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Reiseberichte - Dezember 2003 [zurück]


05.12.2003

„Christmas in the Park“ am 29. November ist ein Anlass, der 120'000 Leute anlockt. Um 19.45 Uhr eröffnet ein 12jähriges Mädchen das Spektakel mit einem Weihnachtslied. Bekannte und unbekannte Künstler zaubern zusammen mit dem im Schlitten hereinschwebenden Weihnachtsmann eine schöne Vorweihnachtsstimmung. Das Publikum singt die bekannteren Songs mit und geniesst das glitzernde Feuerwerk, welches den ersten milden Sommerabend zu einem vollendeten Abschluss bringt.

Der Sonntagsausflug mit unserer Homestay-Family und deren Freunde führt uns in zwei Weingüter, wo wir ein bisschen einheimischen Wein degustieren können. Die Pegasus Vinery ist sehr schön gelegen und der Garten lädt zum Verweilen ein. Diesmal müssen wir fürs Degustieren wenigstens nichts bezahlen, aber es wird genau Buch geführt, wie viele „Probiererli“ ausgeschenkt wurden. Der Lunch in der Canterbury Vinery ist gut und preiswert. Einige betuchte Gäste fliegen gar mit dem Helikopter zum Mittagessen ein.

Zum Nachtessen am Sonntag wird „unsere ganze Familie“ von Jason, dem jüngeren Sohn von Paul und Lorraine, in sein neues Zuhause eingeladen.

Lorraine hat am Montag, 1. Dezember, Geburtstag und deshalb werden wir schon wieder verwöhnt. Craig (der ältere Sohn) und Caroline, frisch miteinander verheiratet, laden die Familie inklusiv „Studenten“ zum ersten BBQ dieses Sommers ein.

Peter versucht sich am Mittwochnachmittag im Golf spielen und schlägt 100 Bälle auf der Driving Range. Das Resultat ist eine riesige Blase an der Hand und die Freude, trotz anfänglicher Skepsis, am Team-Plauschturnier vom nächsten Sonntag mit von der Partie zu sein.

Am Donnerstagnachmittag misst sich Peter mit ein paar anderen Studenten im Go Kart fahren. Die Rundenzeiten auf der Indoor-Bahn betragen lediglich ca. 16 - 17 Sekunden und die fünf liefern sich harte Duelle.

Um 06.45 am Freitag fahren wir los um die Einfahrt des riesigen Kreuzfahrtschiffs „Star Princess“ in den Hafen von Lyttelton zu verfolgen. Es ist jedoch viel zu früh angekommen und hat bereits angelegt. Wir bestaunen das 110'000 Tonnen schwere Luxusschiff mit 18 Decks, welches zwei Mal so gross ist wie die Titanic, diverse Swimming Pools sowie eine Minigolfbahn besitzt, und 2'700 Passagiere aufnimmt. Eine 1’100köpfige Crew ist auf diesem 219 m’ langen und fast 1 Milliarde Franken teuren Schiff beschäftigt. Am Pier stehen 18 Busse und mehrere Taxis bereit um einige der Gäste in die Stadt zu bringen.

Am Abend gehen Paul und Peter ins Pub (Workerman’s Club Richmond), trinken Bier resp. ein Gläschen Wein und spielen Snooker. Paul erzählt, Peter sei ein miserabler Spieler, nicht einen Ball hätte er versenkt, aber das tut dem Spass miteinander offenbar keinen Abbruch.



12.12.2003

Sonntag, 7. Dezember: Das Golf spielen ist nicht jedermanns Sache. Peter’s erster Schlag ist hervorragend – leider soll es der einzige des ganzen Tages bleiben. Davon abgesehen bringt er es noch fertig, sieben Bälle zu verlieren. Einige versenkt er im See und die anderen im dichten Gebüsch. Er muss von seinen beiden Mitspielern wohl einige Sprüche ertragen, denn Jason mit Handicap 7 (Sohn von Paul und Lorraine – Freund von Camila) ist trotz fürchterlichem Kater ein Top-Spieler und auch Paul gewinnt einige Preise. Peter wird als hoffnungslos betrachtet und löscht das Golfen ganz aus seiner Liste der möglichen sportlichen Betätigungen.

