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2014/2015
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Freunde

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Mexiko – Baja California

1. Februar 2015 - La Paz
Unsere Freunde verabschieden sich einmal mehr von uns, die meisten jetzt definitiv. Sie fahren mit der Fähre aufs Festland Mexiko und reisen dann langsam Richtung Südamerika. . Bei schönstem Wetter reisen wir gegen Norden, während sich unsere anderen Schweizer und deutschen Bekannten einen wunderschönen Tag zum Schwimmen mit den Walhaien ausgesucht haben. Davon zeugen die Bilder, die uns bei einem späteren Treffen von Franziska und Felix vorgeführt werden.
Unser Ziel ist Puerto Lopez Mateos, wo wir hoffen, viele Grauwale zu sichten.

Wir kreuzen unterwegs auf der Hauptstrasse zwei Reisende, die mit ganz speziellen Fahrzeugen unterwegs sind. Der Einradfahrer, ziemlich mit Gepäck beladen, ist in Begleitung eines normalen Zweiradfahrers und der Hochradfahrer, welchen wir etwa 60 km später passieren, kommt, ebenfalls mit grossem Gepäck, ganz allein daher - das sind eigenartige Bilder, die da in unseren Köpfen hängen bleiben. Weil ich heute, zum ersten Mal überhaupt in der Baja, selber fahren darf, ist die Kamera nämlich nicht griffbereit.

Auf vielen Strommasten gib es Adlerhorste und wir bekommen einige dieser stolzen Vögel zu sehen. Mangels Ausweichmöglichkeiten ist das Fotografieren auf dem Hinweg nicht möglich. Bei der Rückfahrt hat es dann weniger Verkehr und wir halten einfach auf der langen Geraden kurz an.

In Lopez Mateos findet das Grauwal-Festival statt und es hat tausende von Touristen. Am Rande gibt es Veranstaltungen wie ein kleines Oldtimer- und Motorradtreffen oder am Dorfeingang sogar ein Motocross.
Wir treffen Rachel und Stewart (GB) mit einem Fahrzeug ähnlich wie unseres und weil heute sehr viel los ist reservieren wir für morgen früh um acht ein Boot für eine 2stündige Tour, so können wir uns die Freude und die Kosten teilen.

2. Februar 2015 - Puerto Lopez Mateos
Das Fest dauert die ganze Nacht und sogar noch morgens um drei hören wir über Lautsprecher einen Animator, der die Jungen bei Laune hält. Die Musik hat zwar aufgehört, doch - typisch mexikanisch – bleibt es trotzdem sehr laut.

Die Walbeobachtungs-Tour begeistert uns sehr. Der fröhliche Bootsführer José findet schon nach fünf Minuten die ersten dieser Meeressäuger und lässt uns viel Zeit zum Schauen und Fotografieren. Es soll in der lediglich 15 Meter tiefen Lagune derzeit zwar nur zwischen 50 und 60 Wale haben, doch das ist längstens genug für uns. Die Tiere sind etwa 14 Meter lang, unser Boot nicht einmal die Hälfte – und das ist schon extrem eindrücklich.

Es hat wieder einmal alles perfekt zusammengepasst - alle(s) war(en) zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ohne uns wären Rachel und Stewart weitergefahren und was wir ohne sie gemacht hätten steht in den Sternen.

Aber schon trennen sich unsere Wege wieder, die beiden fahren nach Süden und wir nach Norden. Kurz vor unserem Tagesziel bekommen wir von einem entgegenkommenden Auto einen Steinschlag, was in der Frontscheibe einen etwa 5 cm langen bogenartigen Riss verursacht. Wir kleben diesen sofort ab und hoffen, dass er nicht weiter reisst, bevor wir ihn in USA reparieren lassen können. Denn hier schaut uns der Mann an der Tankstelle nur ganz entgeistert an als wir fragen ob er jemanden kennt, der das Glas verkleben könnte und meint „Glas flicken? – Hier? - Nein ganz sicher nicht“.

