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2014/2015
USA/Mexiko

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Freunde

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Phoenix, Arizona – Kanab, Utah, USA

6. Oktober 2014
Der Flug von Zürich nach Chicago verläuft wie geplant ereignislos und darüber sind wir froh. Bei der Einreise in die USA ist die Wartezeit nach dem langen Flug etwas mühsam, aber die amerikanische Grenzpolizistin will nur kurz wissen, wie wir in den sechs Monaten reisen und wie viel Bargeld wir dabei hätten, bevor sie uns den Einreisestempel erteilt. Die Karten, welche bisher immer bei der Ausreise wieder abgegeben werden mussten werden nicht mehr ausgestellt – so könne viel Papier gespart werden. Auch gut.

Der Weiterflug nach Phoenix verspätet sich um ca. 90 Minuten und wir kommen erst kurz vor 22.00 Uhr Ortszeit im Hotel an. Das scheint zwar ziemlich human, doch mit einer Zeitverschiebung von neun Stunden plumpsen wir hundemüde ins Bett, um nur ein paar Stunden später (noch immer mitten in der Nacht) wieder aufzuwachen und kaum den Schlaf mehr wieder zu finden. Peter steht denn auch bereits um fünf Uhr auf und weckt mich um sieben aus dem endlich wieder erlangten Tiefschlaf, weil ich ja doch sicher auch nicht mehr schlafen könne… Tja dann, eine erfrischende Dusche macht mich schnell wieder munter.

7. Oktober 2014
Das Hotel Drury Inn & Suites hat auf booking.com sehr gute Bewertungen und wir freuen uns auf das Frühstück. Dieses wäre eigentlich vollkommen in Ordnung, wären da nicht die kompostierbaren Wegwerf-Teller und billiges Plastikbesteck. Schade, das gibt Abzug.

Der ABA Shuttle-Dienst holt uns pünktlich um 09.30 ab und bringt uns zum Shady Storage, wo wir nach Begleichung der Restschuld unser Wohnmobil optisch unversehrt vorfinden. Nachdem zwei oder drei Sandstürme über Phoenix hinweg gezogen waren hatten wir schon das Schlimmste befürchtet. Doch die Kabine glänzt noch immer und der Sand ist vor allem auf den horizontalen Flächen, das heisst auch auf den Solarzellen, liegen geblieben.

Ausser gelben Flecken auf der Toilette ist auch innen alles in Ordnung und wir freuen uns auf die bevorstehende Reise.

Nach dem Grosseinkauf im Walmart fahren wir zum Lost Dutchman Statepark, wo wir eigentlich das Nachtessen zubereiten möchten. Doch kaum haben wir uns eingerichtet und die Esswaren verstaut kommen schon die ersten Nachbarn auf einen kurzen Schwatz. Es sind doch tatsächlich Schweizer, die uns vor ein paar Stunden mit ihrem Mietcamper auf der Strasse fröhlich zugewinkt haben. Hans und seine Tochter Tanja erzählen uns kurz von ihrer interessanten dreiwöchigen Reise von San Francisco bis Phoenix. Leider fliegen sie bereits übermorgen wieder nach Hause. Rick (eigentlich Richard) stösst zu uns und ist überrascht, dass wir nicht gemeinsam reisen. Er hat gar nicht mitgekriegt, dass wir einander erst seit fünf Minuten kennen.

8. Oktober 2014 – Lost Dutchman State Park
Auch heute ist wieder früh Tagwache und wir haben das Frühstück verzehrt bevor wir auch nur auf die Idee gekommen wären, dieses draussen einzunehmen. Wir möchten heute zwei kleine Risse schweissen lassen und vereinbaren telefonisch einen Termin. Inzwischen reinigen wir auf dem Dach die total verschmutzten Solarzellen. Beim Schliessen des Dachfensters bricht dann der eine Gasdämpfer und es fliesst ein pinkfarbenes Öl aus. Wie durch ein Wunder tropft nichts auf die Bettwäsche und ich kann rechtzeitig alles mit einem Lappen auffangen.

Beim Schweisser stellt sich dann heraus, dass die kleinen Risse kein Problem darstellen (es sind keine tragenden Teile) und weil es so viele Leitungen in der Nähe hat, lassen wir diese minimen Risse einfach Risse sein. Dafür suchen wir jetzt neue Stossdämpfer fürs Dachfenster, der zweite ist nämlich auch bereits verbogen und kurz davor, zu brechen. Und es wäre doch sehr angenehm, wenn wir das Fenster bei diesen warmen Temperaturen öffnen könnten.