Lorraine, Camila, Petra/Isabelle und Ruth bilden zusammen ein Viererteam und finden ganz unterschiedlich Freude am Spielen. Petra und Isabelle, die jeweils abwechslungsweise ihren Ball schlagen, verlieren bereits nach dem 8. Loch ihre Lust und beschliessen, lieber ein bisschen an den Strand zu gehen. So machen sich die restlichen drei nach dem Lunch auf um den Kurs noch zu Ende zu spielen. Leider haben die Frauen am Anfang mit „Ginshots“ (Ball nicht getroffen) zu viel Zeit vertrödelt und können deshalb die restlichen 5 Löcher nicht mehr absolvieren, weil es langsam zu spät wird. Nichts desto Trotz: Es ist ein wunderschöner Tag und Ruth (ebenfalls als hoffnungsloser Fall betitelt) wird ihn in bester Erinnerung behalten.

Lorraine lädt Petra und Isabelle noch zum Dinner ein. Es wird ein richtiger Grillplausch mit feinem Salat und gutem Wein, den Isabelle und Petra eigentlich zum Lunch mitgebracht hatten.

Am Montag wird das Auto gereinigt, voll getankt und gecheckt, denn wir haben es bereits wieder verkauft. – So sauber haben wir es allerdings nicht übernommen. – Ab Dienstag gehört es Petra und ihrem Freund Claudio, die sechseinhalb Wochen damit herumreisen wollen.

Yayoi, eine Japanerin, lädt uns zur Abschiedsparty zweier Freundinnen ein. Sie sind alle zusammen mit Peter in der gleichen Klasse. Es gibt japanische und chinesische Spezialitäten und wir geniessen diese Abwechslung. Das Essen und die Stimmung sind hervorragend, nur das Wetter spielt nicht mit, es ist sehr kalt draussen und deshalb ist die Party schon vor 08.00 pm wieder zu Ende.



19.12.2003

Am Donnerstag, 11. Dezember, organisiert die Schule eine „Wine Tasting Tour“. Wir fahren für NZD 40.00 pro Person mit zwei Minibussen in die drei Weinkellereien St. Helena’s, Pegasus und Canterbury Winery. Insgesamt können wir ca. 30 Weine degustieren und die Schweizer beschliessen fast einstimmig, dass die Neuseeländer sehr guten Weisswein keltern, der Rotwein kann unsere Herzen jedoch nicht erwärmen. Obwohl wir üblicherweise den Roten vorziehen kaufen wir diesmal einen feinen Riesling.

Weil wir erst um halb sechs wieder in Christchurch sind beschliessen wir, gleich in der Stadt zu bleiben und im Pub einen feinen „Chicken-Salad“ zu essen. So können wir ganz ohne Stress die Pubnight geniessen.

Am Samstag holen wir unser Wohnmobil ab, welches für die nächsten vier Monate unser Zuhause sein wird. Der Radio funktioniert nicht weil die Batterie gewechselt wurde, doch nachdem Paul den Fehler entdeckt und für uns von Toyota den Code für den Radio angefragt hat, ist alles bestens und wir können unterwegs Musik und News hören.

Wir unternehmen gleich ein Test-Weekend mit Isabelle und fahren auf die Banks Peninsula. Von Little River wählen wir die Naturtrasse über die Hügelkette, welche steil hinunter nach Wainui führt. Die Sicht in die südlichen Bays ist traumhaft schön. Wir fahren weiter nach Akaroa und erkundigen uns nach den Strassen an die westlichen Bays. Wir möchten in der Le Bons Bay übernachten, doch leider ist am Strand ein Campingverbot und der Campingplatz ist nicht sehr schön gelegen. Deshalb fahren wir auf den Rastplatz am Lake Forsyth zurück, entfachen ein Feuer und „brötle“ Würstli zum Znacht. Ausser uns haben noch fünf weitere Camper dieses schöne Plätzchen zum Übernachten ausgewählt. Der See ist voller schwarzer Schwäne und der Sonnenuntergang bilderbuchartig.

