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2014
Schweden

Reiseberichte

Kurztrip vom 26.Juni bis 2. Juli 2014 nach Schweden

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Schweden vom 26. Juni - 2. Juli 2014

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Kurztrip vom 26.Juni bis 2. Juli 2014 nach Schweden

26. Juni 2014 - Stockholm Arlanda
Unsere Freunde haben uns eingeladen, sie in Schweden zu besuchen und wir freuen uns riesig auf die bevorstehende Kurzreise. Unser Flieger nach Stockholm geht um 16.35 Uhr ab Zürich. Gute zwei Stunden später landen wir nach einem ruhigen Flug bei leicht bedecktem Himmel und kühlen 17 Grad in Schwedens Hauptstadt. Wir übernehmen unseren Mietwagen, einen nagelneuen Hyundai ix20 und fahren damit nur ein paar Kilometer zum Connect Hotel Arlanda, wo wir eine relativ günstige Übernachtung gebucht haben um am nächsten Morgen ausgeruht die etwas über 300 Kilometer weite Strecke zur kleinen Siedlung am Viken zurückzulegen.

27. Juni 2014
Laut GPS benötigen wir via Autobahn knappe vier Stunden, sollten also kurz vor eins bei unseren Freunden eintreffen.

Unser Gastgeber erwartet uns bereits bei der Brücke nach der Abzweigung und zeigt uns „seinen See“ bevor wir gemeinsam nach Hause fahren, wo seine Frau uns strahlend und mit offenen Armen empfängt. Stolz präsentiert sie uns die schmucke „Villa Winzig“, unser niedliches Ferienhäuschen für die nächsten fünf Tage. Am Nachmittag machen wir einen kurzen Spaziergang dem Ufer des Viken (See) entlang und durch die Nachbarschaft bevor wir auf einer Rundreise durch die sehr dünn besiedelte Umgebung chauffiert werden.

Am Abend feiern wir den 60sten Geburtstag einer Nachbarin. Sie und ihr Mann sind der Grund, dass unsere Freunde in dieser Siedlung ein Haus gefunden und sich hier niedergelassen haben. Seither verbindet eine nachbarschaftliche Freundschaft die beiden Paare.

Zur Vorspeise gibt es eine schmackhafte Fischsuppe mit Lachs & Crevetten, zartes Chateaubriand mit leckerem Kartoffelgratin und Broccoli und zum Dessert eine leichte Stracciatella Quarkcreme.

28. Juni 2014
Es regnet und wir fahren zusammen nach Karlsborg, der stolzen Ersatzhauptstadt Schwedens, wo die riesige Festung des 3500 Einwohner zählenden Garnisonorts steht.

Die Tür der Bäckerei steht weit offen und wir treten voller Vorfreude ein. Aber kein Mensch ist da, der uns etwas verkaufen möchte. Leichte Enttäuschung macht sich breit, doch unser Freund weiss Rat. Nach vergeblichem Rufen, Läuten und Lärmen bedienen wir uns einfach selbst und legen 20 Kronen für das Knäckebrot auf den Tresen.

Das alljährliche Schleusenfest ganz in der Nähe ist leider buchstäblich ins Wasser gefallen und aus den Buden erstrahlt nur gähnende Leere.

Um 16.00 Uhr haben wir in der Gallerie eines deutschen Künstlers einen Termin vereinbart, um seine Ausstellung zu besuchen. Die einen verlieben sich in ein wunderschönes blaues Gemälde, das perfekt in ihr Schlafzimmer passt und Peter und mir gefällt das gelbe „Morning Memories“ so gut, dass wir uns ernsthafte Gedanken machen, wie wir das Bild nach Hause nehmen könnten. Fürs Handgepäck ist es aber leider doch etwas zu gross…

Unsere liebe Gastgeberin kocht schon wieder superfein und wir geniessen das thailändische Poulet/Gemüsegericht mit Reis.

Kurz vor 10 Uhr Abends fahren wir alle nochmals hinaus in die Natur: kaum gestartet sehen wir eine Wildschweinfamilie mit vier Jungen, einen Elch am Waldrand, eine Elchmutter mit Jungem, jede Menge Hasen, ein paar Rehe und zu guter letzt nochmals zwei stattliche Wildschweine mit fünf Jungen, gleich am Eingang zur Siedlung. Hoffentlich bleiben sie den Häusern fern, denn in den schönen Gärten würden sie unglaubliche Schäden anrichten.

29. Juni 2014
Den Sonntag muss ich leider auslassen und wegen meiner Migräne einen Fastentag einlegen. So entgehen mir nicht nur ein ausgiebiges Frühstück und die feinen Burritos zum Nachtessen sondern auch der spannende Ausflug zu den Schleusen am Göta Kanal. Doch dieser wird mir zuliebe morgen wiederholt - Glück gehabt, da hätte ich wirklich ein Highlight verpasst ;)

30. Juni 2014
Unser Tag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstück auf der sonnigen Veranda. Wir schlemmen "Graved Lachs" (eingelegten rohen Lachs), eine schwedische Spezialität, und kommen uns vor wie kleine Könige.

Wir starten die Tour mit einem Besuch bei einem Ehepaar, das ganzjährig in der Siedlung wohnt und beim Haus unserer Freunde bei deren Abwesenheit zum Rechten schaut.

Dann geht es nach Toreboda zur ersten Schleuse beim Viken und zu weiteren verschiedenen einfach-, zweifach- und dreifach-Schleusen dem Götakanal entlang, die teilweise sogar noch von Hand bedient werden müssen. Da kommen unsere Männer gerade recht zum Helfen.