Am Nachmittag löst Peter die Verschraubung der Wasserleitung zur Toilette um diese mit Druckluft durch zu blasen und von Schmutz zu befreien, damit die WC-Spülung wieder richtig funktionieren sollte. Doch leider zeigt das keine Wirkung, ausser dass das Kunststoff-Teil der Verschraubung jetzt defekt ist und wir die Verbindung nicht mehr dicht bringen. Wir können es zwar provisorisch reparieren, indem wir das Ende des Gewindes abschneiden und es so ein wenig weiter hineindrehen können, aber wie lange das wohl halten wird? Nun heisst es, auch noch dazu ein neues Teil finden. Doch in Amerika kennt man andere Masse und die gängigen Gewinde passen nicht.

9. Oktober 2014
Diesen Sommer gab es in Phoenix bereits Rekordniederschläge – seit Jahrzehnten hatte es nicht so viel geregnet – und es ist noch nicht zu Ende.

In der Nacht fällt wieder Regen und am frühen Morgen gibt es sogar noch ein Gewitter. In der Stadt stehen einige Strassen unter Wasser und beim Safeway-Einkaufsladen gleicht der Parkplatz eher einem kleinen See.

Im Home Depot, einem Bau- und Hobby-Markt, suchen wir nach der Verschraubung. Doch der Mitarbeiter sieht auf den ersten Blick, dass da etwas nicht ganz stimmt und erklärt uns, dass sie nur die amerikanischen Zoll-Masse führen. Wir beschliessen deshalb auf dem Internet zu recherchieren. Bei Mc Donalds gibt’s neben dem Lunch auch freies Internet und wir finden bei Maagtechnic in der Schweiz sowohl die Stossdämpfer wie auch eine passende Verschraubung. Über Freunde versuchen wir nun, diese zu ihren Verwandten nach Las Vegas schicken zu lassen, damit wir die Reparaturen so bald als möglich vornehmen können. Hoffentlich klappt’s.

10. Oktober 2014
Heute müssen wir früh weg, denn der Termin für den Oelwechsel am MAN bei Miller Services ist um 08.00 Uhr. Es soll heiss werden und wir freuen uns auf dir Reise nach Sedona, wo wir die Stiefeletten, welche ich im März vom Titelblatt eines Hochglanz-Magazins fotografiert hatte, suchen wollen.

In einem der ersten Geschäfte „Dahling it‘s you“ erhalte ich die Mitteilung, diese seien letztes Jahr im Angebot gewesen und bei ihnen jetzt nicht mehr erhältlich, sie hätten sie allerdings schon öfter wieder verkaufen können. Deshalb suchen wir weiter und gelangen in einen Laden, wo nur Cowboy-Stiefel ausgestellt sind. Der Geschäftsmann erklärt mir, was einen „Cowboy Boot“ ausmacht: Der Schaft muss eine Mindesthöhe von 8“ (20.3 cm) aufweisen um den Träger vor Schlangenbissen zu schützen. Weil wir uns wirklich interessieren beginnt er ganz von vorn mit der Geschichte. Der Cowboy-Stiefel entstand durch seine Anpassung an die Bedürfnisse – der Spitz erleichtert das Einsteigen in die Steigbügel und der Absatz ermöglicht einen sicheren Halt darin. Die glatte Sohle erleichtert das Drehen beim Square Dance… Beim Gehen hebt sich die Ferse leicht an, das garantiert, dass es nirgends scheuert und dass es keine Blasen gibt. Derweil sucht Peter im Gestell nach einem passenden Modell für meine Füsse und wird schon schnell fündig. Diesmal ist es ein perfekter Kauf, nicht wie vor dreissig Jahren, wo ich zwar einen wunderschönen Stiefel gefunden, diesen aber etwa eine Nummer zu klein gekauft hatte - weil er in der passenden Grösse nicht vorrätig war. Zuhause musste ich ihn dann nach einigen erfolglosen Versuchen ihn trotzdem zu tragen, weiterverschenken.

Weil es auf dem stadtnahen Campingplatz in Sedona schon wieder keinen freien Platz mehr gibt reisen wir weiter nach Flagstaff. Auf dem Aussichtspunkt über dem Oak Creek machen wir einen kurzen Halt um noch einmal ins Tal zurück zu schauen. Es gibt auch einen Indianermarkt und im Vorbeigehen sehe ich aus dem Augenwinkel eine Vase, die ich später genauer betrachten möchte. Die Verkäuferin gibt mir ausführlich Auskunft über die Technik der aufwändigen Herstellung der Verzierungen mit Pferdehaar. Die feinen Linien sind aus dem Haar der Mähne und die dicken mit Haar vom Pferdeschwanz gemacht. Beim Brennen werden sie unterschiedlich gekräuselt und so ist jede Vase ein Unikat.