Wir stellen fest, dass unser Wohnmobil zum Schlafen für drei Personen nicht geeignet ist. Wenn das obere Bett gemacht ist hat eine Person knapp Platz zum Stehen, es ist sehr eng. Zur Not geht es, aber permanent zu dritt zu schlafen ist sehr mühsam.

Nichts desto trotz geniessen wir unser erstes Wochenende im Camper und fahren am Sonntag nochmals auf der Summit Road Richtung Akaroa und hinunter in die Pigeon Bay. Obwohl es unheimlich windet ist es an der Sonne sehr heiss. Erstmals in diesem Sommer klettert das Thermometer auf ca. 30°C. Bereits am frühen Nachmittag fahren wir zurück nach Christchurch. Isabelle kocht für ihre Hostfamily ein Fondue (bei dieser Hitze), wir sind zu Paul’s Geburtstag und Camila’s Abschiedsessen ins „Garden Restaurant“ zum „all you can eat“ eingeladen. Das Buffet ist vielfältig und es gibt Köstlichkeiten für jeden Geschmack.

Am Montag inspizieren und reinigen wir das Wohnmobil gründlich und räumen die ersten Sachen ein, welche uns künftig nicht mehr fehlen sollen. Gleichzeitig erstellen wir eine Einkaufsliste mit hilfreichen Kleinigkeiten, die das Reisen angenehmer machen.

Am Abend fährt Peter mit Jacob und Richard zum letzten Mal in den Bottle Lake Forest und anschliessend sind wir anlässlich Richard’s Geburtstag zum BBQ eingeladen.

Am Mittwochmorgen um 08.00 will Peter im Wohnmobil etwas nachschauen und entdeckt dabei, dass die Fahrertüre weit offen steht und auch das Handschuhfach offen ist. Er will die Türe wieder abschliessen, doch das geht nicht mehr. Das Schloss war zwar schon ziemlich ausgeleiert, doch irgendjemand muss es in der Nacht aufgebrochen haben. Der Schlüsselservice kann es wieder gängig machen und wir hoffen, die nächsten vier Monate Ruhe zu haben. Wir werden die wertvollen Sachen jedoch gut verstecken oder mitnehmen müssen.

Am Mittwochnachmittag macht Peter frei von der Schule. Wir sind am Abend zu Marions 30. Geburtstag eingeladen. Ihre Mutter, Helen, lebt seit 12. November 2003 in Methven und wir sind für Marion, welche wir aus der Schweiz und von den Veloferien in Spanien kennen, Überraschungsgäste. Es ist ein sehr interessantes Beisammensein: Wir kannten vorher nur Helen und Marion, aber mit allen anderen haben wir gemeinsame Bekannte.
Mark, Duathlet aus Christchurch, hat letztes Jahr an der Duathlon WM in Affoltern und am Powerman Zofingen teilgenommen. Er und seine Freundin Nadja kennen Susanne, die in unserem Haus lebt.
Benita hatte beruflich mit einem ehemaligen Chef von Ruth zu tun und Roland, ihr Ehemann, mit einem von Peters Velokollegen.
Helen hat Ihre Homepage www.sportcom.ch/aotearoa von Susannes Bruder Dani gestalten lassen - es ist irgendwie unglaublich wie am anderen Ende der Welt die Fäden wieder zusammenlaufen.
Weil wir nicht in Methven übernachten gibt uns Helen fürs Zmorge selbst gebackenen Zopf mit, mmmhhh fein!
Freitag, 19.12.2003: Endlich ist der letzte Schultag vorbei. Richard, Judy und Peter organisieren für Ihre Schulkollegen eine Abschiedsparty im Garten unserer Hostparents. Ruth backt Brote und Zopf zu grillierten Würstli, Hamburgern, Speck und Chicken Nibbles. Dazu gibt es Country Cuts und gemischten Salat. Fürs Dessert macht Lorraine eine feine Pavlova. 24 Studenten geniessen das ausgelassene Beisammensein und die letzten gehen, ganz schweizerisch, erst nach Mitternacht nach Hause.



