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Reiseberichte - Oktober 2003 [zurück]


09.10.2003

Unsere Reise mit Zwischenstopp in Los Angeles verläuft trotz der furchtbaren Gepäckmassen erstaunlich gut. Wir müssen lediglich insgesamt drei Mal Handgepäck speziell checken lassen und Peters riesige Reisetasche wurde, den Spuren nach zu urteilen, in LA von den Sicherheitsleuten durchwühlt. In Auckland wird dann noch der Karton mit den Velos inspiziert. Aber das alles ist jeweils eine kurze und problemlose Angelegenheit.

Wir leben, zusammen mit der jungen Studentin Camila aus Brasilien, bei einer ganz lieben Familie in einem gepflegten Vorort von Christchurch. Lorraine und Paul unternehmen viel mit uns und sie geniessen es, gesellige Leute um sich zu haben. Wir lachen viel miteinander und die beiden machen gerne Witze.

Die Gegend ist wunderschön und mit dem Bike benötigen wir lediglich eine Viertelstunde bis zum Meer. Die Stadt selber haben wir bisher noch nicht erkundet, aber es bleiben ja noch über zwei Monate Zeit dazu.

NB. Wir sind euch in der Zeit momentan um 11 Stunden voraus, nach der Umstellung auf die Winterzeit werden es dann 12 Stunden sein.



17.10.2003

"Auf der anderen Seite der Welt" erscheint uns vieles etwas verkehrt. Wenn wir in die Autos schauen sehen wir vorerst nur Beifahrer. Bei näherem Hinschauen entdecken wir dann aber, dass die Leute doch ein Steuerrad vor sich haben, denn dieses ist auf der linken Seite. Als Fussgänger müssen wir uns schnell daran gewöhnen, zuerst nach rechts und dann nach links zu blicken, sonst liegen wir eins zwei unter einem Auto.

Im Oktober beginnt der Frühling und es blüht schon vieles. Trotz des nächtlichen Bodenfrostes und Temperaturen um die Nullgrad tragen viele Leute kurze Hosen und T-Shirt. Die Menschen sind sehr kontaktfreudig und in den Bussen spricht fast jeder mit jedem.

Christchurch
Mit ihren 350'000 Einwohnern ist Christchurch hinter Auckland und Wellington die drittgrösste Stadt von Neuseeland und die grösste der Südinsel. Sie ist auch Hauptsitz der Provinz Canterbury wo ca. 470'000 Leute leben. Das ist etwa die Hälfe der Einwohner der Südinsel. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten wie das Canterbury Museum, die Botanischen Gärten, das Internationale Antarctic Center oder die Air Force Welt.

Der Nationalsport Nr. 1 ist Rugby und die Meisterschaft findet jeweils in den Wintermonaten statt. Wir haben das Vergnügen, am Samstag, 11.10.2003, dem letzten Spiel Canterbury gegen Auckland beizuwohnen. Leider verliert die Heimmannschaft, weil deren beste Spieler mit der Nationalmannschaft an der WM in Australien teilnehmen.



28.10.2003

Am Sonntag, 19. Oktober, unternimmt Peter mit Adrian, Petra und Isa (Studenten an der Dominion School) einen Ausflug mit dem Mountainbike. Die Fahrt führt nach Sumner und über den steilen Evans Pass hinunter nach Lyttelton. Von da geht es wieder bergaufwärts und über die Summit Road zurück nach Christchurch. Von den Hügeln sieht man weit über die Canterbury Plains und in die Berge. Der Weg ist ziemlich beschwerlich aber lohnenswert.

Die Homestay-Family hat für diesen Sonntag ein Picknick in der Nähe des Lake Coleridge geplant. Mit dem Oldtimer „Singer“ Jahrgang 1960 fahren Paul, Bruce und Richard zügig durch die wunderschöne Gegend. Es ist alles sattgrün und der gelbe Ginster blüht überall. Die „Girls“ (Lorraine, Gay, Ruth) folgen im Jeep und geniessen den Komfort der Neuzeit.

Für Donnerstagabend ist etwas Aussergewöhnliches angesagt: Die Nationalmannschaften der Rollstuhl fahrenden Rugbyplayer von Australien und Neuseeland tragen einen Rugby-Match aus. Die Rollstühle sind rundherum verstärkt und es wird sehr hart, aber fair gespielt. Crashs mit hoher Geschwindigkeit, um Gegenspieler zu stoppen, sind keine Ausnahme. Im Gegensatz zum normalen Rugby gibt es natürlich ganz andere Regeln und es spielen immer vier gegen vier. Das Spiel ist sehr schnell, auch hier ist Taktik gefragt und die Spieler müssen den Rollstuhl absolut beherrschen. Es ist beeindruckend, was die teilweise schwerst behinderten Spieler (Tetraplegiker) da bieten.

Für das Labour-Weekend vom 25. – 27. Oktober mieten wir zusammen mit Adrian, Richard (CZ) und In (Korea) einen Toyota Corolla. Unser Ausflug über den Arthurs Pass nach Greymouth ist sehr interessant. Wir besuchen Shantytown, eine Goldmine und ein altes Dorf, und unterhalten uns am Flussdelta des Taramakau Rivers mit einem Fischer, der den begehrten „White Bait“ fischt.

In Greymouth findet am Sonntag ein Motorrad-Rennen statt, und wir lassen es uns nicht entgehen, diesem Spektakel mitten in der Stadt wenigstens für zwei Stunden beizuwohnen. Es ist unvorstellbar, dass in der Schweiz eine ganze Stadt abgeriegelt würde um eine solche Veranstaltung durchzuführen.

Gegen Mittag fahren wir dann weiter zu den Pancake Rocks Blowholes in Punakaiki. Diese über Jahrtausende entstandenen Felsformationen sind eindrücklich und wir hätten uns anstelle des Sprayregens strahlenden Sonnenschein gewünscht. Aber auch hier sind die Wetterprognosen nicht immer so zuverlässig.

Durch die Berge und über den Lewis Pass geht es nach Hanmer Springs wo wir am Montag, nach einer kurzen Wanderung auf den Mount Isobel, in den Hot Pools relaxen können. Aufgeweicht und müde geniessen wir den späten Lunch am Flussufer und begeben uns dann frisch gestärkt auf den zwei Stunden langen Heimweg nach Christchurch.

Die Zeitverschiebung beträgt jetzt 12 Stunden!

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