3. Februar 2015 – Loreto
Frei nach dem Motto "ergreifen sie die günstige Gelegenheit" übertrage ich ganz übereilt die für die Homepage vorbereiteten Dateien, als ich über Mittag plötzlich eine schnelle, stabile Internetverbindung habe und verschiebe die Endkontrolle des Textes auf später.

Am Nachmittag, nach einem kurzen Bummel dem Malecon entlang und durch Loretos Altstadt unterhalten wir uns auf dem Campingplatz mit den Neuankömmlingen Karola & Hans aus Deutschland. Hans ist LKW Mechaniker und er gibt uns neben Reiseideen noch einige interessante Tipps im Zusammenhang mit unserem Fahrzeug (Schutz der Frontscheibe für Alaska, Autoglas-Reparatur in USA etc.)...

4. Februar 2015
… und am Vormittag entdeckt er bei unserem Fahrzeug zwei drei Sachen, die wir nachziehen oder abdichten müssen. Hans gibt uns sehr nützliche Tipps und erzählt ganz enthusiastisch von seiner bisherigen Reise. Wir verstehen einander ganz gut und tratschen am Abend gemeinsam mit Karola weiter über die wunderschönen Plätze dieser Erde.

Am Mittag besuchen wir die 35 km von Loreto entfernte, 1699 gegründete, Mission San Javier in den Bergen. Die Fahrt ist idyllisch, es hat kaum Verkehr und wir müssen mit dem Motorrad nur aufpassen, dass wir den Steinen in den Kurven ausweichen können und in den Wasser führenden Furten nicht auf den Algen ausrutschen.

5. Februar 2015
Die gut hundert Kilometer zur Playa Los Cocos fahren wir wieder einmal getrennt, denn für diese kurze Strecke lohnt es sich nicht, das Motorrad aufzuladen. Zudem ist die Strasse durch die Berge und entlang der Bahia Concepcion wunderschön.
Am Nachmittag überraschen uns Franziska und Felix mit einem Besuch, sie campieren in der Nachbarbucht La Escondida, nur etwa 500 Meter von uns entfernt.

6. Februar 2015
Die Wanderung zu den Höhlenzeichnungen ist kurzweilig und wir lernen, wie meistens auf solchen Ausflügen, wieder neue Menschen kennen. Die 72jährige Judy, unsere Nachbarin am Strand, lässt es sich nicht nehmen, auch die Zeichnungen in der oberen Höhle anzuschauen und erklettert locker die doch recht steile Passage.

Bei Ebbe statten wir Franziska und Felix einen Gegenbesuch ab und laden sie für morgen Abend zum Lagerfeuer ein. Sie haben aus Schwemmholz einen furchteinflössenden Kerl gebaut, der ihr Wohnmobil am Strand beschützt.

7. Februar 2015
Nachdem wir gestern die hunderte Delphine verpasst haben halten wir heute erneut nach ihnen Ausschau. Da wo die Vögel kreisen springen unter ihnen ein paar Wenige.

Den Sundowner-Apero genehmigen wir gemeinsam mit unseren europäischen Freunden auf dem Hügel zwischen den Buchten, bevor wir dann am Strand unser schönes Lagerfeuer entfachen. Die heissen Kohlestücke sind so klein, dass wir befürchten es könnte zum Brotbacken gar nicht ausreichen. Deshalb sind wir sehr überrascht als es nach 20 Minuten bereits nach verbrannt aus dem Topf riecht - so schnell kann das gehen. Wenigstens die Steaks gelingen prächtig und mit den nächsten Broten haben wir auch etwas mehr Glück.

Franziska und Felix wählen in der Dunkelheit für die Rückkehr einen etwas zu direkten Weg zur Playa La Escondida und waten bei der hereinkommenden Flut ziemlich lang durch tiefes Wasser. Wir schauen ihnen etwas hilflos hinterher, denn wir hätten ihnen erklären sollen, wo es lang geht ...

