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2013/2014
Nordamerika

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Las Cruces, New Mexico – Phoenix, Arizona, USA

16. Februar 2014 - Siesta RV Camping, Las Cruces
Heute spürt man, dass es Sonntag ist. In der Basilica San Albino in Mesilla findet eine Messe mit Taufe statt und die Kirchgänger sind festlich gekleidet. In Amerika nehmen wir den Sonntag sonst eigentlich nicht so wahr, denn an den meisten Orten ist er einfach ein Tag wie jeder andere.
So auch im Motorradgeschäft in Las Cruces, nur eine Meile weiter, wo wir uns die neusten Harley-Modelle anschauen und uns der Verkäufer nach dem Wohlbefinden seines Idols, Roger Federer, fragt. Er meint es ernst, denn beim Verlassen des Geschäfts ruft er uns nach, wir sollten dann nicht vergessen, ihm die besten Grüsse auszurichten!

17. Februar 2014
Wir haben Glück, „White Sands“ ist nach der Schliessung wegen einer abgestürzten Drohne seit heute wieder offen.

Nach der gut einstündigen Wanderung zu den Dripping Springs mit den Ruinen des Bergcamps und den Gebäuden des Boyd Sanatoriums reisen wir ca. 80 km nordöstlich zum „White Sands National Monument“. Weil heute der „Presidents Day“ gefeiert wird, ist der Eintritt frei und es hat sehr viele Leute. Die Dünen sind nicht sehr hoch aber diese Sandlandschaft ist faszinierend. Sie kommt bei uns definitiv in die Rubrik der eindrücklichsten Erlebnisse. Der Sand ist weiss, fein und ein wenig feucht – er klebt an den Schuhen und ist fast wie Gips, wir können ihn jedenfalls nicht einfach wegbürsten.

Zum Apéro bereiten uns Regula und Edwin einen Grizzlidrink (Orangenjus, Cranberryjuice, Vodka, Eis) mit Nachos und Guacamole – herzlichen Dank!

18. Februar 2014 – White Sands Community RV Park, Alamogordo
Der Rio Grande durch Las Cruces führt keinen Tropfen Wasser, dabei hatten wir uns diesen, wie es der Name sagt, immer als grossen Fluss vorgestellt.

Gute Gründe, etwas länger im Rockhound State Park zu verweilen, gibt es viele. Es ist wunderschön, die zwei Bündel Holz à 5 $ reichen für mehr als nur ein Feuer, wir können wandern und sind in angenehmer Gesellschaft.

19. Februar 2014 – Rockhound State Park
Regula hat gestern Abend einen leckeren Zitronenkuchen gebacken und serviert diesen heute zum Kaffee.

Der Rockhound State Park liegt in den „Little Florida Mountains“ und hier wird man ausnahmsweise aufgefordert, Steine zu sammeln und nach Hause zu nehmen. Bis sieben Pfund pro Person dürfen es sein und mit etwas Glück findet man „Thundereggs“ oder Geoden in denen sich wunderbar farbige Schätze verbergen. Wir begnügen uns damit, die Ausstellung im Besucherzentrum zu studieren und auf der Wanderung den einen oder anderen Stein etwas genauer zu betrachten.

Am Abend entfachen wir dann wieder ein fabelhaftes Campfeuer, grillen Steaks und backen knusprige Brote.

20. Februar 2014
Die Reise geht weiter, wieder in die Nähe der Mexikanischen Grenze und nach Arizona, den letzten Staat unserer diesmaligen Reise.

21. Februar 2014 - Double Adobe Campground
Auf dem Weg nach Tumbstone besuchen wir die alte Minenstadt Bisbee. Die 274 m‘ tiefe Grube des ehemaligen Kupferbergwerks erstrahlt im Sonnenlicht in den leuchtendsten Farben.

22. Februar 2014 – Tombstone Territories RV Park
1885 war Tombstone wegen dem Silberboom (nach San Franzisco) mit über 9000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt westlich des Mississippi.

Tombstone - the Town too tough to die!

Wyatt Earp ist DIE Legende aus den 1880er Jahren und beim berühmten „Gunfight“ im O.K. Corral zwischen den Earps (den Gesetzesmännern) und den Cowboys wird die Geschichte in kurzen Sequenzen interessant dargestellt.

23. Februar 2014
Wir haben in Tombstone das Motorrad gebraucht und ich nutze heute die Gelegenheit, die gut achtzig Kilometer zum nächsten Ziel allein zu fahren. Es macht Spass, denn ausnahmsweise gibt es auch ein paar Hügel und Kurven. Wir sind direkt am See, haben eine schöne Feuerstelle und einen gedeckten Sitzplatz, grandios!