29.12.2003

Am Sonntag, 21. Dezember um 09.30 Uhr verabschieden wir uns von unserer Hostfamily. Nach dem Einkauf der Grundnahrungsmittel verlassen wir Christchurch um 11.15 und fahren auf der Hauptstrasse Nr. 1 nordwärts. Das kurze Stück von Rangiora nach Amberley fahren wir auf der Scenic Route 72. In Waipara verlassen wir den Highway 1 Richtung Hanmer Springs auf der Nr. 7. Wir machen eine Rast in Hurenui und essen unseren Lunch auf dem Balmoral Campground. Auf dem Highway Nr. 70 geht es weiter nach Kaikoura.

Wir geniessen es sehr, wieder auf der Strasse zu leben. Peter hat keine Hausaufgaben mehr und Ruth muss endlich wieder ohne Internet-Access leben lernen. Wir haben für eine Weile keine Verpflichtungen mehr.

Auf der Kaikoura-Halbinsel gibt es eine Robben-Kolonie und wir beobachten die trägen Tiere mit grösster Aufmerksamkeit. Peter möchte doch lieber filmen, wenn sich etwas bewegt und Ruth wartet auf eine Pose, welche die Tiere auch als solche erkennen lässt.

Wir suchen einen Uebernachtungsplatz und campieren direkt am Strand von Mangamaunu, 20 km nördlich von Kaikoura. Es ist wunderschön, doch die Wellen verursachen sehr grossen Lärm.

Am Montag starten wir gemütlich um 10.30 Uhr und fahren weiter der Küste entlang und über die Hügel nach Blenheim. Am Strand von Rarangi stärken wir uns mit einem Lunch. Von da weg gibt es 25 km Schotterstrasse. Bereits nach 8 km finden wir die Robin Hood Bay, wo man gratis übernachten kann. Wir beschliessen, heute im Meer zu schwimmen – es ist fürchterlich kalt (brrr…, aber es goht no).

So ein verrückter Kiwi (Neuseeländer) will mit seinem Landcruiser vermutlich ein bisschen Eindruck machen und weiss nichts besseres, als ihn im zu tiefen Wasser zu versenken. Mit einem Schnorchel als Luftansaug wäre das alles nicht passiert, aber na ja… Irgendwie kann das Fahrzeug wieder geborgen werden, doch der Motor ist nicht mehr, was er einmal war. Er tönt furchtbar und der Auspuff versprüht eine schwarze Rauchwolke.

Unsere Nachbarn schenken uns grillierten Schellfisch (Paua) und einen Schellfisch-Hamburger. Ruth darf die beiden Delikatessen selber geniessen, Peter kann sich noch immer nicht mit Meerfrüchten anfreunden.

Der Dienstag beginnt mit Regen und das ist gut für die Strasse, denn es ist nicht mehr so staubig. In Picton tätigen wir zuerst einen Grosseinkauf, damit wir für die nächsten paar Tage eingedeckt sind und der Zivilisation entfliehen könnten. Danach suchen wir ein geeignetes Plätzchen zum Sylvester feiern mit unseren Schweizer Freunden aus Christchurch. Die Shelley Beach ist ganz hübsch, einziger Wermutstropfen ist, dass man da nicht übernachten darf.

Danach erkundigen wir uns nach der Möglichkeit ein Segelschiff mit Skipper zu chartern. Bei Compass Charters an der Waikawa Bay finden wir in Graeme einen kompetenten Berater, der uns verschiedene Angebote unterbreitet. Wir reservieren die Raven 31 vom 15. – 19. Februar provisorisch.

An der Ngakuta Bay, ca. 12 km nördlich von Picton, gibt es einen wunderschönen Rastplatz, der sich bei schönem Wetter ebenfalls zum Sylvestern eignen würde.