8. Februar 2015
Genau um 12 Uhr startet in Mulegé das alljährlich vom Rotary Club veranstaltete Schweinerennen. Beim ersten Durchgang wetten wir mit und setzen auf die Nummer 2 "Sweet Cheeks" – weil uns ihr Name so gut gefällt. Sie ist schon etwas älter und schafft es trotz vieler Anfeuerungsrufe nicht, als Siegerin über die Ziellinie zu laufen. Aber es ist lustig und der Erlös soll einem guten Zweck zuteil kommen.

9. Februar 2015
In der näheren Umgebung ist das Feuerholz ziemlich rar, doch 20 km südlich von unserem Strand finden wir ein riesige Menge Schwemmholz. In einem robusten Armeesack und einem alten Rucksack können wir mit dem Motorrad einen grossen Haufen transportieren, der gut für ein schönes Feuer reicht.

10. Februar 2015
Bereits um 08.40 gehen wir los, um in der Morgenfrische mit zwei Freunden den Goodheart Trail zu wandern. Doch schon eine Viertelstunde später entscheidet sich Peter umzukehren und mit dem Motorrad nach Loreto zu fahren, wo er sich beim Zahnarzt Hilfe für seinen gestern Abend herausgebrochenen Zahn erhofft. Ja diese Zähne sind wahrlich eine Geschichte für sich.

Ein Spektakel der Sonderklasse erleben wir, als hunderte Delphine, von Vögeln begleitet, Richtung Coyote Beach und von da wieder zurück springen. Wir wissen nicht wohin wir schauen sollen – über eine halbe Stunde wimmelt es da draussen und manchmal kann man kaum erkennen was ist Fisch und was ist Vogel. Wir staunen, noch nie in unserem Leben haben wir so etwas gesehen.

Zum Mittag gibt es in Berthas Restaurant in El Burro nochmals die feinen Austern Rockefeller. Diesmal entscheide ich mich für nur 6 Stück, denn ein Dutzend waren einfach zu viel und so kann ich nun auch alle richtig geniessen.

Am Abend betrachten wir bei vollkommener Dunkelheit das fluoreszierende Plankton im Wasser. Dieses ist nur sichtbar, wenn es irgendwo anstösst - manchmal am Ufer, bei Steinen, wenn die Fische zum Insekten fangen aus dem Wasser springen oder wenn wir eine Hand voll Sand hineinwerfen.

11. Februar 2015
Am frühen Morgen ziehen nochmals einige Delphine vorbei und so bekommt auch Peter einen Eindruck von dem Spektakel, das wir gestern erlebt haben, während dem er in der Stadt auf dem Zahnarztstuhl sass.

12. Februar 2015
Nach einer weiteren Wanderung über den Hausberg suchen wir nach den Petroglyphen, die sich am Ende des Weges befinden sollen. Sie sind teilweise ziemlich interessant und deshalb ist uns auf vollkommen egal, wie alt sie wirklich sind.

14. Februar 2015
Der Himmel ist wolkenverhangen und das macht uns der Abschied von der Bahia de Concepción, wo wir insgesamt fast einen Monat verbracht haben, etwas leichter.

15. Februar 2015 - San Ignacio
Nachdem es in der Nacht geregnet hat ist der Himmel wolkenverhangen und das Wetter ziemlich grauslig. Kurz nach San Ignacio gibt es eine Militärkontrolle und wir bitten den Soldaten, beim Eintreten ins Wohnmobil die schweren Schnürstiefel auszuziehen. Er ist darüber gar nicht glücklich und sagt das könne er nicht, bleibt aber letzten Endes trotzdem im Eingang auf dem Teppich stehen und befiehlt Peter, einige Schränke und Schubladen zu öffnen. Er gibt sich damit zufrieden, sagt jedoch hinterher er hätte seine Aufgabe nicht erfüllt. Wir müssen uns etwas besseres einfallen lassen, das dann für beide Seiten befriedigend ist.