24. Februar 2014 – Patagonia State Park
Auf dem „Birdwatching Trail“ wandern wir ein Stück dem See entlang bis wir die Hitze nicht mehr ertragen. Am Abend spendet dann das grosszügige Lagerfeuer mit dem letzten Holz vom Rockhound State Park die nötige Wärme. Die zwei Tage am Lake Patagonia sind Natur pur!

25. Februar 2014
In Tucson besuchen wir das „PIMA Air and Space Museum“, welches die Geschichte von 100 Jahren Luftfahrt widerspiegelt, und finden unter etwa 300 Flugzeugen auf dem Flieger-Friedhof die ausrangierte "Star of Switzerland" der TWA.

Am Abend bekunden wir etwas Probleme, den Campingplatz zu finden, denn mit den eingegebenen Koordinaten landen wir direkt beim Casino. Wir fragen uns durch und finden den Platz, wie beschrieben, inmitten von riesigen Saguaro Kakteen.

26. Februar 2014 – Gilbert Ray Campground
Wir besuchen das „Arizona-Sonora Desert Museum“, fahren durch den Saguaro Nationalpark und besuchen Old Tucson, in dessen Kulissen seit 1939 über 300 Filme gedreht wurden.

27. Februar 2014
Die Mission San Xavier im Südwesten von Tucson wurde im 18. Jahrhundert im Chirrucuresco Stil erbaut und sie ist, dank sorgfältiger Renovation, sehr gut erhalten.

28. Februar 2014 – Organ Pipe Cactus National Monument (Biosphären Reservat)
Die südliche Sonora Wüste ist der einzige Ort in USA, wo „Organ Pipe“ Kakteen wachsen.

Am Abend besuchen wir ein Ranger-Programm, wo wir über ein seltene Tiere informiert werden: Die Sonora Pronghorns gehören zu den schnellsten Tieren der Welt und sie können Bedrohungen auf eine Distanz von 1 Meile wahrnehmen. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir eine dieser vom Aussterben bedrohten Kreaturen zu Gesicht bekommen werden. Im Jahr 2002 gab es gerade einmal noch 21 Tiere im Park, inzwischen sind es bereits wieder um die 200.

Auf dem 34 Kilometer langen „Ajo Mountain Drive“ lernen wir dank dem 16seitigen Führer einige Pflanzen, Tiere und Eigenarten der grünen Wüste kennen. Bei Halbzeit wandern wir den kurzen „Arch Canyon Trail“. Das Loch im Felsen sieht von weitem fast aus wie die Schweiz, allerdings seitenverkehrt ;)

In der Nacht regnet es. Die Winterregen sind so sanft, dass der Boden das Wasser aufzunehmen vermag, wogegen die heftigen Gewitterregen im Sommer über die sogenannten "Washes" ablaufen. Die durchschnittliche jährliche Regenmenge beträgt 8 1/2 inches, ca 25 cm.

1. März 2014
Der Duft der Wüste nach dem Regen ist sehr stark und einzigartig. Die gelben Blumen leuchten unter den dunklen Wolken noch viel intensiver als im Sonnenlicht.

Gleich am Ausgang des Parks gibt es eine „Grenzkontrolle“. Das einzige Mal wo wir unsere Pässe bereit halten hat der Beamte der US Border Patrol ganz anderes im Sinn: "Hi guys, where are you from? This is the coolest vehicle that ever came through here I've never seen one like this before. Have a good day."

Bei der nächsten Kontrolle, nachdem der Beamte mit seinem Phone ein Foto gemacht hat, besteht wieder kein Interesse an unseren Pässen. "That's awesome, nice rig!! – Bye."

2. März 2014 – Oasis R.V. Park, Dateland
Zwischenstation nach Yuma.

Mit einem Apéro in der Hand kommen Vicky und ein paar ihrer Bekannten bei uns vorbei und laden uns zum Campfeuer ein. Wir werden auf dem Campingplatz in Yuma empfangen, als ob wir alte Freunde wären und bekommen feine Spare Ribs zu unserem rohen Gemüse mit Dip, so dass wir das geplante Nachtessen glatt vergessen können.