Beim Parkplatz wird Peter auf Deutsch mit Namen angesprochen – Erika und Peter, die wir 2007 in Argentinien kennen lernten sind bereits zum dritten Mal ein halbes Jahr in USA unterwegs und haben unser Wohnmobil wiedererkannt – ach ist die Welt doch klein.

Mit Internet-Verbindung bestellen wir bei Maagtechnic die benötigten Ersatzteile und lassen sie zu unseren Freunden nach Rothenburg schicken. Diese senden Sie dann weiter an ihre Verwandten in Las Vegas, wo wir sie in ca. 3 Wochen abholen wollen.

11. Oktober 2014 – Flagstaff
Unsere Campingnachbarn sind das allererste Mal mit einem Wohnmobil unterwegs, es gehört ihrem Vater und sie sind vor ca. drei Stunden in der Nähe von Las Vegas gestartet. Sie sind sich allerdings noch nicht ganz sicher, ob diese Idee wirklich gut war. Mitten in der Nacht höre ich dann auch ein kurzes Gespräch von irgendwo und kurz darauf einen Motor starten. Am Morgen ist der Platz neben uns leer. Das war aber ein kurzes Abenteuer, ich meine sie hätte gefroren und sie seien der Kälte entronnen – so genau werden wir das jedoch nie erfahren.

12. Oktober 2014
Die Wanderung zum Mt. Elden Lookout ist schön, aber ziemlich anstrengend und über den Gipfel zieht ein beissender Wind. Auf gut fünf Kilometer überwinden wir eine Höhendifferenz von etwa 800 Metern und geniessen den Blick tief hinunter auf die Stadt und den Minenberg, den wir sonst nur von unten gesehen haben.

Am Nachmittag setzen wir uns kurz mit Gerhard und Liane (D) zusammen, um einige Reiseerlebnisse auszutauschen und allenfalls gemeinsame Reisebekanntschaften zu finden.

13. Oktober 2014
Es ist kalt am frühen Morgen, aber unsere Dieselheizung springt nicht an. Nach dem Umstellen auf die grössere Düse funktioniert sie dann doch noch. Das macht die Suche nach der Ursache wenigstens etwas einfacher, aber das Verschieben wir vorerst einmal auf später.

Wir erreichen den Grand Canyon Nationalpark bereits am Vormittag und erhalten auf dem Mather Camping einen sonnigen Platz, damit unsere Batterien immer schön geladen werden sollten.

Die über Milliarden von Jahren entstandenen Gesteinsschichten des Grand Canyon in den verschiedensten Farbtönen sind unglaublich eindrücklich und lassen uns eins ums andere Mal staunen. Tausendsechshundert Meter unter uns, im Talboden, fliesst der Colorado River, der sich während Jahrmillionen durch das Gestein hindurch gefressen hat.

Nach dem Lunch fahren wir mit dem gratis Shuttle Bus zum Hopi Point, von wo wir den ersten Eindruck der riesigen Schlucht bekommen und in der Tiefe den schlammig braunen Colorado River erblicken können. Das Wetter ist grandios und wir freuen uns über ein paar gelungene Aufnahmen von den Aussichtspunkten wo der Bus hält.
Der Grand Canyon Nationalpark verzeichnet jährlich ca. 5 Millionen Besucher und dank dem Einsatz der Shuttle Busse hat es kaum Verkehr, denn die Strecke darf nur mit einer Ausnahmebewilligung befahren werden.

14. Oktober 2014 – Grand Canyon NP
Wir satteln unsere Räder, packen diesmal nur die kleine Kamera ein und fahren nochmals dieselbe Strecke wie gestern mit dem Bus – aber mit dem Vorteil, dass wir jetzt überall da halten können wo wir wollen, nirgends warten müssen und erst noch etwas Sportliches unternehmen. Es sind letzten Endes mit dem Besuch des Informationszentrums etwa 36 Kilometer, die wir zurücklegen.

15. Oktober 2014
Der Desert Drive bis zum Desert View Besucherzentrum bietet nochmals ein paar wunderschöne Aussichtspunkte und obwohl der Himmel teilweise bewölkt ist geniessen wir noch einmal diese Urwelt des Grand Canyon und reisen dann weiter zu einem weiteren Naturerlebnis, dem Monument Valley.