Wir haben Glück, dass wir praktisch ohne Regen nach Guerrero Negro kommen, denn der dunkle Himmel verheisst Schlechtwetter und von Südwesten zieht bereits eine neue Front auf. An der Laguna Ojo de Liebre ist es dann etwas freundlicher und wir sehen schon vom Strand aus viele Wale. Sie sind zwar sehr weit weg, aber dank dem wir etwas erhöht sitzen im Wohnmobil haben wir einmal mehr einen Logenplatz und können sie bequem mit dem Feldstecher beobachten. Hier hat es, im Gegensatz zu Puerto Lopez Mateos nicht tausende von Touristen sondern tausende von Walen und das kommt uns sehr entgegen. Am 3. Februar wurden 1‘221 ausgewachsene Wale und 801 Junge gezählt (total 2‘022), inzwischen sollen es sogar noch mehr sein.

16. Februar 2015 - Ojo de Liebre bei Guerrero Negro
Der Bootsführer Luis nimmt uns mit auf eine faszinierende Walbeobachtungs-Tour. Wir sind die einzigen zahlenden Gäste und der Franzose, der hier bei einem Freund in einer Hütte wohnt und ab und zu den Leuten einen Dienst erweist, darf gratis mitfahren. Zehn Uhr scheint für viele Wale etwas früh zu sein, denn sie bewegen sich kaum – schlafen sie noch? Einige sind jedoch ziemlich aktiv und nähern sich neugierig den ankommenden Booten. Wale gibt es so weit das Auge reicht - da streckt einer seinen Kopf hinaus um sich ein Bild vom Geschehen zu machen, dort taucht einer unter und wir sehen die Flosse verschwinden, hier ragen ein paar reglose Rücken aus dem Wasser und wir sind gespannt, was als nächstes passiert… Als wir ganz in der Nähe einer Mutter mit ihrem Jungen sind kann Peter dieses beinahe berühren, als es langsam unter unserem Boot hindurch schwimmt. Wir sind absolut begeistert und freuen uns ganz riesig über dieses einmalig hautnahe Erlebnis. Die Fotos können unsere Eindrücke nicht im Entferntesten wiedergeben, das muss man wirklich einfach selber erleben. Diese Riesensäuger sind doch glatt doppelt so gross wie das Bötli in dem wir hinausfahren und sie könnten es locker mit einem Augenzwinkern resp. Flossenschlag umkippen. Aber Gott sei Dank sind die Grauwale sehr friedlich.

17. Februar 2015 – Guerrero Negro
Wir fahren um 08.00 Uhr ab. Das GPS sagt uns: fahren sie 236 Kilometer auf dem Santa Rosalia-Ensenada, - Ankunft: 11.26. Weil wir heute die Zeit umstellen müssen erreichen wir unser Ziel sogar schon um halb elf Uhr.

Bei der heutigen Militärkontrolle gehen wir etwas anders vor. Ich bitte den Soldaten, unser Fahrzeug mit den groben Stiefeln vorsichtig zu betreten, denn dies sei unser Haus und wir selber würden unsere Schuhe immer ausziehen. So gibt es keine Argumente und er bleibt sogar freiwillig auf dem Eingangsteppich stehen während Peter für ihn einen Schrank und eine Schublade öffnet. Diesmal ist es eine kurze Sache mit vielen fröhlichen Gesichtern. Auf diese Weise fahren wir definitiv besser.

Es ist wunderschön warm, auf 800 müM 26 Grad, und wir saugen diese Wärme noch richtig in uns auf. Denn schon bald werden solche Temperaturen der Vergangenheit angehören.

Schon wieder verpasst uns, kurz vor Catavina, ein entgegenkommendes Auto einen Steinschlag, diesmal ist er schön rund – aber trotzdem sehr hässlich. Der runde Kleber aus dem Notfallset unserer Versicherung vermag ihn gerade abzudecken.

Auf dem Rückweg von unserer kurzen Wanderung begegnen wir zwei Chauffeuren, die je 40 Tonnen riesige Marmorbrocken geladen haben. Auf die Frage, ob es denn in der Nähe einen Marmor-Steinbruch gäbe Antworten sie, die Brocken könnten praktisch einfach nur gesammelt werden, man brauche sie kaum zu zerkleinern, sie lägen genau so herum wie die Steine hier. Die Ladung wird nach Ensenada transportiert und von da nach China verschifft, wo damit zum Beispiel Fliesen oder Küchenabdeckungen hergestellt werden. Wieder begeistert uns das einzigartige Gebiet mit den gewaltigen Steinkempen, den riesigen Kakteen und den kerzenartigen Cirios. Wir geniessen es ein letztes Mal, in dieser einsamen Gegend zu übernachten und betrachten dies als unseren Abschied von der Baja California, obwohl wir bis zur Grenze noch drei Fahrtage geplant haben.