3 - 6. März 2014 – Rolle’s Linda Vista RV Park, Yuma
Peter dreht seine Runden auf dem Fahrrad entlang des Colorado Rivers und danach besuchen wir zusammen das historische „ Yuma State Prison“, das Gefängnis, welches die einen als „Hellhole“ und die anderen als „Country Club“ bezeichneten – je nachdem auf welcher Seite sie sich befanden. Damals (1876 – 1909) war das Gefängnis die modernste Einrichtung der ganzen Stadt, was die ehrenwerten Bürger natürlich verärgerte. Nach 33 Jahren wurde das Gefängnis wegen Überfüllung geschlossen.

Mittwoch:
Maureen und Mike wollten sich eigentlich nur mit Regula und Edwin treffen und trotzdem laden sie uns alle in Hunters Steakhouse zum Nachtessen ein. Die Prime Ribs sind so zart, dass sie auf der Zunge zergehen. Regula und Edwins "Mudcake" ist etwa fünf Mal so gross wie Maureen und Mikes "Cheesecake" mit Himbeersauce. Aus ihrem eigenen Garten überreicht uns Maureen noch eine grosse Tüte mit Orangen, Zitronen, Tangerinen und Grapefruits.

Donnerstag:
Nachdem Peter in den frühen Morgenstunden mit dem Fahrrad dem Kanal entlang gefahren ist und sein bescheidenes Trainingsziel erreicht hat verabschieden wir uns nach beinahe drei Wochen gemeinsamer Reise von unseren Freunden Regula und Edwin. Wir haben diese Abwechslung sehr genossen und freuen uns, wenn wir einander im Herbst wieder treffen.

7. März 2014 - Desert Palms Golf und RV Resort, Salome
Yarnell liegt am knapp 1500 Meter hohen Passübergang. Es ist mit 18•C angenehm kühl hier oben. Kurz darauf erleben wir eine Schrecksekunde: In Peeples Valley fahren wir die erlaubten 35 mph. Am Ende des Dorfes gehen die zwei Spuren wieder in eine über und Peter will den etwas schneller hinter uns fahrenden Pickup noch vorbei lassen. In diesem Moment sticht auf der rechten Seite in etwa doppeltem Tempo ein weisser PW vorbei und wir können nur von Glück sprechen, dass nichts passiert ist.

Der zweite Pass ist 1860 Meter hoch und kaum tiefer liegt der Ort Prescot, wo 1879 Virgil Earp (Wyatt Earp’s älterer Bruder) lebte und wo auch Doc Holliday einige Zeit verbrachte, bevor er nach Tombstone reiste. Prescot Valley ist ein wenig tiefer und wir sind überrascht über die Grösse des modernen, erst im Jahre 1966 gegründeten Ortes. Die Einfamilienhäuser sehen von weitem fast aus wie bei uns, aber die meisten sind aus Holz. Grössere Bauten muten teilweise recht futuristisch an.

8. März 2014 – Fairgrounds RV Park, Prescott Valley
Die Fahrt über die Berge nach Sedona ist atemberaubend schön. Der Ort liegt am Fuss der roten Felsen. Die Häuser sind farblich und strukturell genial in die felsige Landschaft eingepasst. Wir steuern den Campingplatz am Stadtrand an und sind enttäuscht, dass er bereits ausgebucht ist, denn von hier könnten wir bequem zu Fuss das Städtchen erkunden.

9. März 2014 - Lo Lo Mai Springs Campground
Durch porösen Fels dringt das Wasser an die Oberfläche und die Quelle lädt zum Verweilen ein. Riesige alte Eichen und Sycamore Bäume prägen das Bild und entlang der Grundstückgrenze plätschert der „Oak Creek“.

Ab heute reisen wir separat. Wir haben beschlossen, das Motorrad bis Phoenix nicht mehr aufzuladen und deshalb fahre ich die paar kurzen Etappen hinter dem Wohnmobil her. "Less work - more fun!"

Unser neuer Nachbar, Jim Hill von Alaska, gibt uns ein paar Tipps, die wir gerne annehmen.

Der "West Fork Trail" ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Weg führt durch eine äusserst attraktive Schlucht mit imposanten Felsen, die als Hintergrund für aller Art Fotos verwendet werden. Das Brautpaar bringt Festkleider mit und lässt die Verlobungsfotos knipsen. Die schwangere Frau posiert in Gala stolz auf einem gefallenen Baumstamm. An einer schattigen Stelle finden wir noch Schneereste und in der Sonne fliegen bereits die ersten Schmetterlinge.

Unterwegs studieren wir „Driving in America“: das Natel am rechten Ohr, die Zigarette in der linken Hand, die Gedanken in den Wolken?