Leider ist das Wetter immer noch nicht schöner, was die Aussicht auf dem Queen Charlotte Scenic Drive von Picton nach Havelock fast ein wenig verdirbt. Um vier Uhr zeigt sich die Sonne doch noch und die Farben des Wassers nehmen grünliche Schattierungen an. Die nassen Blätter der Bäume glänzen im Sonnenschein und vermitteln eine ganz spezielle Stimmung. Leider ist dieses Schauspiel nur von kurzer Dauer und die Wolken nehmen wieder Ueberhand.

Die Bäume hier sind recht faszinierend, verschiedene Formen und Arten mischen sich zu üppigen Wäldern oder einzelne stehen ganz individuell in kargen Landschaften.

Am Abend treffen wir die Motorradfahrer-Gruppe der Bike Adventure Tours auf dem Campground von Kaiteriteri und trinken gemeinsam ein Glas Wein. Deren Tourenleiter, Kurt Banz, ist unser Wohnmobil-Vermieter.

Mittwoch, 24.12.2003, Heiligabend, doch beim Sünnele an der Beach kommt einfach keine Weihnachtsstimmung auf. Bevor wir am Strand von Kaiteriteri die herrliche Aussicht aufs grün/blaue Meer und die wolkenverhüllten Berge im Südwesten geniessen machen wir einen kurzen Abstecher nach Marahau, dem südlichen Zugang zum Abel Tasman Nationalpark.

Am Nachmittag fahren wir gemütlich zurück Richtung Havelock. Die Sicht von der Pelorus Bridge zwischen Nelson und Havelock ist heute sehr schön und deshalb „bewaffnen“ wir uns mit Fotoapparat und Filmkamera. Der nahe Kahikatea Flat Campground ist sehr hübsch, ganz ruhig und kostet $ 8.00 pro Person (Fr. 6.80).

Weihnachten 2003 – Der Weg nach Havelock beträgt ca. 30 Minuten und wir sind bereits vor 11.00 Uhr im Motor Camp. Lorraine und Paul kommen, wie angekündigt, um 13.00 hier an. Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag miteinander und kochen ein feines Weihnachtsessen. Leider macht unser hübscher Weihnachtsbaum einen windigen Abflug und verliert dabei alle seine Nadeln.

26.12.2003 ist in Neuseeland Boxing Day. Bei relativ unfreundlichem Wetter wassern wir das Boot ein. Die See ist ziemlich rau und wir besuchen als erstes Cory und Nicki mit Ihren Zwillingen Harry & Jake, welche in einer wunderschönen Bucht Ferien verbringen.

Beim anschliessenden gemeinsamen Fischen haben wir leider nicht sehr viel Glück. Ausser ein paar viel zu kleine oder ungeniessbare Fische haben wir nichts an der Angel, und deshalb werden wir heute auswärts essen.

Das Wetter bessert sich langsam, doch starker Wind kommt auf und wir erreichen gerade noch rechtzeitig den Hafen. Gegen Abend ist der Himmel strahlend blau. Zur Feier des Tages geniessen Paul und Ruth im Pub die feinen Nelson Scallops und schwärmen noch am nächsten Tag davon.

Weil es am Samstag ziemlich stark windet machen wir einen Ausflug nach Blenheim. Im Mudhouse probieren wir Wein, Olivenöl und Schnäpse. Nach einer kleinen Shopping Tour fahren wir zum Cherry-Land und pflücken selber Chriesi. Das Kilo kostet so nur gerade $ 8.00 und unser Lunch ist auch gleich inbegriffen.

Am Abend bedeckt der Himmel und es beginnt fürchterlich zu regnen. Lorraine und Paul kochen in der Campground-Küche ein feines Znacht und wir essen gemeinsam in unserem Wohnmobil. Der Regen hält an bis in die frühen Morgenstunden.

Sonntag, 28. Dezember 2003: Als wir um halb neun endlich erwachen ist der Himmel schon wieder strahlend blau. Nach dem Frühstück machen wir uns auf zum Wasserskifahren. Paul und Peter bringen Lorraine und Ruth zum Start einer 20minütigen Wanderung durch eine Art Regenwald , die mit dem Weg zum Lookout Point um einiges verlängert wird. Die beiden Männer gehen fischen und holen die Frauen auf der anderen Seite der Insel wieder ab. Als nächstes gibt’s einen kleinen Snack und zum Dessert Wasserskifahren.