Vor dreissig Jahren sind wir hier nur vorbeigefahren, heute lassen wir uns jedoch etwas mehr Zeit und buchen zwei Nächte auf dem Campingplatz in Goldings.

16. Oktober 2014 – Monument Valley
Die dreieinhalbstündige Jeep-Tour startet um 08.45 und wir werden direkt vor der Rezeption des Campgrounds abgeholt. Die durch verschiedene Filme in die ganze Welt hinaus bekannt gewordenen Monumente liegen im Gebiet der Navajo Indianer und man darf zwar gegen eine Gebühr von $ 20.-- selber hineinfahren, kann dabei aber nur etwa die Hälfte dessen besichtigen was die Tour bietet. Der Indianische Führer nennt uns die Namen der verschiedenen Monumente und weiss über das eine oder andere auch eine Geschichte zu erzählen. So etwa vom berühmten Werbespot, wo in den 80er Jahren ein Auto von einem Helikopter auf den Totempfahl geflogen wurde.

Bei einigen der Stopps gibt es Marktstände wo die Navajos ihre wunderschönen Schmuckstücke, Halsketten, Ohrringe, Haarspangen, Armreifen oder Buchzeichen und Traumfänger verkaufen.

17. Oktober 2014
Genau im richtigen Moment erhalten wir eine wichtige E-Mail, die uns veranlasst, uns in Moab so richtig viel Zeit zu lassen. Die Verwandten unserer Freunde, wo wir in Las Vegas unsere Ersatzteile abholen können, wollen vom 27. Oktober bis 6. November verreisen. Das heisst, dass wir hier fast eine Woche einplanen können um in den Nationalparks Canyonlands und Arches sowie im „Dead Horse State Park“ zu wandern, die prächtigen Landschaften und den Blick in die weiten Flusstäler des Colorado und des Green River zu geniessen.

Das Motorrad versieht seinen Dienst nach anfänglichen Startschwierigkeiten inzwischen wieder problemlos und wir sind froh, für die kurzen Strecken rund um Moab nicht immer auf das Wohnmobil angewiesen zu sein.

18. Oktober 2014 – Moab
Es ist Wochenende, der Himmel ist bedeckt und weil es scheint, dass jedermann den Arches Nationalpark besuchen will, unternehmen wir einen Motorradausflug rund um eben diesen Park. Auf der östlichen Seite führt die landschaftlich reizvolle Strasse dem Colorado River entlang. Ein separater Weg für Fahrräder und Fussgänger erlaubt den sportlichen Touristen zu jeder Zeit ein Unterwegssein abseits vom motorisierten Verkehr. Morgen Sonntag ist die ganze Strasse zwischen 07.00 und 12.00 Uhr gesperrt, weil ein Marathon stattfindet – und der dürfte gar nicht so ohne sein, denn die Strecke ist ziemlich hügelig und recht anspruchsvoll.

19. Oktober 2014
Die Fahrt durch den Canyonlands Nationalpark ist ein richtiger Genuss, die Strecke auf dem Hochplateau zwischen dem Colorado und dem Green River ist kurvenreich und es hat kaum Verkehr. Obwohl man nicht sehr schnell fahren darf macht es riesig Spass. Zwischendurch stoppen wir bei Aussichtspunkten und unternehmen auch schon mal eine einstündige Wanderung sowie kürzere Runden zu interessanten Sehenswürdigkeiten.

Die Fahrt zurück ist geradezu fantastisch. Das Abendlicht der im Süden stehenden Sonne auf den Felsformationen ist spektakulär und der Weg erscheint uns nur noch halb so lang wie beim Hinfahren heute früh.

Auf dem Rückweg besuchen wir noch den Dead Horse Point State Park, den uns die Mitarbeiterin des Touristenzentrums wärmstens empfohlen hatte, und bereuen das keineswegs. Die Aussicht ist phänomenal.

20. Oktober 2014
Im Arches Nationalpark ist die Konzentration natürlicher Brücken und Bögen extrem hoch. Ihre Farben, Formen und Grössen variieren und begeistern Wanderer, Fotografen, Naturliebhaber, Künstler. Der Park zieht bei schönem Wetter unglaublich viele Wanderer an und wir sind sehr froh, dass unser Motorrad auf den vollen Parkplätzen immer irgendwo dazwischen passt.