10. März 2014 - Distant Drums RV Park
Wir machen eine wunderschöne Töfftour über Cottonwood, Jerome und Prescott Valley - mit 127 Kurven auf 12 Meilen - juhui!!! In Jerome fragen uns zwei Damen, wie wir das machen mit dem Herunterfahren auf dem Motorrad, ob wir keine Angst hätten, sie würden sich ja schon mit dem Auto vor dem Rückweg fürchten. Dabei bin ich vor zwei Tagen diesen ganzen Weg mit dem Wohnmobil gefahren - wenn die wüssten ...

11. März 2014
Wir lassen in Rimrock unser Wohnmobil waschen und einwachsen, damit es die lange Sommerpause möglichst unbeschadet übersteht. Weil die Farbe vom Aufbau ziemlich ausgebleicht ist wird das aufgetragene Wachs im Nu aufgesaugt und Gary hat keine leichte Aufgabe. Das ist auch der Grund, dass wir einen Fachmann mit der Reinigung beauftragt haben. Am Nachmittag fahren wir über die Berge bis nach Payson, damit wir am Mittwoch nicht mehr weit haben bis Apache Junction.

12. März 2014 – Payson
Es ist noch kalt um 09.00 Uhr und ich muss mich warm anziehen aufs Motorrad. 10°C gibt das Thermometer an und ich bin froh um die Griffheizung. Beim Zwischenhalt am Saguaro Lake unterhalten wir uns mit einem Gefangenen-Aufseher und er erzählt uns von der berühmten „Chain Gang“, wo die Gefangenen mit Fussketten aneinander gekettet z. B. entlang der Strasse jäten. Es gibt sogar auch eine weibliche „Chain Gang“ und eine aus Jugendlichen. Seine Schutzbefohlenen sind allerdings „Jungs“ kurz vor der Entlassung und sie sind unverkennbar gekleidet. Das Gefängnis selbst befindet sich mitten in Phoenix und besteht, im Fall dieser Männer hier, aus Zelten. Die sind nicht zu beneiden im Sommer, wenn es über 40°C heiss wird.

Am Nachmittag beginnen wir mit der Reinigung des Wohnmobils.

13. März 2014 – Lost Duchman State Park
Der State Park liegt direkt am Fuss der Superstition Mountains und wir lassen es uns nicht nehmen, trotz der anstehenden Arbeiten eine kleine Wanderung zu machen. Obwohl wir zwischen drei und vier Stunden einplanen bezweifeln wir, dass wir den anvisierten Sattel in dieser Zeit erreichen können. Doch glücklicherweise liegen wir mit dieser Schätzung ziemlich daneben, denn genau 55 Minuten nach dem Start sind wir bereits oben – egal, so bleibt uns ein bisschen mehr Zeit zum Putzen.

Am Nachmittag gönnen wir uns noch einen kleinen Ausflug mit dem Motorrad zum Canyon Lake. Die Landschaft mit den gelben Felsen ist wunderschön, aber die Strasse ist so miserabel, dass es uns ein wenig verleidet und dann sind wir auch noch etwas enttäuscht über die Aussicht auf den braunen See.

14. März 2014
Das Motorrad geht schon einmal in die „Sommerpause“. Nachdem wir den Vertrag mit der Einstellfirma abgeschlossen haben erhalten wir einen persönlichen Code, mit welchem wir Zutritt zum Gelände erhalten. Wir waschen das Motorrad, schmieren die Kette, hängen zur Sicherheit die Batterie ab und hoffen, dass diese dann im Herbst noch funktionsfähig ist. Damit Peter noch ein paar Velokilometer fahren kann haben wir einen Campingplatz in der Nähe eines wunderschönen Radweges ausgewählt. Der Platz ist grosszügig und trotz Arbeit können wir die letzten Tage noch geniessen.

15./16. März 2014 – Apache Wells RV Resort, Mesa
Mitten in unserer Packerei unterbricht uns die Nachbarin Elaine und dankt für die gute Unterhaltung. Wir sind etwas perplex, was meint sie nur??? Ja, sie hätte zusammen mit ihrem Mann den ganzen Samstagabend auf unserer Webseite verbracht und sich die Fotos unserer verschiedenen Reisen angeschaut und das sehr genossen. Zudem hätte, seit sie auf diesem RV Park sei, auf dieser Strasse noch nie so viel Verkehr geherrscht wie seit wir da stünden.

17. März 2014
Im „Shady Storage“ gibt es 328 Plätze und wir sind überzeugt, dass unsere Fahrzeuge den Sommer hier gut überstehen werden.