Um drei Uhr verlassen wir Havelock und fahren Richtung Moetapu Bay zu Yvonne, Vik und deren Sohn Steven, die wir einmal bei Paul und Magi an einem Sauessen kennen gelernt haben. Die beiden leben an einem traumhaft schönen Ort mit eigenem Strand und Sicht auf den Marlborough Sound. Wir werden herzlich empfangen, zu einem feinen Nachtessen eingeladen und dürfen sogar in einem bequemen Bett übernachten.

Wir beschliessen, am Montag auf der Kenepuru Road über Portage und Kenepuru Head an die Titirangi Bay zu fahren. Die kurvenreiche Naturstrasse, die 26 km vor dem Ziel beginnt, führt auf über 700 müM und ist ziemlich holprig. Am Ende finden wir den Farm Campground ohne Elektrisch und Warmwasser für $ 4.00 pro Person.

Peter interessiert sich sehr fürs Fischen und unterhält sich mit unserem Wohnwagen-Nachbarn. Dieser schenkt uns zum Nachtessen vier wunderschöne zarte Fischfilets. Um diesen Gaumenschmaus zu verdauen wandern wir ca. 1 ½ Stunden der Bay entlang auf einen nahen Hügel.

Am Dienstagmorgen früh machen wir uns auf zurück nach Picton. Nach einem kurzen Abstecher nach Anakiwa, wo der 67 km lange Queen Charlotte Walking Track beginnt, setzen wir unseren Weg fort und erreichen die Stadt um ca. 13 Uhr. Ab dann ist Bürotag und wir bereiten die Homepage vor. Leider können wir in Picton unseren Laptop nirgends mit dem Internet verbinden und müssen den Update deshalb auf später verschieben.



31.12.2003

Der Norden der Südinsel ist eine Bilderbuchlandschaft. Die fjordreiche Küste um Picton-Havelock-Nelson lädt zum Baden ein. Auch weist dieser Abschnitt statistisch die meisten Sonnenscheinstunden und die wärmsten Sommertemperaturen des ganzen Landes auf. Der Queen Charlotte Drive zwischen Picton und Havelock ist eine der schönsten Strassen, die wir je gefahren sind.

Picton mit ca. 4800 Einwohnern, wo wir Silvester feiern, ist der Fährhafen der Südinsel. Die Ueberfahrt durch die manchmal sehr raue Cook Strait nach Wellington auf der Nordinsel dauert je nach Fähre zwischen 1 ¾ und 3 ½ Stunden.

Der Dreimaster Edwin Fox, der 1852 in Bengalen in Indien aus Teakholz erbaut worden ist, hat eine ungewöhnliche Vergangenheit. Zuerst diente er als Teeschutte, dann als Truppentransporter im Krim-Krieg, Handelsschiff zwischen England und Indien, Sträflingsschiff nach Australien, Auswanderungsschiff nach Neuseeland, Frachtschiff für neuseeländisches Kühlfleisch und zuletzt als Kohlenschiff in Picton.

Die Marlborough Sounds mit über 100 kleineren und grösseren Inseln haben eine Länge von fast 1000 km. Entdeckt wurden sie von James Cook und später vom Franzosen Cesar Dumont d’Urville, der 1827 nachwies, dass die später nach ihm benannte grosse Insel nicht mit dem Festland verbunden ist (wie Cook glaubte) und sein Schiff „Astrolabe“ durch den engen Kanal (French Pass) manövrierte.

Viele Gebiete können nur auf dem Wasserweg erreicht werden. Einzelne Campingplätze in den verschiedenen Bays sind weit abgelegen, viele ohne Strom und einige ohne Wasser.

Mit der Jacht Raven 31, mit einer Länge von 9.4 m’ und zwei Kabinen mit Salon, welche wir am 31. Dezember 2003 reserviert haben, möchten wir zwischen dem 15. und 19. Februar 2004 die Marlborough Sounds durchsegeln.

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