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2014
Slowenien/Kroatien

Reiseberichte

Motorradreise vom 29. Mai - 11. Juni 2014 über Deutschland, Österreich, Italien nach Slowenien und Kroatien

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Motorradreise vom 29. Mai - 11. Juni 2014 über Deutschland, Österreich, Italien nach Slowenien und Kroatien

Auffahrt, 29. Mai 2014 Aesch BL/Safenwil – Leutasch (A)
Dornbirn - Sonthofen - Reutte - ***Hotel Wolf, Leutasch

Wir starten unsere diesjährige Motorradreise bei schönstem Wetter.
In der Ostschweiz wird es dann aber zunehmend bewölkt und im Bayrischen Wald beginnt es sogar leicht zu regnen. Nachdem kurzzeitig kleine Hagelkörner auf uns niederprasseln ist es aber bald wieder trocken und wir haben einen herrlichen Blick auf die Zugspitze, den höchsten Berg Deutschlands.

Die erste Übernachtung im Gasthof Wolf in Leutasch ist freundlich und preiswert. Das Nachtessen im nahe gelegenen Restaurant ist ausgezeichnet, obwohl die sichtlich gestresste Wirtin die insgesamt 200 Essen am heutigen Tag mit einer minimalen Belegschaft bereitstellen und servieren muss.

30. Mai 2014 Leutasch – Kötschach/Mauthen (A)
Innsbruck - Wörgl - Kitzbühel - Mittersill - Felbertauern-Tunnel - Lienz - ****Hotel Erlenhof, Kötschach

Am Morgen ist es kalt und regnerisch. Die Bergspitzen sind in den Wolken und unsere Entscheidung, statt durch die Berge und über den Gerlospass, auf der Autobahn und Hauptstrassen Richtung Lienz zu fahren, ist naheliegend.

In Kitzbühel kauft sich ein Kollege neue Schuhe, nachdem er schon am ersten Ferientag die Sohlen seiner noch fast neu aussehenden Lieblingsschuhe verloren hat.

Die Hoffnung, nach dem Felbertauern-Tunnel (Preis pro Motorrad oder Auto: 10 €) ins schöne Wetter hinein zu fahren, wird enttäuscht, es regnet immer noch.

Gleich nach dem Tunnel gibt es eine Umleitung über eine einspurig geführte Notstrasse, weil eine ganze Gallerie mitsamt der breiten Strasse abgerutscht ist. Zehn Minuten später wird es doch noch schön und mit dem Sonnenschein steigen auch die Temperaturen auf angenehme 20 Grad.

So geniessen wir auf trockener Strasse die tollen Kurven über den Gailbergsattel nach Kötschach/Mauthen, wo wir eine Übernachtung im Hotel Erlenhof gebucht haben.

31. Mai 2014 Mauthen – Bled (SLO)
Tolmezzo - Bovec - Kranjska Gora - ****Hotel Vila Bojana, Bled

Das reichhaltige Frühstück gibt uns Kraft für den Tag. Bei schönem Wetter starten wir in Mauthen zur Tour über den Plöckenpass und geniessen die kurvenreiche Strecke nach Italien. Ein erstes Mal werden wir wegen Strassenarbeiten durch ein Fahrverbotsschild gestoppt und kurze Zeit später, auf einer anderen Route, folgt ein weiteres und weil wir diesmal einen Umweg fahren müssten erkundigen wir uns bei einem Lastwagenchauffeur und bei entgegenkommenden Motorradfahrern nach dem Grund der Schliessung: Schlechte Strasse, aber es sei kein Problem durchzufahren. Und deshalb ignorieren wir die Strassensperre. Trotz dem miserablen Strassenbelag wäre es jammerschade gewesen, wenn wir dieses Stück hätten umfahren müssen.

Nach der Grenze zu Slowenien wird die Strasse besser. Auf dem Vršic Pass liegt noch Schnee und es ist empfindliche 6 Grad kalt. Deshalb montieren wir warme Jacken und starten als Peter sagt, es komme eine schwarze Wand. Gerade als wir losfahren beginnt es auch schon zu regnen und bei sinkenden Temperaturen fällt sogar etwas nasser Schnee. Die etwa 20 Spitzkehren nach Kranjska Gora sind gepflästert und wir fahren auf der glitschigen Oberfläche wie die Hosenscheisser den Berg hinunter - wichtig ist nur, dass wir heil ankommen. Nachdem die Strasse wieder abtrocknet legen wir das kurze Stück bis Bled bei schon wieder angenehm warmen Temperaturen sehr schnell zurück.

