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2015
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Motorradreise nach Korsika – 1. - 9. Mai 2015

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Motorradreise nach Korsika – 1. - 9. Mai 2015

1. Mai 2015 (465 km)
Wir treffen uns mit unseren Freunden Monika, Peter, René und Otti wieder einmal bei regnerischem Wetter um 08.45 in Oftringen, um gemeinsam auf dem schnellsten Weg zum Fährhafen in Savona (Italien) zu reisen.

Nach einem etwas misslungenen Start wegen einer schwachen Motorrad-Batterie und einer ungeplanten Abfahrt von der Autobahn läuft es ab der Raststätte südlich vom Gotthardtunnel –immer noch mit Regen – recht flüssig und wir erreichen unser Ziel Savona bereits um 16.30 Uhr.

Nachdem wir bis 19.30 aufs Einschiffen warten müssen wird es dann plötzlich sehr hektisch und wir werden alle in eine andere Ecke des Schiffes dirigiert. Bevor alle Motorräder auch nur richtig befestigt sind läuft die Fähre schon kurz nach acht Uhr aus.
Beim Zwischenhalt in Nizza verlassen einige Passagiere, die von Korsika zurückgekommen sind, das Schiff und es fahren nochmals etwa 1000 weitere Fahrzeuge ein.

2. Mai 2015
Bastia – D80 – Cap Corse – Col de la Serra – Saint Florent – D81 – N1197 – N197 – Ile Rousse – D151 – D71 – Feliceto (175 km)
Um sechs Uhr kommen wir in Bastia an und sehen an den Kratzspuren der Koffern, dass eines unserer Motorräder wohl beim Losfahren umgekippt sein muss. Die Besatzung ist jedoch alles andere als kooperativ und versucht solange sich heraus zu schwatzen, bis René beschliesst, nicht auf einen Rapport zu drängen sondern stattdessen die Ferien zu geniessen.
Die Fahrt ums Cap Corse ist immer ein schöner Anfang unserer Tour durch Korsika. Es blüht in allen Farben - knallroter Mohn, blaue, gelbe und weisse Blumen. Im Cas‘ Anna Lidia – Hotel de Charme in Feliceto spendiert uns Otti einen fruchtigen Haus Apéro! Im Restaurant Sol & Luna sind wir die allerersten Gäste der neuen Saison. Wir essen fein und der Wirt bedient uns mit grossem Elan.

3. Mai 2015
Feliceto – D71 – N197 – Gorges de Asco – N197 – N193 – D18 – D84 – Evisa – D84 – D81 – Porto (204 km)
Peter & Monika suchen schon vor dem Frühstück einen Geo Cache und sind bereits wieder zurück als das Essen serviert wird. Das reichhaltige Frühstück rundet den angenehmen Aufenthalt im liebevoll eingerichteten Hotel Anna Lidia ab.

Die heutige Tour durch die Gorges de Asco und über die Berge nach Porto ist sensationell - 200 Kilometer Kurven durch die wilde Landschaft Korsikas.

Porto ist eine hübsche Hafenstadt, das Rest. "La Mer" ist das Beste im Ort und wir geniessen ein feines Menu auf der Terrasse, von wo wir übers Wasser die Burg auf dem Felsen und das Städtchen sehen.

4. Mai 2015
Porto – D81 – Cargese – (Ajaccio) – N194 – N193 – N196 – D555 – Pietrosella Plage – D255 – Pietrosella – D55 – Tassinca – D355 – D155 – D157 – N196 – Propriano (148 km)
Der Entscheid, südlich von Ajaccio nochmals eine kurvenreiche Bergstrecke zu fahren ist heute die falsche Wahl, denn die löchrigen Strassen hätten dringend eine Totalsanierung nötig. Die mehr schlecht als recht geflickten schmutzigen Fahrbahnen sind eher ein Hindernisparcours als Fahrspass. Das Hotel Aria Marina in Propriano liegt etwas ausserhalb der Altstadt am Berg und wir bestellen ein Taxi, das die weniger geländegängigen Kollegen zum Hafen hinunter fährt. In der Vorsaison ist es einfach in einem Restaurant Platz zu finden und weil wir immer schon früh hungrig sind gehören wir meistens zu den ersten Gästen.

5. Mai 2015
Propriano – D268 – Sartène – N196 – Bonifacio – N198 – D59 – D959 – D59 – D159 – Porto Vecchio – N198 – Tarcu (152 km)
Wir stoppen beim Aussichtspunkt, von wo der Fels mit dem Namen "Löwe von Roccapina" zu sehen ist und entdecken ein paar weitere Felsen, die aussehen wie ein Murmeltier oder ein Elefant.