Im Handwerkerladen mit Farmermuseum in Hajstorp gibt es viele interessante von heimischen Künstlern gestaltete Werke, die den Betrachter/Käufer begeistern.

Dazwischen verpflegt uns unsere liebe Freundin immer wieder aus ihrem prall gefüllten Picknick Korb mit leckeren Naschereien.

Der Göta Kanal – Abschrift einer Gedenktafel: 1810 begannen in Sjötorp unter der Leitung von Baltzar von Platen die Grabungsarbeiten für den Bau des Göta Kanals, bei denen rund 58.000 schwedische Soldaten eingesetzt wurden. Mit einfachen Werkzeugen und Eisenspaten arbeiteten sie sich unter grössten Anstrengungen durch Berge, Moränen und zähen Lehm. Über genial konstruierte Schleusen konnten Schiffe stufenweise angehoben oder abgesenkt werden, um ihnen die Passage zwischen Ost- und Nordsee zu ermöglichen. Der Göta Kanal wurde 1832 fertiggestellt und gilt bis heute als Schwedens grösstes Bauvorhaben aller Zeiten.

Hier schlendern wir ein wenig durch den kleinen Ort Sjötorp, bevor es wieder nach "nach Hause" zurückgeht und wir erneut mit einem exzellenten Nachtessen verwöhnt werden: Rahmspinat auf warm geräuchertem Lachs mit verlorenen Eiern, das gibt es nur in Schweden. Der Nachtisch ist eine leckere Himbeerzaubercreme, und die ist wie immer „ach so fein“...

1. Juli 2014
An diese appetitlichen Lachsfrühstücks könnten wir uns glatt gewöhnen ;), aber die Zeit mit unseren Freunden ist um und wir fliegen schon bald wieder heim. Doch vorher wollen wir uns noch kurz in der Hauptstadt umsehen, die manchmal auch als Venedig des Nordens bezeichnet wird.

Auf der Fahrt nach Stockholm wählen wir nach Askersund die Strecke via 51/52 über Katrineholm und die Nr. 57 nach Stockholm. Die Zwischenverpflegung unserer Gastgeber bringt uns dabei über die gut fünfstündige Entfernung.

Stockholm begrüsst uns mit einem heftigen Regenschauer, aber dafür ist der Empfang im neuen "Radisson Blu Waterfront Hotel" sehr warm. Das Zimmer im 15. Stock ist, wie erwartet, modern, grosszügig und ruhig.

Nach dem kurz gehaltenen Nachtessen setzen wir uns vor die Glotze und leiden ab der zweiten Halbzeit mit unseren Fussballern, die zu guter Letzt das Spiel gegen die Argentinier mit 1:0 verlieren ;)

2. Juli 2014
Wir bedienen uns am „Superfrühstücksbuffet“ und essen so viel, dass es fast für den ganzen Tag hin hält. Peter braucht kurz vor zwei Uhr doch noch einen Hamburger um über die Runden zu kommen, aber ich habe keine Zeit fürs Essen, denn es gibt noch viel zu sehen :)

Im Abba Museum benötigen wir etwas mehr Zeit als vorgesehen, denn die Geschichte der Band ist, obwohl teilweise bereits bekannt, äusserst interessant. Wir sind überrascht, dass jedes einzelne Bandmitglied vor der Geburt des gemeinsamen Projekts in Schweden bereits einen hohen Bekanntheitsgrad genoss. Nach dem Erfolg am Eurovisions Songcontest in 1974 wurde ihnen 1975 die Teilnahme im eigenen Land verwehrt, weil es den Verantwortlichen in Schweden ein Dorn im Auge war, dass Bands, die mit Musik sowieso schon viel Geld verdienten, am Wettbewerb teilnehmen. ABBA geriet nach den grossen Erfolgen in den 70er Jahren etwas in Vergessenheit. Doch mit der Veröffentlichung eines „Best of Albums“ anfangs der 90er Jahre und dem Film und Musical „Mamma Mia“ ist ihre Musik sozusagen wieder auferstanden und unvergesslich geworden.

Beim Schloss wollten wir die Wachablösung um 12.15 Uhr mit verfolgen, doch das verpassen wir natürlich, denn es ist schon nach 13.00 Uhr, als wir das Museum verlassen.

Der Königspalast liegt in Gamla Stan, dem ältesten Stadtteil Stockholms, den wir noch etwas näher kennen lernen wollen. Der Handelsplatz „Stortorget“, auf dem 1520 das Stockholmer Blutbad stattfand, ist von imposanten Häusern umgeben. Die Gassen zwischen den hohen Giebelhäusern sind eng und die schmalste, steile "Mårten Trotziges Gränd", ist mit 36 Treppenstufen versehen.

Weil es kurz nach 15.00 Uhr heftig zu regnen beginnt fahren wir bereits um halb vier Richtung Flughafen/resp. Rental car return. Diese Fahrt dauert im teilweise starken Verkehr etwas länger als geplant, dafür geht die Mietwagen-Rückgabe in nur 30 Sekunden über die Bühne und der Shuttle Bus zum Flughafen fährt gleich nach unserem Einsteigen los.

Bei schönstem Wetter fliegen wir zurück nach Zürich und hoffen, bei unserem nächsten Schweden-Besuch länger Zeit zu haben und noch viel mehr von diesem schönen Land kennen lernen zu dürfen.

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