19. Februar 2015 - Santa Maria, Cielito Lindo
San Quentin verfügt über eine sehr grosse Bevölkerungsdichte, hier sehen wir viele Gewächshäuser und Gemüsefelder, auf denen noch viel von Hand gearbeitet wird. In Santa Maria, zum Beispiel, können Himbeeren geerntet werden, für diese Arbeit braucht es viele fleissige Hände. In einigen Orten ist die Fahrerei wegen den vielen Topes (Geschwindigkeitsreduktoren) recht mühselig und wir fragen uns, um wie viel höher der Dieselverbrauch der Lastwagen dadurch wohl sein mag.

Unterwegs treffen wir ganz überraschend auf Franziska und Felix mit ihren Kalifornischen Freunden. Sie sind über San Felipe gefahren kommen uns entgegen. Felix hat seine Hände eingebunden, er hat sich verletzt, als er eine Schildkröte aus einem Netz befreite.
Die letzte Militärkontrolle ist kurz und freundlich. Wir haben den richtigen Weg gefunden, mit den Soldaten zu kommunizieren und stellen fest, dass sie die sogenannte Revision eher aus Neugier durchführen, weil sie wissen möchten wie das Wohnmobil von innen aussieht.

20. Februar 2015 – Sordo Mudo, Chula Vista
Kurz vor acht Uhr sind wir bereits auf dem Weg nach USA und hoffen, dass die Grenzformalitäten reibungslos über die Bühne gehen. Rund 75 km trennen uns noch vor dieser Erwartung.

Die Baustelle beim Km 50 war vor zweieinhalb Monaten gefühlsmässig etwa gleich weit wie heute. Kein Wunder: ungefähr 20 Mann stehen herum, keiner arbeitet - nicht einmal die Maschinen. Der einzige, der etwas tut ist der Sicherungsmann, der missmutig seine Flagge schwenkt als wir uns nähern.

Bei der Puente Las Palmas, die erneuert werden soll, sieht es auch nicht besser aus: hier stehen zwar keine Arbeiter herum dafür drei Baumaschinen und ein Mann mit dem Natel am Ohr. So wird die Brücke auch nie fertig und wir fahren einmal mehr durchs glücklicherweise trockene Flussbett. Die Baja ist schön, aber halt doch ziemlich weit von Mexiko City entfernt, wohl deshalb sind die Strassen teilweise so schlecht.

Bereits kurz nach neun stehen wir vor dem Grenzübergang in einer 300 Meter langen Kolonne. Eine ältere freiwillige Helferin, die Abfall sammelt, sagt uns es dauere ca. 20 - 25 Minuten, also insgesamt etwa eine halbe Stunde, bis wir zum Zoll kämen. Um zehn Uhr haben wir trotz der ausführlichen Inspektion durch eine fröhliche Grenzbeamtin die Formalitäten bereits hinter uns und sind zurück in USA. Peter geniesst es, wieder ohne Topes (Temporeduktionsmassnahmen) und die teilweise blödsinnigen Stopps zu fahren.

Die Baja California hat uns aber in vielerlei Hinsicht sehr gut gefallen und wir haben uns auch immer sicher gefühlt. Wir haben das schöne Wetter und die angenehmen Temperaturen genossen, uns mit den fröhlichen Mexikanern gut verstanden und die traumhaften Sandstrände sowie die vielfältige Natur sehr geschätzt. Wir sind auf diesem schmalen Landstreifen auch vielen Langzeitreisenden begegnet und haben dabei interessante Menschen kennen gelernt, mit denen wir Spass haben und spannende Gespräche führen durften.

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