Monika und Peter erkunden die Altstadt von Bonifacio und wir machen es uns im Hafenviertel gemütlich.

Wir fahren wieder ein paar wunderbare kurvenreiche Strecken über enge Strassen mit wenig Verkehr und vermeiden damit die langweiligere Fahrt auf der Landstrasse.

Bei den Bungalows de Figha gibt es schöne Grillstellen und Monika hat die Idee, im nahen Supermarkt einzukaufen und das Nachtessen selber zuzubereiten. René entfacht ein schönes Feuer und grillt auf der Glut die ganze Auswahl der feinen Würste. Zusammen mit frischem Brot, Tomaten, Chips und einem Glas Wein ist die Mahlzeit ausgewogen - für die Schleckmäuler gibt‘s sogar noch Dessert. Dem Gin Tonic sprechen nicht alle gleichermassen zu, was die folgende Geschichte überhaupt erst möglich macht...

6. Mai 2015
Tarcu – N198 – Solenzara – D268 – Col du Larone – Col de Bavella – Zonza – D420 – Aullène – D69 – Zicavo – Ghisoni – N193 – Vivario (159 km)
Bereits am frühen Morgen schocken uns René und Peter damit, dass sie die noch etwa zu ¼ volle Gin-Flasche leeren. Ich verstehe die Welt nicht mehr und bin überrascht, dass Monika so unbekümmert zuschaut. Deshalb beschliesse ich, heute lieber allein zu fahren, als mit zwei angetrunkenen Kollegen im Nacken. Weil ich dermassen geschockt bin, finden sie es plötzlich nicht mehr ganz so lustig wie noch gestern Nacht, wo sie sich krumm gelacht haben ob ihrer zweifellos guten Idee, die leere Flasche mit Wasser nachzufüllen und uns am Morgen zum Narren zu halten – was ihnen tatsächlich grossartig gelungen ist.

Das Frühstück wird, wie versprochen, um neun Uhr auf den Sitzplatz beim Bungalow serviert. Es ist zwar etwas anspruchslos, aber gar nicht so schlecht.

Wir geniessen die heutige Pässefahrt trotz teilweise böigem Wind und ein paar Regentröpfchen bei angenehmen Temperaturen.

Unser Zimmer im Hotel U Campanile ist zwar sehr klein aber fein, der Wirt ist zuvorkommend und das Nachtessen ist ausgezeichnet.

7. Mai 2015
Vivario – N193 –Ponte Veccio – Gorge de la Restonica – Corte – N193 – Bistugliu – Ponte Leccia – D71 – Morosaglia – Cervione – D330 – D9 – Poggio Mezzana (131 km)
Auch das Frühstück lässt keine Wünsche offen und stärkt uns für den ganzen Tag.

In den Bergen fahren wir über viele gute kurvenreiche Strassen und durch kleine Dörfer, bis wir am Abend das etwas versteckte Hotel Levolle Marine direkt am Strand finden.

Im nahen Strand-Restaurant, welches zum angrenzenden Ferien-Resort gehört, genehmigen wir uns einen feinen Apéro und schlemmen ein wahres Gourmet-Menu.

8. Mai 2015
Poggio Mezzana – N198 – N193 – Bastia (38 km)
Bis zum Hafen in Bastia brauchen wir nur eine halbe Stunde. So haben wir unterwegs noch Zeit zum Tanken und Motorrad waschen, bevor wir pünktlich am Mittag im Hafen ankommen.

Das Schiff läuft um zwei Uhr aus und die angenehme Überfahrt erscheint uns recht kurz. So erreichen wir Savona noch vor dem Eindunkeln um halb acht und checken kurz darauf im Hotel Mare ein, wo wir uns eine Stunde später im Bistro zum Nachtessen treffen.

Das Essen ist zwar fein, obwohl nicht ganz alle genau das erhalten, was sie sich vorgestellt haben. Die vermeintliche Gemüse-Pastete entpuppt sich als feiner würziger Tartar und deshalb biete ich Peter meinen gemischten Salat an – schliesslich habe ich ihm das falsche Gericht empfohlen. Monika und Otti bekommen den gewünschten Rauchlachs – der sieht aber lecker aus – und sind damit auch rundum zufrieden.

9. Mai 2015 (465 km)
Die Heimreise verläuft, ausser dem über eine Stunde langen Stau auf der Gotthard Südrampe, ganz problemlos und dem Gewitterregen in Altdorf entkommen wir gerade noch rechtzeitig.

Wir freuen uns über eine weitere gelungene Motorradreise und bewahren viele schöne positive Erinnerungen an die gemeinsamen Ferien mit unseren Freunden.

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