Die Wanderung von der Wolfe Ranch zum Delicate Arch, teilweise über glatte Felsen, ist sehr interessant. Einerseits wegen der wunderschönen Aussicht und andererseits wegen der guten Unterhaltung oben am Berg und beim Abstieg.

Am Landscape Arch ist 1991 ein Teil abgebrochen und deshalb darf man seither aus Sicherheitsgründen nicht mehr untendurch wandern, sondern muss ihn aus sicherer Distanz von weit unten betrachten.

21. Oktober 2014
Marlene und Jerry von Vancouver Island, unsere Nachbarn, laden uns ein, ihr Wohnmobil zu besichtigen und wir verfallen in eine angeregte Unterhaltung.

22. Oktober 2014
Ein Strassenschild: „100 Miles no Services“ – man versuche sich das in der Schweiz vorzustellen: 160 km lauter NICHTS - keine Tankstelle, kein Geschäft - nur Natur…

Im Capitol Reef NP wandern wir zu einer weiteren, vom Wasser ausgewaschene natürliche Brücke, der Hickman Bridge. In Südutah gibt es viele davon. Die in der Zeit von 700 - 1250 n. Chr. hier lebenden Indianer haben ausser Petroglyphen an den Felswänden nicht viel hinterlassen.

23. Oktober 2014 – Capitol Reef Nationalpark
Auf dem Scenic Byway Utah 12 reisen wir über zwei Pässe zum Bryce Canyon Nationalpark Der erste führt über 9600 Fuss (2926 m). Die Fahrt auf der Krete mit Blick rechts und links in die tiefen Schluchten, dann wieder zwischen hohen Felsen hindurch mit einem Gefälle von bis zu 14 %, ist sensationell. Der zweite Pass ist dann nur noch 7600 Fuss hoch (2316 m).

Wir übernachten in einer Höhe von 2400 müM und es wird empfindlich kalt, so dass wir die warme Decke auspacken müssen.

24. Oktober 2014 – Bryce Canyon NP
Den Tag beginnen wir mit einer einfachen Wanderung über den Rim Trail zum Sunrise Point, den Queens Garden Trail hinunter zur Queen Victoria und wieder hinauf zum Sunset Point. Einfach, aber trotzdem recht anstrengend, denn es geht ziemlich weit hinunter und dann recht steil hinauf.

Wieder zurück folgen wir mit dem Wohnmobil dem Scenic Drive zum südlichsten und auch höchsten Punkt im Park, dem Rainbow Point, von wo wir nochmals eine kurze Wanderung unternehmen. Auf dem Rückweg stoppen wir kurz bei jedem Aussichtspunkt um die atemberaubende Landschaft mit den unzähligen “Hoodoos“, natürlichen Brücken und anderen bizarren Felsformationen zu bestaunen.

Diese Naturwunder in Worte fassen zu wollen würde keinem der von uns besuchten Nationalparks Genüge tun, nicht einmal die vielen Bilder können die überwältigenden Eindrücke richtig vermitteln. Es sind imponierende Erlebnisse, die wir in unserer Erinnerung behüten werden.

25. Oktober 2014
Die Fahrt nach Kanab ist kurzweilig und durch den Red Canyon schon fast kitschig schön.

26. Oktober 2014 – Kanab, Utah
Um 08.20 finden wir uns beim Visitorcenter vom „Grand Staircase Escalante National Monument“ ein um an der Verlosung der Eintritte zu „The Wave“ teilzunehmen. Insgesamt dürfen 20 Leute pro Tag zu The Wave wandern. Zehn davon müssen sich schon drei Monate vor dem Besuch über Internet anmelden und werden da ausgelost. Für die weiteren zehn gilt das folgende Prozedere am Vortag der Exkursion: Um 08.30 gibt es eine kurze Information über die anstrengende Wanderung durch die Wüste und dann können alle Interessenten ein Formular ausfüllen. Niemand lässt sich durch die angekündigten Strapazen abschrecken. Heute sind es 56 Leute, die insgesamt 31 Anträge einreichen (pro Gruppe oder Paar darf nur ein Antrag gestellt werden). Punkt 09.00 startet die Lotterie. Die 31 Kugeln sind im Glücksrad, wir sind die Nummer 10 und hoffen… - leider vergeblich. Nach vier Zahlen ist das Kontingent bereits erreicht und die Show vorüber, denn die letzte Gruppe besteht aus vier Teilnehmern.

Wir werden es morgen nochmals versuchen und falls es wieder nicht klappt, unsere Runde über Page starten.

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