Der Touristenort Bled liegt direkt am gleichnamigen See und wäre das Wetter etwas besser würde ich gerne zur Burg hoch wandern um von da das Panorama zu fotografieren.
Aber so begnügen wir uns mit einem kleinen Bummel von Restaurant zu Kaffee.... Die bekannten Cremeschnitten lassen wir uns jedenfalls nicht entgehen ;)

01. Juni 2014 Bled - Kocevje
Auf Nebenstrassen nach Vrhnika - B&B in Kocevje

Die Strassen sind schmal, steil und kurvenreich. Und heimtückische Spitzkehren können einen sogar aus dem Gleichgewicht bringen, gell Ruedi ;) Das heutige Tagesziel wollen wir nicht so genau definieren und unsere Ideen ändern sich im Laufe des Nachmittags nicht nur stündlich sondern von Minute zu Minute. Sitzen wir um 14 Uhr noch in der warmen Sonne und beschliessen heute bis ans Meer (100 km) zu fahren, ziehen wir eine halbe Stunde später schon eine Zusatzjacke respektive Regenkleider über und suchen im nächsten grösseren Ort (30 km) nach einer Unterkunft. Die Pension in Kocevje ist besetzt, aber im Privathaus der Chefin gibt es noch Zimmer mit Frühstück zu 30 € pro Person.

Vor dem Nachtessen wird ein Jass geklopft und der Verdauungsspaziergang zurück zur Unterkunft tut allen ganz gut.

2. Juni 2014 Kocevje – Pag (HR)
Petrina - Crikvenica - Senj - Insel Pag - ****Hotel Pagus, Pag

Endlich kommt das schöne Wetter. Wir queren die Grenze nach Kroatien bei Petrina. Über kurvige Strassen fahren wir zur Adria-Küste und dann mit der Fähre auf die Insel Pag. Im gleichnamigen Städtchen finden wir in einem schönen Hotel vier Zimmer mit Halbpension zu annehmbaren Preisen.

3. Juni 2014 Pag - Grabovac
Posedarje - Karlobag - Gospic - Hotel Grabovac bei den Plitvicer Seen

Von Pag fahren wir über die Brücke im Süden zurück aufs Festland und der Küste entlang bis Karlobag, von wo es über die Berge Richtung Plitvicer Seen geht. Otti, in dieser verflixten Kurve hast du aber toll gekämpft, Respekt. Eine mehrere Kilometer lange Baustellenstrecke mit grobem losem Schotter lässt uns recht schwitzen und kostet einige Nerven.

Die den Seen nahen Hotels sind ausgebucht, aber im 10 km entfernten Hotel Grabovac finden wir Unterkunft für zwei Nächte.

4. Juni 2014
Heute besuchen wir den Nationalpark „Plitvicka Jezera“, wo unter anderem Winnetou-Filme wie „Der Schatz am Silbersee“ gedreht wurden. Ein Bus bringt uns um neun Uhr zum Eingang Nummer 2, wo wir zu 110 Kuna (Fr. 18.--) Eintritte kaufen, die auch Bahn- und Schifffahrt beinhalten.

Von der Haltestelle 2 fahren wir mit der Bahn zur 3. Von da umwandern wir die oberen Seen und kehren wieder zur gleichen Station zurück, weil die Wanderwege hinunter zur Nr. 2, von wo dann das Schiff geht, wegen Hochwassers gesperrt sind. Von der Schiffstation auf der anderen Seite können wir aber zu Bahnstation Nr. 1 hochwandern und haben da noch genügend Zeit um einzukehren, denn der Kleinbus bringt uns erst um 17.00 Uhr wieder zurück zum Hotel.

5. Juni 2014 Grabovac – Postojna (SLO)
Ogulin - Petrina - Osilnica - ****Hotel Kras, Postojna

Die Strecke an verschiedenen Flüssen entlang zurück nach Slowenien ist traumhaft schön. Der Kroatisch-Slowenischen Grenze entlang erwischen wir ein paar Regenspritzer, kommen aber wettermässig recht glimpflich davon. In Postojna buchen wir im Hotel Kras moderne Zimmer für eine Nacht.

6. Juni 2014 Postojna – Ravascletto (I)
Idrja - Bovec - Tolmezzo - ****Hotel La Perla, Ravascletto

Als erstes besuchen wir die bekannte Tropfsteinhöhle von Postojna - sie wird als Königin aller Höhlen bezeichnet und ist in der Tat einzigartig. Vom Hotel sind es zu Fuss nur gerade 600 Meter und die erste 1 1/2stündige Tour beginnt um 09.00. Das Bähnchen bringt uns tief in den Berg wo wir von einer kundigen Führerin erwartet werden. Sie erklärt uns, wie die Stalaktiten, Stalagmiten und Stalagmaten entstehen. Ein Stalaktit wächst einen einzigen Millimeter in zehn Jahren, Spaghetti-Stalaktiten benötigen dafür sogar 100 Jahre.

