecos ist wahrhaftig kein Touristennest, Schrott, Abfall und zerfallende Gebäude prägen das Bild. Wir tanken und schauen, dass wir weiter kommen.

Erst nach etwa acht ausgedienten und inzwischen verfallenen Tankstellen finden wir endlich eine, die Diesel verkauft und wir sind überrascht, dass dieser so teuer ist, wo in dieser Region doch so viel Öl gefördert wird.

Vor den höchsten Bergen Texas' , den scheinbar kahlen Guadeloupe Mountains, biegen wir nach Norden ab, wir machen einen klitzekleinen Abstecher nach New Mexiko um den Carlsbad Cavern Nationalpark zu besuchen. Hier sind wir auch in einer anderen Zeitzone, der "Mountain Time" und der Zeitunterschied beträgt nun 8 Stunden.

Die Carlsbad Caverns – UNESCO Weltnaturerbe – sind weltbekannt für ihre Tropfsteinhöhlen. Sie sind immens gross und nur ein kleiner Teil davon ist den Touristen zugänglich gemacht. Wir wählen den natürlichen Eingang und sind nach etwa einer Stunde über 200 Meter tief im „Big Room“, einem der grössten unterirdischen Räume der Welt. Wir sind einfach nur beeindruckt und staunen was im Lauf von Jahrmillionen so alles entstehen kann. Wer mehr über Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagmaten wissen möchte findet die Entstehungsgeschichte dieser Höhlen in Wikipedia ausführlich beschrieben.

Wir verbringen einen gemütlichen Abend mit Denise & Peter in ihrem Wohnmobil. Sie haben in Washington State einen RV Park gekauft und sind vor zwei Wochen in Miami zu ihrem neuen Lebensabschnitt in den USA gestartet. (www.rockcutrvpark.com)

14. Februar 2014 – White‘s City
Im Hueco Tanks State Park soll die grösste Sammlung von Felsmalereien in ganz USA zu finden sein. Wir haben diesen Platz nur zum Übernachten aufgesucht und deshalb dürfen wir nur ein paar frei zugängliche Höhlen auf dem „North Mountain“ besuchen. Weil viele der frühen Malereien von Menschen aus der Neuzeit übermalt wurden ist es schwierig, sich ein richtiges Bild davon machen zu können. Für eine geführte Tour ist es heute zu spät und den morgigen Tag haben wir anders geplant.

15. Februar 2014 – Hueco Tanks State Park & Historic Site
Obwohl wir extra vor dem Frühstück einen kleinen Spaziergang zum Teich machen und hoffen einige Javelinas zu sehen wird unsere Anstrengung nicht belohnt.

Kurz vor Las Cruces hat es entlang dem Interstate riesige Rindvieh Farmen – misslich wie die Tiere hier gehalten werden – so könnte einem die Lust auf das feine Fleisch fast vergehen.

Wir treffen uns heute mit Regula und Edwin und wollten eigentlich zusammen das White Sands National Monument besuchen. Leider ist das aber vermutlich nicht möglich, weil gestern vor einer Woche eine Drohne des US Militärs abgestürzt ist und daraufhin das ganze Gebiet gesperrt wurde, bis die Abklärungen und Aufräumarbeiten abgeschlossen sind. Wann das der Fall sein wird ist derzeit noch völlig offen.

Wir geniessen das Plaudern mit Regula und Edwin und beschliessen morgen zusammen Mesilla zu besuchen. Das Dorf liegt so nah, dass wir zu Fuss gehen können.

In guter Gesellschaft ist es etwas schwierig, unsere Website auf den aktuellsten Stand zu bringen und deshalb machen wir hier einen Punkt.

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