Der schon etwas ältere Fahrer mit elegantem Kittel, zerschlissenen Hosenstössen und abgelatschten Crocs bringt uns mit seinem Taxi in einer rasanten Fahrt zum Flughafen.

Auf dem Flug via Houston nach Mexico City herrschen so starke Turbulenzen, dass wohl mehr als nur mein Stossgebet zum Himmel gesandt wurde. Dies ist der bisher schlimmste Flug unseres Lebens und wir möchten das nicht so bald wieder erleben. Nach der ruppigen Fliegerei scheint der sanfte Landeanflug beinahe irreal und in Mexico City angekommen sind wir glücklich, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben.

Im Bed & Breakfast werden wir nachts um halb zwölf von Eloisa strahlend empfangen. So sympatisch! Sie zeigt uns den Frühstücksraum und bringt uns dann ins grosszügige Zimmer in der Wohnung im 2. Stock, wo wir schon bald darauf tief schlafen.

18. März 2014 - Chillout Flat B&B, Mexico City
Begonnen haben wir unsere Reise im ältesten Hotel in Halifax, wo das Zimmer winzig und teuer war, und zum Abschluss logieren wir in einem uralten Gebäude in Mexico City, wo wir im freundlichen Chillout Flat B&B ein grosszügiges Zimmer zu einem moderaten Preis gefunden haben.

Den ersten Tag verbringen wir denn in der Altstadt, schlendern zum Zocalo, der von der Kathedrale, Regierungsgebäuden, Geschäften und Restaurants gesäumt ist. Die Kathedrale von Mexiko-Stadt (Catedral Metropolitana de la Asunción de María de la Ciudad de México) ist die größte und älteste Kathedrale des amerikanischen Kontinents. 1967 wurden die monumentalen Barockorgeln der Kathedrale durch ein Feuer so stark beschädigt dass sie aufwändig restauriert werden mussten und erst vor zehn Tagen wiedereingeweiht werden konnten.

Das Nachtessen im gediegenen Restaurant Los Limosneros, nur einen Block von unserer Unterkunft entfernt, ist eine wahre Augenweide und Peters pikantes Schweinefleisch rührt ihn beinahe zu Tränen.

19. März 2014 - Hoch hinaus!
Wir machen eine informative zweieinhalb stündige Tour mit dem roten Doppeldecker Bus und essen im Stadviertel Condessa zu Mittag. Anschliessend fahren wir mit dem Lift in den 42. Stock des "Torre Latinoamericano" und geniessen den eindrücklichen Ausblick über die Stadt vom Freiluft-„Mirador“ im 44. Stock.

Der "Paseo de la Reforma" (die Verbindung zwischen der Altstadt und dem "Bosque de Chapultepec" ist der "Champs Elisée" in Paris nachempfunden.

Nach dem Essen auf einer Dachterrasse am Zocalo fahren wir nochmals auf den Aussichtsturm, um die Stadt von oben auch bei Nacht zu betrachten.

20. März 2014
Die U-Bahn bringt uns in vierzig Minuten zum "Museo de Antropología". Die ist günstig (33 Rappen) und schnell. Besonders faszinierend im Museum finden wir die Ausstellung der Ruine Teotithuacan sowie die Exponate der Azteken und Mayas.

Am Nachmittag bleibt noch Zeit für einen kurzen Rundgang durch die Exposition "Architectura En Mexico 1900 a 2010", wo nicht nur Gebäude sondern auch Möbel ihren Platz haben. Der modern anmutende Stuhl "Totonaca" von Clara Porset (1932-1981) aus dem Jahr 1957 - schon damals mit einem violetten Textilbezug – sowie Stücke von Don Shoemaker, die ein ähnliches Design aufweisen und gut harmonieren, finden meine spezielle Beachtung.

Wir haben uns wohl gefühlt in Mexico City und können uns gut vorstellen, diese Stadt wieder einmal zu besuchen.

Die Fahrt zum Flughafen dauert trotz Feierabendverkehr nicht allzu lang und wir können frühzeitig einchecken. Da erleben wir eine angenehme Überraschung, denn der Business-Upgrade mit Flugmeilen hat geklappt und wir reisen im Jumbo im oberen Stock bequem bis Frankfurt! Zum Schlafen können wir ganz flach liegen, so kommen wir wunderbar ausgeruht und voller Elan in Europa an.

Das ist ein schöner Abschluss unserer ersten Kanada/USA-Reise und wir freuen uns auf die Zeit mit Familien und Freunden zuhause. SEE YOU ;)

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