In einem Aquarium sehen wir farblose Grottenolme, deren Augen, unter der Körperhaut verborgen, ihre Funktion verloren haben.

Kurz nach 11 Uhr nehmen wir die 220 km lange Fahrt über Bovec nach Tolmezzo (I) in Angriff. Nachdem wir auf dem ersten Streckenabschnitt durch unzählige Baustellen viel Zeit verlieren kommen wir im Verlauf gut vorwärts.

Im Hotel La Perla in Ravascletto, das wir gestern über booking.com gebucht haben, werden wir sogar von einem Chor empfangen ;) Dieser singt natürlich nicht für uns, sondern für die Teilnehmer des Grasski-Weltcuprennens vom Wochenende. Am Anfang der Saison ist die Beteiligung noch etwas mager und es machen nur sechs Nationen mit, darunter die Schweiz, Österreich, Italien und Tschechien. Wir unterhalten uns mit einem Schweizer-Pärchen und erfahren einige interessante Details über diese Randsportart.

7. Juni 2014 Ravascletto - Arabba
Auronzo - Cortina d'Ampezzo - Hotel Olympia, Arabba

In den Dolomiten überqueren wir bei schönstem Wetter und Temperaturen bis 27.5 Grad die Pässe "Di Mauria" "Tre Croci", "Falzarego" und "Col di Lana" nach Arabba wo wir zwei Nächte im Hotel Olympia logieren werden.

8. Juni 2014
Wir unternehmen eine Sieben-Pässe-Fahrt: Von Arabba über den Passo Pordoi nach Canazei, Passo di Fedàia, Passo di Giau, tanken in Cortina, Passo di Falzàrego, Passo di Valparola, Gröderjoch, Sellajoch, und wieder zurück über den Pordoi.

Beim Apéro im Hotel schwärmt der gesprächige Thurgauer Postauto-Chauffeur von seiner USA-Reise “Route 66” auf einer Harley und wir sind „ganz Ohr“ für seine Erzählungen.
Veranstalter: „Deca Bike Travel“, Bischofszell. US-Büro: „Steelrider“.

9. Juni 2014 Arabba – Sölden (A)
Bruneck - Sterzing - Hotel Garni Granat, Sölden

Über den Passo Campolongo und das Timmelsjoch reisen wir nach Sölden, wo leider nur wenige Unterkünfte verfügbar/offen sind. Im Hotel Garni Granat finden wir ein Doppelzimmer, eine Suite mit zwei Räumen und ein Einzelzimmer.

10. Juni 2014 Sölden – Silvaplana (CH)
Roppen - Serfaus - Martina - Zernetz - St. Moritz - ****Conrad Mountain Lodge, Silvaplana

Vom Oetztal fahren wir über eine schmale Waldstrasse vie Bergwang und die Pillerhöhe zur Hauptverbindungsstrasse Landeck-Serfaus und durch das Engadin nach Silvaplana, wo wir in der Conrad Mountain Lodge noch die letzten Zimmer gebucht haben. Unser Doppelzimmer ist hübsch, aber Ottis Kammer ist eine Zumutung, er kann sich nicht einmal richtig auf die Toilette setzen. Gottlob ist er ein schmaler Wurf, ein richtiger Fetzen würde keinesfalls da rein passen.

11. Juni 2014 Silvaplana – Safenwil/Aesch BL
Tiefencastel - Bonaduz - Chur - Netstal - Altdorf - Luzern - Safenwil/Aesch BL

Der Plan über Julier, Oberalp und Furka nach Ulrichen zu fahren gelingt nicht, denn der Oberalppass ist ausgerechnet heute zwischen Tschamutt und der Passhöhe bis 19.00 Uhr gesperrt und wir müssen in Ilanz wieder umkehren, weil wir nicht über den Lukmanier ins Tessin reisen wollen. Deshalb verkürzen wir unsere Reise, fahren via Chur auf der Autobahn, über Kerenzerberg, Klausen und, um einem allfälligen Gewitter zu entgehen, ab Altdorf wieder via Autobahn nach Hause.
Wir sind froh, dass wir die fast 3000 Kilometer ohne Unfall oder Panne beenden durften und freuen uns schon auf eine nächste Reise mit unseren langjährigen Freunden.

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